Aus acht mach vier - wann immer man im neuen Mercedes SLK 55 AMG, im Bentley Continental oder im Audi S8 den Fuß ein wenig vom Gas nimmt, legt das Motormanagement vier der vorhandenen acht Zylinder still. Der Motor arbeitet dann auf Sparflamme und verbraucht entsprechend weniger Sprit. Zylinderabschaltung heißt diese Technologie, die bei den potenten Achtzylindern dieser Modelle bis zu 40 Prozent Verbrauchsvorteil bringt und schon vor 20 Jahren einmal modern war. Weil damals die Elektronik aber noch nicht leistungsstark genug für die komplexe Regelung war und der Komfort entsprechend mäßig, blieb diese Lösung lange Zeit links liegen.
Mit Direkteinspritzung, Bordrechnern und elektronischen Soundgeneratoren feiert die Zylinderabschaltung jetzt ein Comeback. Und zwar nicht nur in der Oberklasse. Dass der Trick auch bei kleineren Motoren funktioniert, hat VW auf dem Genfer Salon mit dem Polo BlueGT gezeigt. Genau wie im Audi A1 Sportback kommt dort ein 1,4 Liter großer Benzin-Direkteinspritzer zum Einsatz, der zwei von vier Zylindern abschalten kann. Bei Vollgas reichen die 140 PS für weit mehr als 200 km/h, aber bei leichtem Gasfuß wird der Motor zum Zweizylinder. "Das spart im Normzyklus einen halben Liter", sagt VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. "Im Alltag sind es sogar noch mehr."
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Auto | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Umweltfreundliche Fahrzeuge | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH