Knöllchen-Studie Strafzettel lassen die Stadtkassen klingeln

Deutsche Städte haben laut einer Schätzung im vergangenen Jahr 450 Millionen Euro durch Strafzettel eingenommen - und das allein für Falschparken oder Tempoverstöße in der 30er-Zone. Der Betrag ist ein Schätzwert, denn viele Kommunen schweigen zu ihren Einnahmen.

Strafzettel für Falschparken: Knöllchen sind für Kommunen eine lukrative Einnahmequelle
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Strafzettel für Falschparken: Knöllchen sind für Kommunen eine lukrative Einnahmequelle


Verkehrssünder sind eine Gefahr auf der Straße - und ein Segen für den Stadtsäckel. Denn laut einer Schätzung des Verbraucherportals preisvergleich.de haben die Kommunen in Deutschland im vergangenen Jahr 450 Millionen Euro durch Knöllchen für Falschparken oder Tempoverstöße in 30er-Zonen kassiert.

Die Zahlen mussten den Angaben zufolge hochgerechnet werden, weil von 116 angefragten Verwaltungen 68 keine Auskunft gegeben hätten. Bei den auskunftsfreudigen Städten ist Ulm die deutsche Knöllchenhochburg. Gemessen an den zugelassenen Kraftfahrzeugen nahm die Stadt pro Auto 65 Euro durch Verwarnungs- und Bußgelder ein. Es folgen Schwerin und Bielefeld mit 63 Euro, vor Köln (61 Euro), Aachen (53 Euro) und Tübingen (52 Euro).

Laut der Untersuchung erhöhten die Kommunen ihre Einnahmen aus den geahndeten Verkehrsvergehen um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Alleine in Chemnitz sei der Knöllchen-Profit um 50 Prozent gestiegen. In Mainz und Nürnberg brachten die Ordnungshüter 40 Prozent mehr Geld in die Kassen als im Jahr 2010, Ingolstadt und Erlangen nahmen 35 Prozent mehr ein.

cst/AFP



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opfergott 11.12.2012
1.
Und wie teuer ist im Gegenzug die Überwachung?
Hasenvogel 11.12.2012
2. Komische Rechnung
Die absoluten Zahlen mögen ja stimmen, aber die Zahl "Bußgeld pro zugelassenes Auto" ist doch Quatsch. Ich vermute mal, einen Großteil verdient man doch mit den Autos, die auf Anwohnerparkplätzen stehen und das sind nun mal meistens Autos aus anderen Städten. Außerdem gibt es ja immer wieder das Gerücht, daß eher nichteinheimische Autos aufgeschrieben werden.
Malshandir 11.12.2012
3. Gefahr oder Abzocke?
Bei solchen Zahlen fällt mir immer Abzocke ein. Schaut man sich viele Städte an, so sind dort Verbote gemacht ohne Sinn und Verstand. Eine 4 oder 6 spurige AUsfallstrasse wird auf 30 für wenige Meter beschränkt, um zu blitzen. Parkverbote in Innenstädten und die Verknappung von Parkraum, um Falschparken zu provozieren. Parkverbote zeitlich begrenzt in Wohngebieten, um morgens fleissig zu kassieren. Verbote und Kontrollen dort wo es Sinn macht und die Sicherheit erhöht aber nicht aus fiskalischen Gesichtspunkten.
Frau Mau 11.12.2012
4. Knöllchenvergabe mit System in HH
Zitat von sysopDPADeutsche Städte haben laut einer Schätzung im vergangenen Jahr 450 Millionen Euro durch Strafzettel eingenommen - und das allein für Falschparken oder Tempoverstöße in der 30er-Zone. Der Betrag ist ein Schätzwert, denn viele Kommunen schweigen zu ihren Einnahmen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/staedte-kassieren-millionen-mit-strafzetteln-a-872244.html
In Hamburg ist inzwischen der gesamte öffentliche Parkraum bei den Außenplätzen im Innenstadtbereich mit zeitbegrenzten Parkverbotsschildern verwanzt worden. Wem diese Schilder nicht auffallen und trotzdem einen Parkschein bei den danebenstehenden Parkscheinautomaten kauft, wird beim Zurückkehren zum Auto feststellen, daß sämtliche Autos in diesen Parkbuchten ein Ticket (für 15 Euro) haben. Dummerweise passt mein VW-Bulli in keines der Parkhäuser, so daß ich inzwischen darauf angewiesen bin, in den Wohngebieten zu parken und dann mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren, sofern ich mal einen Großeinkauf in HH machen will...
dale_gribble 11.12.2012
5.
Zitat von HasenvogelDie absoluten Zahlen mögen ja stimmen, aber die Zahl "Bußgeld pro zugelassenes Auto" ist doch Quatsch. Ich vermute mal, einen Großteil verdient man doch mit den Autos, die auf Anwohnerparkplätzen stehen und das sind nun mal meistens Autos aus anderen Städten. Außerdem gibt es ja immer wieder das Gerücht, daß eher nichteinheimische Autos aufgeschrieben werden.
Was auch extrem nervt ist das die Anwohner-Parkausweise Auto- und nicht Personenbezogen sind.
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