Zehn Techniktricks gegen Spritverbrauch: Schluss mit durstig

Von Tom Grünweg

Die besten Spritspar-Techniken: Getankt wird später Fotos
Mazda

7. Teil: Zylinderabschaltung - gönne dem Motor eine Pause

Aus acht mach vier - wann immer man im neuen Mercedes SLK 55 AMG, im Bentley Continental oder im Audi S8 den Fuß ein wenig vom Gas nimmt, legt das Motormanagement vier der vorhandenen acht Zylinder still. Der Motor arbeitet dann auf Sparflamme und verbraucht entsprechend weniger Sprit. Zylinderabschaltung heißt diese Technologie, die bei den potenten Achtzylindern dieser Modelle bis zu 40 Prozent Verbrauchsvorteil bringt und schon vor 20 Jahren einmal modern war. Weil damals die Elektronik aber noch nicht leistungsstark genug für die komplexe Regelung war und der Komfort entsprechend mäßig, blieb diese Lösung lange Zeit links liegen.

Mit Direkteinspritzung, Bordrechnern und elektronischen Soundgeneratoren feiert die Zylinderabschaltung jetzt ein Comeback. Und zwar nicht nur in der Oberklasse. Dass der Trick auch bei kleineren Motoren funktioniert, hat VW auf dem Genfer Salon mit dem Polo BlueGT gezeigt. Genau wie im Audi A1 Sportback kommt dort ein 1,4 Liter großer Benzin-Direkteinspritzer zum Einsatz, der zwei von vier Zylindern abschalten kann. Bei Vollgas reichen die 140 PS für weit mehr als 200 km/h, aber bei leichtem Gasfuß wird der Motor zum Zweizylinder. "Das spart im Normzyklus einen halben Liter", sagt VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. "Im Alltag sind es sogar noch mehr."

