Mit Elektrofahrzeugen und speziell mit der Energiegewinnung aus Solarzellen beschäftigt sich Chen Shungui aus Jingjiang in der chinesischen Provinz Jiangsu bereits seit 2002. Damals begann er mit der Konstruktion eines recht ungelenk aussehenden Fahrzeugs, dessen Hauben- und Dachpartie mit Solarzellen bedeckt waren, die Strom fürs Vorwärtskommen produzieren. An sonnigen Tagen reichte der so erzeugte Strom für einige Kilometer Fahrt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h.
Kürzlich stellte Herr Shungui einen weiteren Prototyp vor. Diesmal handelt es sich um ein Solar-Elektromobil mit einer Art Range Extender - also einem Reichweitenverlängerer, und zwar in Form eines Akkus. Wieder sind die der Sonne zugewandten Oberflächen des Autos mit Solarzellen bestückt. Die so gewonnene Tagesration an Energie reicht, um den Wagen etwa 40 Kilometer weit mit bis zu 60 km/h zu bewegen. Falls längere Strecken anstehen, reicht das natürlich nicht, und falls der Himmel stark bewölkt ist, ruckelt das Auto ohnehin kaum vom Fleck.
Daher hat der Selfmade-Erfinder zusätzlich einen Akku installiert, der nach Shunguis Angaben elektrische Energie für bis zu 240 Kilometer Fahrtstrecke speichern kann. Und wenn am Zielort die Sonne scheint, kann es sogar noch ein bisschen weiter gehen. Das neue Modell sieht übrigens auch längst nicht mehr so nach Hinterhofbastelei aus wie der erste Prototyp. Falls Chen Shungui dem Solar-Doppel ein drittes Modell folgen lässt, wird das sicher ein richtig schnittiges Auto.
jüp
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