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Plötzliche Straßenschäden: Sommerhitze sprengt erneut Autobahnbelag

Beschädigte Autobahn: Die Sommerhitze setzt den Straßen zu Zur Großansicht
dpa

Beschädigte Autobahn: Die Sommerhitze setzt den Straßen zu

Durch die extremen Temperaturen bilden sich auf Deutschlands Autobahnen gefährliche Risse. Die A14 bei Halle wurde bereits so stark beschädigt, dass sie zeitweise gesperrt werden musste. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren.

Halle/Magdeburg - Das heiße Sommerwetter hat die Fahrbahn der A14 bei Halle so stark beschädigt, dass die Autobahn zeitweise gesperrt werden musste. Wegen der großen Hitze habe sich bereits am Dienstag eine Betonplatte gehoben, sagte Christoph Krelle, Fachbereichsleiter Autobahn der Landesstraßenbaubehörde. Arbeiter seien in der Nähe gewesen, als es passierte. "Es gab einen Riesenknall, und dann stand die Betondecke zehn Zentimeter höher."

Nach Angaben der Autobahnmeisterei mussten zwei Platten auf einer Länge von zehn Metern entfernt und mit Asphalt ersetzt werden. Deshalb war die A14 Richtung Magdeburg zwischen Halle-Tornau und Trotha am Mittwoch vorübergehend gesperrt. Die Landesstraßenbaubehörde befürchtete laut eines Berichts des MDR, dass in den nächsten Tagen weitere Hitzeschäden auftreten könnten. Möglicherweise werde darauf mit Tempolimits reagiert.

Auch auf bayerischen Autobahnen ist nach Angaben der Autobahndirektion Süd derzeit das Problem sogenannter Blow-ups massiv. Dabei dehnen sich Betonplatten in der Hitze aus, Fahrbahnteile werden aufgesprengt. In Südbayern sei deshalb ein Warnsystem eingerichtet worden, das ab einer Lufttemperatur von 28 Grad vor Straßenschäden warne. Schon Mitte Juni waren in Deutschland wegen der Hitze Autobahnen aufgeplatzt - ein Motorradfahrer in Bayern stürzte über ein verformtes Betonstück, schleuderte gegen eine Leitplanke und starb.

Auch asphaltierte Autobahnen bergen bei der Hitze Risiken. "Der Asphalt hochbelasteter Straßen weicht bei ungefähr 70 Grad auf", warnte der Fachmann Peter Renken vom Braunschweiger Institut für Straßenwesen. Jetzt bei der extrem prallen Sonne könne dies sogar schon bei 55 bis 60 Grad passieren. Schwere Laster verformten dann den weichen Untergrund. Es könnten sich gefährliche Spurrillen im Asphalt bilden. "Wenn es dann regnet, droht Aquaplaning", sagte Renken.

Alle Fakten zum Thema Blow-ups, und was Verkehrsexperten dazu raten, erfahren Sie hier.

cst/dpa

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1. Pfusch am Bau
z_beeblebrox 24.07.2013
Zitat von sysopdpaDurch die extremen Temperaturen bilden sich auf Deutschlands Autobahnen gefährliche Risse. Die A14 bei Halle wurde bereits so stark beschädigt, dass sie zeitweise gesperrt werden musste. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/sommerhitze-beschaedigt-a14-bei-halle-a-912947.html
Als ob es früher nie große Hitzewellen im Sommer gab. Blow ups etc. waren allerdings Fremdwörter. Wenn´s mal ganz heiß war, fuhren zur Freude von uns Kindern die Wassersprengwagen durch die städtische Straßen. Wir Kinder hinterher ... Doch so etwas passiert immer nur in den letzten Jahren. Der Pfusch am Bau - inkl. Straßenbau - ist gewaltig. Immer nur billig, billiger, am billigsten. So kann man eine bis dato gesunde Volkswirtschaft auch bestens ruinieren. Und einige füllen sich dabei die Taschen voll. Alles wohlbekannt.
2.
Th.Tiger 24.07.2013
Zitat von sysopdpaDurch die extremen Temperaturen bilden sich auf Deutschlands Autobahnen gefährliche Risse. Die A14 bei Halle wurde bereits so stark beschädigt, dass sie zeitweise gesperrt werden musste. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/sommerhitze-beschaedigt-a14-bei-halle-a-912947.html
1999 wurde dieser Autobahnabschnitt erst gebaut, es war keine Sanierung einer "Reichsautobahn". 2012 erfolgte der Abriss einer einsturzgefährdeten Autobahnbrücke in diesem Abschnitt (Einstutzgefahr: Abgerissene Brücke über A14 wohl Einzelfall | Mitteldeutschland*- Mitteldeutsche Zeitung (http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/einstutzgefahr-abgerissene-bruecke-ueber-a14-wohl-einzelfall,20641266,17097354.html)). Es ist wohl anzunehmen, dass nach dem nächsten Winter diese Autobahn nur noch in den Erzählungen der alten Leute auftaucht ("Opa, erzähl mal vom Krieg.")
3. Ich verstehe nicht, warum viele immer gleich
hdudeck 24.07.2013
Zitat von z_beeblebroxAls ob es früher nie große Hitzewellen im Sommer gab. Blow ups etc. waren allerdings Fremdwörter. Wenn´s mal ganz heiß war, fuhren zur Freude von uns Kindern die Wassersprengwagen durch die städtische Straßen. Wir Kinder hinterher ... Doch so etwas passiert immer nur in den letzten Jahren. Der Pfusch am Bau - inkl. Straßenbau - ist gewaltig. Immer nur billig, billiger, am billigsten. So kann man eine bis dato gesunde Volkswirtschaft auch bestens ruinieren. Und einige füllen sich dabei die Taschen voll. Alles wohlbekannt.
Pfusch am Bau schreien, wenn mal wieder ein Bauteil unter extremen Bedingungen nachgibt. Merke, die Deutsche Infrastruktur ist fuer das (alte) deutsche Klima geplant und gebaut worden. Wenn es dabei Ausreisser (wie z.b. bei der Teperatur) nach oben oder unten kommt, versagen diese Bauteile eben manchmal. Genau die, die jetzt aufschreien, schreien auch, wenn eine Bauplanung darueber hinausgehen wuerde. Das Argument dann: rausgeworfenes Geld fuer Situationen, die ja wohl nie eintreten wuerden. So, schoen cool bleiben.
4. Blow Ups?
mkummer 24.07.2013
Früher nannte man das „Hitzeaufbrüche“ und jeder hat gewusst was das heisst. Ich bin jetzt kein direkter Feind von Anglismen aber passende deutsche Fachausdrücke fände ich schon angezeigt.
5. optional
wahe 24.07.2013
versteh mal einer, warum die alten Autobahnen die Hitze und Kälteperioden seit 1950 schadlos überstanden haben. Könnte es sein, daß zuviel hightech und zu wenig Erfahrung eine Rolle spielen?? Kuckt mal römischen zement und heutigen Zement! m.E. sind die Schäden hausgemacht und nicht von "extremtemperaturen" verursacht.
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