Zehn Techniktricks gegen Spritverbrauch Schluss mit durstig

Benzin- und Dieselpreise steigen rasant, E-Mobile schaffen den Durchbruch bislang nicht. Deswegen fahnden Hersteller nach Wegen, um den Verbrauch beim Verbrennungsmotor zu verringern - zehn schlaue Techniken, die Sprit und Geld sparen.

Mazda

"Das Ende der elektrischen Euphorie" - für viele Experten war dies die zentrale Botschaft des Autosalons in Genf. Die Mobilitätsrevolution fällt aus, der Wandel zur Elektromobilität wird noch ein sehr langer Weg. Die Gründe: Batterien sind noch viel zu teuer, für Brennstoffzellen als Stromerzeuger fehlen die Infrastruktur und das Interesse der Kundschaft. Das bedeutet, dass Verbrennungsmotoren noch auf lange Sicht der beherrschende Antrieb für Autos sein werden.

Für Autofahrer sind das schlechte Nachrichten, zumal steigende Spritpreise die tägliche Tour zum teuren Vergnügen machen. Ende vergangener Woche kletterte der Benzinpreis auf Rekordhöhe. Nach Angaben des ADAC erzielte ein Liter Super E10 mit 1,649 Euro im bundesweiten Schnitt einen neuen historischen Wert. Auch Diesel verteuerte sich weiter: Es wurden 1,528 Euro je Liter fällig, so viel wie seit Juli 2008 nicht mehr.

Deshalb werden in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller und Zulieferer viel Geld und Energie in vergleichsweise konventionelle Technologien investiert. Vor allem geht es darum, bei herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen den Verbrauch zu senken. Dabei werden erstaunliche Ergebnisse erzielt.

Hier sind die zehn wichtigsten Technologien, um den Spritdurst von Verbrennungsmotoren zu reduzieren.

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 182 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
jules16v 21.03.2012
1. Ertappt!
Zitat von sysopDaimlerBenzin- und Dieselpreise steigen rasant, E-Mobile schaffen den Durchbruch bislang nicht. Deswegen fahnden Hersteller nach Wegen, um den Verbrauch beim Verbrennungsmotor zu stoppen - zehn schlaue Techniken, die Sprit und Geld sparen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,820385,00.html
Ich finde die Heuchelei der Hersteller bemerkenswert: auf der einen Seite wird basierend auf irgendwelchen Norm-Zyklen der ein-Liter-Cayenne beschworen, auf der anderen ist's dann in der Realität dann ganz anders - aber bitte nur, wenn diese auch dem eigenen Interesse zuspielt.
Markuz 21.03.2012
2. Technik und bunte Displays
verbrauchen in Ihrer Herstellung und Entwicklung auch Energie. Eine Palme als Anreiz, haha ... und nach drei Jahren funktioniert der Schnickschnack nicht mehr oder muß repariert werden. In neuen Autos steckt soviel (auch überflüssige) Technik, die als Sondermüll zu entsorgen ist und das Gewicht des Autos erhöht. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das defekte Teile meist komplet ausgetauscht werden müssen und keine einfache Reparatur mehr möglich ist. Für mich gilt immer noch: Ein Auto verbraucht in der Herstellung solche Rohstoffmengen, dass es bis zum wirklichen Ende gefahren werden sollte. Ob es einen Liter mehr verbraucht oder nicht, ist da unerheblich.
BabelHuber 21.03.2012
3. Ist ja logisch!
Zitat von jules16vIch finde die Heuchelei der Hersteller bemerkenswert: auf der einen Seite wird basierend auf irgendwelchen Norm-Zyklen der ein-Liter-Cayenne beschworen, auf der anderen ist's dann in der Realität dann ganz anders - aber bitte nur, wenn diese auch dem eigenen Interesse zuspielt.
Der Staat MUSS ja irgendein Reglement vorgeben, z.B. wie der Verbrauch gemessen wird oder wie der Seitenaufpralltest aussehen muss. Die Autohersteller versuchen dann, bei gegebenen Reglement das Beste für sich herauszuholen. Das Reglement muss auch nicht staatlicher Natur sein, z.B. hat BMW beim 2012er 535d den CO2-Ausstoß von 163g/km auf 160g/km gesenkt. Das sieht auf den ersten Blick marginal aus, wenn man aber bedenkt, dass viele Firmen inzwischen vorschreiben, dass der CO2-Ausstoß eines Dienstwagens max. 160g/km sein darf, dann versteht man das. Es gilt grundsätzlich: Ein paar wenige Leute geben die Regeln vor. Dann versuchen sehr viele Leute, das Regelwerk bestmöglich für sich zu nutzen. Da normalerweise sehr viele Leute kreativer sind als einige wenige, stehen die Macher der Regeln meist etwas schlechter da. Das ist auch so gut wie überall dasselbe, siehe z.B. neue Regeln im Steuerrecht. Sobald da eine neue Regelung erscheint, versuchen Armeen von Steuerberatern, die wieder auszuhebeln.
Airkraft 21.03.2012
4. Tricks?
Das ist nicht nicht wirklich neu und schon seit langem bekannt. Außerdem will der gemeine Autofahrer eigentlich nicht Sprit, sondern eher Geld sparen - das geht aber ganz anders!!!
franneck 21.03.2012
5. ...
Zitat von Markuzverbrauchen in Ihrer Herstellung und Entwicklung auch Energie. Eine Palme als Anreiz, haha ... und nach drei Jahren funktioniert der Schnickschnack nicht mehr oder muß repariert werden. In neuen Autos steckt soviel (auch überflüssige) Technik, die als Sondermüll zu entsorgen ist und das Gewicht des Autos erhöht. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das defekte Teile meist komplet ausgetauscht werden müssen und keine einfache Reparatur mehr möglich ist. Für mich gilt immer noch: Ein Auto verbraucht in der Herstellung solche Rohstoffmengen, dass es bis zum wirklichen Ende gefahren werden sollte. Ob es einen Liter mehr verbraucht oder nicht, ist da unerheblich.
Da geb ich Ihnen Recht. Die Produktionsbedingungen bei der Automobilherstellung werden viel zu wenig berücksichtigt. Liegt mit Sicherheit daran, dass wir beim Kauf eines Neuwagens davon überhaupt nichts mitbekommen und auch überhaupt keinen Bezug zum Produkt herstellen können. Wenn es um den Spritverbrauch geht, merken wir dies in der Geldbörse. Auch die Abgase verbinden wir ja mit dem Produkt "Auto", da sie direkt bei uns, durch unsere Nutzung entstehen. Energieverschwendung und Umweltverschmutzung bei der Herstellung können wir dagegen leicht unter den Tisch kehren, denn es ist ja quasi im Preis enthalten und es findet anderswo statt. Im Übrigen werden viele andere Belastungen, die durch das Automobil entstehen, ebenfalls sehr stiefmütterlich behandelt. Erinnert sei zum Beispiel an den enormen Raumbedarf oder die Lärmbelästigung. Eine alleinige Beurteilung nach dem Spritverbrauch ist oberflächlich. Sich ein neues Auto wegen einem halben Liter weniger auf hundert Kilometern anzuschaffen ist höchst verschwenderisch.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.