Sprit-Spar-Meisterschaft: Immer schön sachte

Die 4. Deutsche Sprit-Spar-Meisterschaft ist entschieden. Eckbert Spangenberg aus Triptis in Thüringen ist der Mann mit dem feinfühligsten Gasfuß. Beim Finale auf dem VW-Testgelände in Wolfsburg errang er mit einem Vorsprung von 16 Milliliter Diesel den Sieg.

Der Preis für's sparsame Fahren: Ein VW Bora TDI. Den allerdings in schwarz.
DPA

Der Preis für's sparsame Fahren: Ein VW Bora TDI. Den allerdings in schwarz.

"An den Erfolg habe ich gar nicht gedacht, ich war ganz locker", sagt Spangenberg jetzt, nachdem die Entscheidung gefallen ist. "Einige Konkurrenten", so berichtet der 41-Jährige, "haben die Strecke aufgezeichnet, Bremspunkte aufgemalt und mit dem Taschenrechner irgendwelche Geschwindigkeiten berechnet." Er dagegen habe bei seiner Triumphfahrt aus dem Bauch heraus Gas und Bremse bedient. Spangenberg: "Es kommt darauf an, sachte mit dem Gaspedal umzugehen, vorausschauend zu fahren und immer genug Schwung mitzunehmen."

Insgesamt 26.000 Teilnehmer an dem bundesweiten Wettbewerb hatten dies versucht. Veranstaltet wurde die Sprit-Spar-Meisterschaft von "Auto Bild", VW, der Deutschen Veedol und dem Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). In 15 Vorausscheidungen wurden die 30 "sparsamsten" Autofahrer ermittelt, und diese Gruppe traf sich schließlich zur Finale um die Meisterschaft. Gefahren wurde dabei in sechs identischen Golf TDI mit 100 PS Motor (74 kW).

Es gab einen Parcours auf dem Prüfgelände und einen auf öffentlichen Straßen. Eingebaut waren mehrer Stopps, eine Engstelle, Buckelpiste und eben öffentliche Landstraßen mit normalem Verkehr. Diese insgesamt 23 Kilometer mussten in 27 Minuten zurückgelegt werden, für spätere Zielankünftge gab es Punktabzüge. Um auch wirkliche Chancengleichheit zu gewährleisten, wurden Gewichtsunterschiede der Finalisten durch entsprechende Zusatzgewichte im Fahrzeug ausgeglichen.

Eckbert Spangenberg verbrauchte auf seiner Fahrt exakt 1,164 Liter Dieselkraftstoff, was einem Durchschnittsverbrauch von 4,18 Liter auf 100 Kilometern entspricht. Der Zweitplatzierte Stefan Höpfner aus München verfeuerte auf der Strecke exakt 16 Milliliter mehr, was einem Durchschnittsverbrauch von 4,24 Liter je 100 Kilometer entspricht. Mit dem Wert 4,34 kam Klaus Wolter aus Rosenfeld in Baden-Württemberg auf Rang drei.

Sieger Spangenberg wurde für seine Fahrt im Schotten-Stil im Beisein von Bundesumweltminister Jürgen Trittin als erster Preis ein schwarzer VW Bora TDI mit 100 PS (74 kW) übergeben. Die Autoprämie ist allerdings noch nicht beim Gewinner in Triptis eingetroffen. Momentan fährt Spangenberg noch seinen VW Bus Baujahr 1994. "Der braucht sieben bis acht Liter Diesel."

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