Schleswig-Holstein A1 bekommt Oberleitung für Elektro-Lkw

Die Bundesregierung setzt einen weiteren Autobahnabschnitt testweise unter Strom. In der kommenden Woche beginnen Bauarbeiten an einer Oberleitung für Elektro-Lkw über der A1 in Schleswig-Holstein.

Test-Lkw in Brandenburg
Siemens AG

Test-Lkw in Brandenburg


Eine weitere deutsche Autobahn bekommt eine Oberleitung für Elektro-Lkw. Auf einer Länge von rund fünf Kilometern werde zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck mit dem Aufbau der Anlage begonnen, teilte das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium mit.

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Betroffen ist nach Angaben des Ministeriums nur der rechte Fahrstreifen. Die Oberleitungsanlage soll voraussichtlich im Mai 2019 in Betrieb gehen. Dann werden Lkw einer regionalen Spedition, die mit einem Stromabnehmer ausgestattet sind, die Strecke befahren. Die Fahrzeuge verfügen zudem über einen Verbrennungsmotor für nicht elektrifizierte Strecken. Beim Bremsen gewonnene Energie wird ins Oberleitungsnetz gespeist.

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Die Teststrecke ist Teil eines bundesweiten Pilotprojekts, das den elektrischen Antrieb von Lastwagen unter realen Verkehrsbedingungen erproben soll. Die Kosten von mehr als 19 Millionen Euro übernimmt der Bund. Das Projekt soll Sparpotenziale bei Dieseltreibstoff aufzeigen und so auch dem Klimaschutz dienen.

Schleswig-Holstein ist nach Hessen das zweite Bundesland, das eine Teststrecke für Elektrolastwagen erhält. Eine weitere Teststrecke ist in Baden-Württemberg geplant. Insgesamt investiert das Bundesumweltministerium rund 50 Millionen Euro in den Feldversuch.

nis/dpa



insgesamt 126 Beiträge
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franxinatra 15.10.2018
1. Na hoffentlich reichen die Akkus...
dann für den Überholvorgang...
smokyfields 15.10.2018
2. Das Fahrrad zum X-ten Mal neu erfinden
Das Geld wäre in der mageren Bahninfrastruktur besser aufgehoben. Dort gibt`s sowas schon als weitreichendes System. Aber für ein bisschen Auto wird in Dytschlan beinahe jeder Blödsinn verzapft.
dasfred 15.10.2018
3. Dachte gerade ich habe die Postillon App angeklickt
Aber witzig ist die Idee allemal, mit dem reichlich vorhandenen Windstrom Lkws im Norden zu betreiben, statt weiter die gesunde Luft einzudieseln. Wir streichen dann die Stromtrassen in den Süden und verfahren unseren Strom auf der Autobahn.
JeanGerard 15.10.2018
4. Zweifellos ein interessanter Versuch
Dennoch stellt sich die Frage, ob eine Verfrachtung der LKWs auf die bereits elektrifizierte Bahn und deren Ausbau nicht sinnvoller ist.
fzappel 15.10.2018
5. Früher nannten wir das Zug
Wer den "E-Highway auf der A5 gesehen hat, kann nur mit dem Kopf schütteln. Gerade die Bahnstrecke Frankfurt Mannheim ist extrem dicht befahren. Anstatt in die Bahninfrastruktur zu investieren holt man jetzt E-LKWs auf die überlasteten Straßen.
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