Motorvibration Mercedes ordert Smart in die Werkstätten

In dem Kleinstwagen Smart droht wegen starker Motorvibrationen ein Schaden am Riemenantrieb. "Ein bekanntes Problem", sagt der Hersteller Mercedes. Es werde im Rahmen eines Kundenservice behoben - China stuft den möglichen Defekt jedoch als sicherheitsrelevant ein.

Probleme beim Smart: Modelle der Baujahre 2008 bis 2014 betroffen
Daimler

Probleme beim Smart: Modelle der Baujahre 2008 bis 2014 betroffen


Hamburg / Peking - Der Autohersteller Mercedes muss in China rund 50.000 Autos vom Typ Smart zurückrufen. Ursache sei ein defekter Riemenantrieb, wie die staatliche Qualitätsaufsichtsbehörde (AQSIQ) am Freitag in Peking berichtete. Betroffen seien Smart-Modelle mit dem 71-PS-Motor aus den Baujahren 2008 bis 2014. Die Vibration des Motors habe in einigen Fahrzeugen zu einem Ausfall des Keilriemens geführt, was in schwereren Fällen den Antrieb beschädigt habe.

Ein Mercedes-Sprecher bestätigte das Problem gegenüber SPIEGEL ONLINE. Er betonte zugleich, dass nur die Behörden in China das Problem als "sicherheitsrelevant" einstuften und deswegen dort ein Rückruf notwendig sei. In anderen Ländern nehme Smart im Rahmen des Kundendienstes bereits seit Anfang des Jahres kostenlos einen Austausch des Riemens vor. Wie viele Smart weltweit betroffen sind, konnte der Sprecher auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nicht sagen.

Der Rückruf in China beginne am 22. August. Die Werkstätten wollten problematische Teile austauschen und das Getriebe nachrüsten, um potenzielle Gefahren zu beseitigen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Anfang des Monats hatte Mercedes bereits angekündigt, in China rund 58.000 Smart ebenfalls vom 22. August an zurückzurufen, weil es Probleme mit einem Warmwasser-Ventilverschluss gibt. Es handle sich dabei um die gleichen Fahrzeuge wie beim aktuellen Rückruf.

smh/dpa



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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
ducdriver 15.08.2014
1. Made in Germany
Sprich schon für sich im Rahmen des überteuerten Kundenservice um den Kunden noch mehr Geld aus den Taschen zuziehen
shark 15.08.2014
2. Die
sich so ein Auto kaufen, haben sowieso ein paar Mac...., Kein Kofferraum und überteuert, diese Autos müssten nochmals in die Werkstätten und die Kunden alles selbst bezahlen.
l3m0nh34d 15.08.2014
3. Daimler und Kundenservice
Mein (Dienst-)Smart hatte das auch. Zahnriemen gerissen, Wasserpumpe ausgefallen, Auto aus und dann ab zur Werkstatt. Wer nun glaubt, jede Mercedes-Werkstatt macht auch Smart, der täuscht sich. Nur Smartcenter machen auch Smart. Letzten Endes war das Auto auf Kulanz eine Woche in der Werkstatt, die haben noch eine Buchse verstärkt und das halbe Auto auseinander genommen. Danach war Ruhe. @shark: So habe ich (als Passatfahrer) anfangs auch gedacht: wie kann man sich bloss in so eine Karre setzen. Nach ein paar Runden in der Stadt woltte ich dort nichts Anderes mehr fahren. Der Kofferraum ist für ein so kleines Auto erstaunlich geräumig, drei Kisten Bier passen rein. Im 1er BMW, den ich danach hatte, waren es gerade mal vier...
bauklotzstauner 15.08.2014
4.
*"Ein bekanntes Problem"* Das ist das Grundproblem im Kundenservice heutzutage. Die meisten Probleme sind "bekannt", weil sie in Serie auftreten, und meist ist auch die Ursache dieselbe: Kosteneinsparung bei der Produktion - Folgeschaden im Dauereinsatz. Intern weiß man genau bescheid, ändert die Teile in der Serie - und nur wenn es zu häufig passiert oder Druck von außen kommt, wird ein Rückruf gestartet. Hat man viel Glück, werden die geänderten Teile ohne Wissen des Kunden im Rahmen der Service-Intervalle getauscht, meist aber erfährt der Kunde nichts, und bleibt auf dem Schaden sitzen. Allenfalls gibt sich der Hersteller "kulant" und übernimmt einen Teil der Kosten. Meist aber erfährt der Kunde noch nicht mal, daß der Fehler kein normaler Verschleiß, sondern ein Produktmangel ist. An meinen Auto gibt es auch so einen Fehler: Kunststoffhülsen an der Stabibuchse rutschen vom Stabi, die Befestigung wird lose, der Stabi rutscht seitlich und schlägt an anderen Fahrwerksteilen an. Änderung in der Serie - keine. Aber an den jetzt neu als Ersatzteil erhältlichen Stabis sind zwei Metallscheiben aufgeschweißt, die das seitliche VErrutschen unmöglich machen, und die Kunststoffhülse ist weg. Dafür ist der Befestigungsgummi jetzt enger. Kosten für den Stabitausch: 400-600 Euro je nach Modell. Kulanz keine - weil Auto zu alt (Produktionsende vor 9 Jahren) und "kein bekannter Serienfehler". Alternative für den Kunden - wenn er das weiß: Einfach die neuen Stabibuchsen ohne Stabitausch verwenden und alle 50.000km wechseln. Kosten 50-70 Euro. Allerdings machen das nur freie Werkstätten und nicht Audi selbst.
topsykrett 15.08.2014
5. Ausgerechnet China
Ausgerechnet die Chinesen. Sie liefern selbst in Form von Elektronik und Autos nur Schrott ab, Kinderspielzeuge und Klamotten sind mit Giften verseucht und vor den dortigen Nahrungsmittel wird bei uns abgeraten. Der ganze Rückruf ist nur Politik, um die einheimische Industrie zu stärken und die ausländischen Produkte schlecht zu machen. Darum gibt es in diesem Fall weltweit auch nur einen Rückruf in China - und sonst nirgends..
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