Schneller Schalten Hamburg führt Restrot-Ampeln für Autos ein

Drei, zwei, eins – Gas: So soll es bald an vielen Autoampeln in Hamburg zugehen. Als erste deutsche Metropole führt die Hansestadt sogenannte Restzeitampeln mit Rotlicht-Countdown ein. Die Behörden hoffen auf einen besseren Verkehrsfluss.


Hamburg – Die erste dauerhaft installierte Restzeitampel wird morgen Mittag am Ballindamm in der Hamburger Innenstadt offiziell in Betrieb genommen. Digitaluhren neben den Lichtsignalen zeigen den Autofahrern, wie viele Sekunden es noch bis zum Umspringen auf Grün dauert.

Restzeitampel mit Zeitzähler: Blinklichter zeigen die verbleibenden Sekunden bis zur Grünphase
DPA

Restzeitampel mit Zeitzähler: Blinklichter zeigen die verbleibenden Sekunden bis zur Grünphase

Die Baubehörde der Hansestadt verspricht sich davon einen besseren Verkehrsfluss. Die Autofahrer könnten rechtzeitig den ersten Gang einlegen und schneller als bisher anfahren, sagte eine Sprecherin heute. So könnten bei unveränderter Länge der Grünphase mehr Autos die Kreuzung überqueren als bisher.

Zwei Restzeitampeln für Fußgänger sind in Hamburg schon seit längerem in Betrieb. Nach Behördenangaben sollen diese Anlagen verhindern, dass Fußgänger bei Rot loslaufen. Die noch verbleibende Wartezeit könne besser eingeschätzt werden.

Laut Baubehörde sind Restzeitampeln nur unwesentlich teurer als die bisherigen Anlagen. Die Idee stammt aus Asien, wo der Hamburger Bausenator Michael Freytag (CDU) auf die Restzeitampeln aufmerksam geworden war.

har/AP



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