Segway-Einsatz Die ungewöhnlichen Hightech-Cops

Wer auf der Hamburger Prachtmeile Neuer Wall falsch parkt, geht ein hohes Risiko ein. Im Auftrag von Juwelieren, Boutiquen und Co. sind dort im Nu zwei Knöllchen-Agenten zur Stelle - auf einem seltsamen fahrbaren Untersatz.


Das neue Rollkommando in Sachen Recht und Ordnung fährt maximal 20 Stundenkilometer. Per Segway, einer ungewöhnlichen Art des Motorrollers, verfolgt der Sicherheitsdienst Neuer Wall in der Hamburger Innenstadt die Sünden von Falschparkern. Egal ob ein Auto auf dem Gehweg parkt oder ein Lieferant nicht die vorgeschriebenen Ladezonen benutzt - die männlichen Politessen kennen kein Pardon.

Die Kontrolleure mit der Lizenz zum Knöllchen-Ausstellen agieren im Auftrag der Geschäftsinhaber der Straße Neuer Wall. Bisweilen regt sich zwar Widerstand gegen das forsche Auftreten der Segway-Sheriffs, doch das kriegen die meist schnell in den Griff. Salopp vermitteln sie den Verkehrssündern ihre Weisheiten der Straße. Etwa: "Erstens: Du darfst nicht auf dem Gehweg stehen. Zweitens: Du darfst niemals vor einem Juwelier auf dem Gehweg stehen."

Die Knöllchen-Cops vom Neuen Wall brauchen neben diesem psychologischen Feingespür allerdings auch viel Gefühl für den eigenen Körper. Hat man dies, kann man mit dem Segway elegant durch die Fußgängermenge navigieren. Slalomfahren geht auf dem Roller fast so wie auf Skiern.

Die Tagesbilanz: 1210 Euro eingenommen, 50 Falschparker vertrieben.

Der Beitrag ist am Sonntag, 22. Juli, um 22.15 Uhr im SPIEGEL TV Magazin bei RTL zu sehen.



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