Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Initiative für Verkehrssicherheit: Die Schildwutbürger

Dreckiges Verkehrszeichen: "Schilder müssen funktionieren" Zur Großansicht
imago

Dreckiges Verkehrszeichen: "Schilder müssen funktionieren"

Eine Initiative aus Schwaben will den Schilderwald säubern: Der Schilderüberwachungsverein (SÜV) prangert dreckige Straßenzeichen auf einer Webseite an - sie seien ein Risiko für die Verkehrssicherheit. Jetzt wirbt der Verein mit einer App um Unterstützung.

Stuttgart - "Schilder müssen funktionieren", sagt Sybille Wolff aus Stuttgart. Sie ist eines von derzeit acht Mitgliedern des Schilderüberwachungsvereins (SÜV). Die schwäbische Schilderinitiative plädiert für mehr Sauberkeit im deutschen Schilderwald.

Ihre Aktion soll dazu beitragen, dass die Straßen sicherer werden: Weil viele Schilder alt, dreckig und verblasst seien, könnten sie von Verkehrsteilnehmern nur noch schlecht gelesen werden. "Das ist vor allem nachts gefährlich", da die Schilder nicht mehr richtig reflektieren würden, heißt es in einem Video des Vereins.

"Gute Schilder", "schlechte Schilder"

Der SÜV erklärt auf seiner Webseite, dass "gute Schilder" mit retroreflektierenden Folien beschaffen sein sollten, damit sie auch im Dunkeln einfach zu erkennen sind. Gleichzeitig sammelt der Verein Fotos von "schlechten Schildern" und stellt sie im Netz an den Pranger.

Bei der Suche nach "schlechten Schildern" bittet der SÜV auch die Bevölkerung um Hilfe. Jeder könne sich beteiligen und dreckige Verkehrszeichen dem Verein mit einer eigens entwickelten App für Smartphones melden.

In Deutschland gebe es keine feste Regelung für den Austausch von Straßenschildern, sagt Wolff. Laut Gesetz müssen diese aber regelmäßig überprüft werden.

cst/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 50 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. richtig so
michelinmännchen 29.07.2014
wo kommen wir denn da hin?
2. Ein Verein?
mcvitus 29.07.2014
Wohl eher die Nachfahren der 7 Schwaben! Gut, wenn man sonst keine Sorgen hat. Den Beitrag hätte ich eher unter kurz&krass vermutet.
3. Viel besser
at@at 29.07.2014
wäre es, mal all die Schilder aufzuzählen, die schon beim Aufstellen falsch hingestellt wurden. Gerne gesehen: Schilder mit Hinweis auf eine Autobahnauffahrt, die so angebracht sind, dass die für jede Richtung sich gegenseitig verdecken; Schilder, die hinter tiefhängenden Bäumen stehen; Schilder, die sich gegenseitig widersprechen etc. Das ein Schild mal dreckig ist, ist da das kleinere Übel, das ist mit dem nächsten Regenguss behoben.
4. Schilder abschaffen wäre besser!
spreepirat 29.07.2014
Die Entmündigung der Bürger schreitet voran. An allen Ecken des Landes Schilder und Ampeln, die einem Verantwortung für die einfachsten Lebensbereiche abnehmen. Vom Kindesalter an lernen wir, dass wir nicht selber denken sollen, sondern uns allerorten den in Stahl und Blech gegossenen Regeln unterwerfen sollen. Was spricht dagegen, in 90% aller Fälle auf Schilder zu verzichten und die Bürger wieder selber entscheiden zu lassen, wann sie wie über die Straße oder Kreuzung gehen/fahren dürfen? Die einfache Überlegung "rechts vor links" traut man den Bürgern offensichtlich nicht mehr zu. Auch am Samstag und Sonntag, wenn nichts los ist, gängeln diese Gebote/Verbote unser Leben und entbinden uns von Verantwortung für unser Tun. Hier hat man einen Fall, dass die Schilder wegen Verdreckung ihre Funktion nicht ausüben konnten. Also braucht man sie nicht. Weg damit! Es hat doch auch so jahrelang funktioniert. Weniger Schilder!, ist meine Parole. Selber denken!
5. Sinnvolle Initiative?
michael.bury.98 29.07.2014
Wäre es nicht sinnvoller den Schilderwald zu lichten? Aufgrund der Schilderflut auf deutschen Strassen wird man als Autofahrer regelmäßig und übermäßig abgelenkt. Eine Bereinigung hätte gleich zwei Effekte: Weniger Ablenkung und weniger Kosten bei der Instandsetzung. Eine Win-Win Situation.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Facebook


Aktuelles zu