Dresden - Mit dem RS2000 wollte Sepp Melkus den legendären "DDR-Ferrari" Melkus RS1000 beerben - und damit auch seinen Großvater, der den Rennsportwagen ("RS") konstruiert hatte. Aus dem Traum wird vorerst nichts: Das 2006 gegründete Unternehmen Melkus Sportwagen hat nun am Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag gestellt. Das teilte die Firma mit.
Ein zeitnaher Vertriebserfolg mit den geplanten Stückzahlen werde ausbleiben, hieß es zur Begründung. Allerdings solle versucht werden, neue Investoren zu finden, um das Projekt und die Firma doch noch weiterführen zu können.
Der Prototyp des RS2000 war 2009 auf der Automesse IAA präsentiert worden. Der 270 PS starke Wagen kostet circa 115.000 Euro. Die Fahrzeuge werdenlaut Angaben auf der Website des Unternehmens in einer Kleinserie von 25 Exemplaren pro Jahr hergestellt.
Vom RS1000 wurden zwischen 1969 und 1980 101 Autos produziert. Der zweisitzige Flügeltürer basierte auf einem Wartburg 353 und brachte es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h.
cst/dapd
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