Schluss mit Autofrei Polizei auf Helgoland bekommt Streifenwagen

Nicht nur Autos, sondern auch Fahrräder sind auf Helgoland verboten. Doch jetzt wird zumindest für die vier Polizisten auf der einzigen deutschen Hochseeinsel alles anders: Die Beamten haben ihren ersten Streifenwagen in Betrieb genommen.


Helgoland - Die Helgoländer Wasserschutzpolizei ist jetzt erstmals auch an Land motorisiert. Heute Morgen nahmen die Beamten auf Deutschlands einziger, bis auf wenige Ausnahmen autofreien Hochseeinsel den ersten Funkstreifenwagen in Empfang. Das Auto wurde per Frachtschiff angelandet. "Das Dienstfahrrad wird aber auch weiterhin benutzt", sagte der Sprecher des für Helgoland zuständigen Wasserschutzpolizeireviers Husum.

Auf Helgoland verrichten gerade einmal vier Beamten ihren Beruf, nur in der Sommersaison werden sie von zwei weiteren Polizisten verstärkt. Grund für die Entscheidung, ein Auto anzuschaffen, ist laut dem Sprecher unter anderem, dass die Beamten zu Fuß mit einem Handkarren häufig die notwendige Ausrüstung nicht mitnehmen können.

In den nur wenige hundert Meter langen und zum Teil sehr schmalen Straßen sind im Sommer mehrere tausend Touristen unterwegs. Koffer und Waren werden mit Elektrokarren zu Geschäften, Hotels und Häusern gefahren. Außerdem gibt es dieselbetriebene Feuerwehr- und Krankenwagen. Die Müllabfuhr fährt elektrisch. Für alle aber gilt: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 10 km/h. Fahrräder sind fast komplett verboten. Erst seit wenigen Monaten dürfen Schulkindern außerhalb der Feriensaison mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

har/dpa

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