Von Jürgen Pander
Man kann Paul Stender und seine Fahrzeuge für Veranstaltungen buchen - vorausgesetzt am Ort des Geschehens gibt es eine sehr lange, sehr gerade und sehr gut abgesperrte Straße. Denn wenn der Amerikaner beispielsweise mit seinem "School Time Jet-Powerd School Bus" vorfährt, wird ein normaler Großparkplatz plötzlich sehr klein.
Das liegt nicht am klassischen Fronthauber-Bus selbst, der ist lediglich 10,60 Meter lang. Es liegt vielmehr an der gut 20 Meter langen Stichflamme, die aus dem Heck des Düsen-Busses schießt und an der möglichen Höchstgeschwindigkeit von nahezu 600 km/h, die das Gefährt erreichen kann.
Seit 1995 widmet sich Paul Stender der rasanten Beschäftigung mit Düsenautos. Zunächst trat er bei Rennen und Geschwindigkeitsrekordfahrten an, später baute er mit seiner Firma Indy Boys Inc. in Indianapolis auch gleich die entsprechenden Fahrzeuge.
Die jüngste Kreation ist ein Schulbus, der mit dem Triebwerk aus einem F4-Phantom-Kampfjet bestückt wurde. Die Turbine vom Typ J-79 des Herstellers General Electric leistet bis zu 42.000 PS. Angesichts dieser gewaltigen Leistung ist es selbstverständlich, dass vom ursprünglichen Originalbus nurmehr die Silhouette übrig blieb - im Prinzip ist das Ding ein Düsenrennwagen in Schulbusverkleidung.
Allerdings: Es gibt für Unerschrockene sogar drei Passagierplätze. Über die Reaktionen von Mitfahrern im schnellsten Schulbus der Welt ist bislang jedoch nichts bekannt.
Einen Schulbus wählte Paul Stender übrigens auch deshalb, weil er mit dem Gefährt tatsächlich regelmäßig vor Schülern und Studenten auftritt. Sein Motto bei diesen Veranstaltungen: "Jets are hot, drugs are not."
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