Verkehrssünder sind eine Gefahr auf der Straße - und ein Segen für den Stadtsäckel. Denn laut einer Schätzung des Verbraucherportals preisvergleich.de haben die Kommunen in Deutschland im vergangenen Jahr 450 Millionen Euro durch Knöllchen für Falschparken oder Tempoverstöße in 30er-Zonen kassiert.
Die Zahlen mussten den Angaben zufolge hochgerechnet werden, weil von 116 angefragten Verwaltungen 68 keine Auskunft gegeben hätten. Bei den auskunftsfreudigen Städten ist Ulm die deutsche Knöllchenhochburg. Gemessen an den zugelassenen Kraftfahrzeugen nahm die Stadt pro Auto 65 Euro durch Verwarnungs- und Bußgelder ein. Es folgen Schwerin und Bielefeld mit 63 Euro, vor Köln (61 Euro), Aachen (53 Euro) und Tübingen (52 Euro).
Laut der Untersuchung erhöhten die Kommunen ihre Einnahmen aus den geahndeten Verkehrsvergehen um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Alleine in Chemnitz sei der Knöllchen-Profit um 50 Prozent gestiegen. In Mainz und Nürnberg brachten die Ordnungshüter 40 Prozent mehr Geld in die Kassen als im Jahr 2010, Ingolstadt und Erlangen nahmen 35 Prozent mehr ein.
cst/AFP
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