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1. Ertappt!
jules16v 21.03.2012
Zitat von sysopDieser Feinschliff zahlt sich aus", sagt Mercedes-Chef-Aerodynamiker Teddy Woll. Eine Reduktion des Luftwiderstandsbeiwerts von 0,25 auf 0,24 spart im Normzyklus etwa zwar nur 0,04 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Bei der alltäglichen Fahrt außerhalb des Labors liege der Verbrauchsvorteil-Vorteil allerdings bei 0,08 bis 0,12 Liter. Interessant wird es bei einer schnellen Autobahnfahrt. Da sind sogar 0,21 bis 0,42 Liter Ersparnis möglich. Bei 250 km/h bedeutet ein Minus von 0,01 sogar bis zu 0,67 Liter weniger Benzin, sagt der Mercedes-Mann. Zehn Techniktricks gegen Spritverbrauch: Schluss mit durstig - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,820385,00.html)
Ich finde die Heuchelei der Hersteller bemerkenswert: auf der einen Seite wird basierend auf irgendwelchen Norm-Zyklen der ein-Liter-Cayenne beschworen, auf der anderen ist's dann in der Realität dann ganz anders - aber bitte nur, wenn diese auch dem eigenen Interesse zuspielt.
2. Technik und bunte Displays
Markuz 21.03.2012
verbrauchen in Ihrer Herstellung und Entwicklung auch Energie. Eine Palme als Anreiz, haha ... und nach drei Jahren funktioniert der Schnickschnack nicht mehr oder muß repariert werden. In neuen Autos steckt soviel (auch überflüssige) Technik, die als Sondermüll zu entsorgen ist und das Gewicht des Autos erhöht. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das defekte Teile meist komplet ausgetauscht werden müssen und keine einfache Reparatur mehr möglich ist. Für mich gilt immer noch: Ein Auto verbraucht in der Herstellung solche Rohstoffmengen, dass es bis zum wirklichen Ende gefahren werden sollte. Ob es einen Liter mehr verbraucht oder nicht, ist da unerheblich.
3. Ist ja logisch!
BabelHuber 21.03.2012
Zitat von jules16vIch finde die Heuchelei der Hersteller bemerkenswert: auf der einen Seite wird basierend auf irgendwelchen Norm-Zyklen der ein-Liter-Cayenne beschworen, auf der anderen ist's dann in der Realität dann ganz anders - aber bitte nur, wenn diese auch dem eigenen Interesse zuspielt.
Der Staat MUSS ja irgendein Reglement vorgeben, z.B. wie der Verbrauch gemessen wird oder wie der Seitenaufpralltest aussehen muss. Die Autohersteller versuchen dann, bei gegebenen Reglement das Beste für sich herauszuholen. Das Reglement muss auch nicht staatlicher Natur sein, z.B. hat BMW beim 2012er 535d den CO2-Ausstoß von 163g/km auf 160g/km gesenkt. Das sieht auf den ersten Blick marginal aus, wenn man aber bedenkt, dass viele Firmen inzwischen vorschreiben, dass der CO2-Ausstoß eines Dienstwagens max. 160g/km sein darf, dann versteht man das. Es gilt grundsätzlich: Ein paar wenige Leute geben die Regeln vor. Dann versuchen sehr viele Leute, das Regelwerk bestmöglich für sich zu nutzen. Da normalerweise sehr viele Leute kreativer sind als einige wenige, stehen die Macher der Regeln meist etwas schlechter da. Das ist auch so gut wie überall dasselbe, siehe z.B. neue Regeln im Steuerrecht. Sobald da eine neue Regelung erscheint, versuchen Armeen von Steuerberatern, die wieder auszuhebeln.
4. Tricks?
Airkraft 21.03.2012
Das ist nicht nicht wirklich neu und schon seit langem bekannt. Außerdem will der gemeine Autofahrer eigentlich nicht Sprit, sondern eher Geld sparen - das geht aber ganz anders!!!
5. ...
franneck 21.03.2012
Zitat von Markuzverbrauchen in Ihrer Herstellung und Entwicklung auch Energie. Eine Palme als Anreiz, haha ... und nach drei Jahren funktioniert der Schnickschnack nicht mehr oder muß repariert werden. In neuen Autos steckt soviel (auch überflüssige) Technik, die als Sondermüll zu entsorgen ist und das Gewicht des Autos erhöht. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das defekte Teile meist komplet ausgetauscht werden müssen und keine einfache Reparatur mehr möglich ist. Für mich gilt immer noch: Ein Auto verbraucht in der Herstellung solche Rohstoffmengen, dass es bis zum wirklichen Ende gefahren werden sollte. Ob es einen Liter mehr verbraucht oder nicht, ist da unerheblich.
Da geb ich Ihnen Recht. Die Produktionsbedingungen bei der Automobilherstellung werden viel zu wenig berücksichtigt. Liegt mit Sicherheit daran, dass wir beim Kauf eines Neuwagens davon überhaupt nichts mitbekommen und auch überhaupt keinen Bezug zum Produkt herstellen können. Wenn es um den Spritverbrauch geht, merken wir dies in der Geldbörse. Auch die Abgase verbinden wir ja mit dem Produkt "Auto", da sie direkt bei uns, durch unsere Nutzung entstehen. Energieverschwendung und Umweltverschmutzung bei der Herstellung können wir dagegen leicht unter den Tisch kehren, denn es ist ja quasi im Preis enthalten und es findet anderswo statt. Im Übrigen werden viele andere Belastungen, die durch das Automobil entstehen, ebenfalls sehr stiefmütterlich behandelt. Erinnert sei zum Beispiel an den enormen Raumbedarf oder die Lärmbelästigung. Eine alleinige Beurteilung nach dem Spritverbrauch ist oberflächlich. Sich ein neues Auto wegen einem halben Liter weniger auf hundert Kilometern anzuschaffen ist höchst verschwenderisch.
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Elektroautos: Typen
Reiner Elektroantrieb
Diese Fahrzeuge haben keinen klassischen Antriebsstrang mehr, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt. Stattdessen sind in den Radnaben Elektromotoren, die Energie kommt aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versogt, wenn der Akku leer ist.

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