Mal kurz eine nackte Zahl zum Start: Eine normale Carrera-Bahn von David Beattie kostet 15.000 Euro. Was man dafür bekommt? Eine Rennbahnen in akribischer Detailtreue - Streckenführung, das ganze Drumherum mit Boxengasse, Tribünen, Kiesbetten und Fangzäunen, und natürlich die Autos - alles so korrekt wie nur möglich. Das ist trotzdem viel Geld? Mag sein - aber es geht noch mehr.
Beatties jüngste Kreation nämlich ist noch deutlich teurer. Rund 75.000 Dollar erlangt der Meister der geschrumpften Adrenalinarchitektur für die Fiberglas-Nachbildung des Porsche 917 im Martini-Racing-Design, mit dem Vic Elford und Gérard Larrousse 1971 das 12-Stunden-Rennen von Sebring gewannen. Dafür steht das Ding dann auf abgefahrenen Rennreifen (inklusive dreiteiliger Rennfelgen mit Zentralverschluss) und auch die Scheinwerfer funktionieren. Doch so richtig spannend wird es erst, wenn man einen verborgenen Knopf drückt.
Dann nämlich öffnet sich die Karosserie wie eine Muschel und zum Vorschein kommt eine Rennbahn im Maßstab 1:32, auf der von den Leitplanken-Nachbildungen bis zu den Mini-Werbetafeln exakt der Motorsportstand von 1971 abgebildet ist. Das handgefertigte Exemplar ist ein Unikat - und soll es auch bleiben. Die Idee jedoch will Beattie weiter verfolgen. In Planung sind bereits Rennbahnen in der Hülle eines Ferrari P4, eines Ford GT 40 und eines Lola T 70. Das ist, auch als Spielzeug für große Jungs, ganz großer Sport.
jüp
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