Stau am Sommerwochenende: Auf den Straßen wird es voll und heiß

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Stau (Archivbild): Nichts geht mehr auf einer Autobahn in Neubrandenburg

Sie planen die Rückreise aus den Ferien an diesem Wochenende? Sie wollen mit der Familie ans Meer? Dann brauchen Sie starke Nerven. In mehreren Ländern enden die Ferien, es wird voll auf den Straßen - und das bei sengender Hitze. Außerdem steigen die Spritpreise. Hier die aktuelle Stauprognose.

Hamburg - Autofahrer, die sich an diesem Wochenende auf die Urlaubsrückreise machen, brauchen viel Geduld und starke Nerven. In einigen Bundesländern enden die Sommerferien - deshalb müssen Reisende auf zahlreichen Strecken mit Staus rechnen. Und weil es das heißeste Wochenende des Jahres werden könnte, sind die Belastungen für den Körper und die Nerven besonders hoch.

Zu den Heimkehrern zählen Autofahrer aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Außerdem enden in Kürze in einigen Teilen der Niederlande und Norwegens die Ferien. Nach Angaben des ADAC dürften deshalb vor allem Routen Richtung Norden betroffen sein. Besser läuft es für Autofahrer, die nach Süden unterwegs sind, dort soll die Lage entspannter bleiben.

Nicht nur die Fülle auf den Straßen dürfte für die Ausflügler zum Problem werden, sondern auch die Temperaturen. Der Wetterdienst Meteo Group Deutschland erwartet am Wochenende Werte von bis zu 36 Grad Celsius. Der Sonntag könnte der bisher heißeste Tag des Jahres werden. Deshalb sollten Autofahrer vor Antritt ihrer Reise auf jeden Fall den Stand des Kühlwassers im Fahrzeug kontrollieren.

Hitzealarm im Auto

Damit die Insassen einen kühlen Kopf bewahren, sollten ausreichend Getränke an Bord sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt grundsätzlich, mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. Am besonders heißen Tage kann sich der Bedarf durchaus verdoppeln. Als Durstlöscher seien nach Angaben der DGE vor allem kalorienfreie Getränke wie Leitungs- und Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und Fruchtsaftschorlen im Mischungsverhältnis 1:3 geeignet.

Sollte es wegen der Hitze zu gesundheitlichen Problemen kommen, ist über die Notrufsäulen an den Autobahnen oder über die Nummer 112 Hilfe zu holen. Typische Symptome sind Unwohlsein, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Kreislaufprobleme. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollten sich Betroffene am besten im Schatten aufhalten.

Ein gutes Nervenkostüm ist jedenfalls gefragt - nicht nur auf der Straße sondern auch an der Zapfsäule. Pünktlich zur großen Rückreisewelle bewegen sich die Spritpreise in Deutschland auf einen neuen Höchststand an. Ein Liter Super E10 kostete nach einem am Freitag vom ADAC veröffentlichten Marktüberblick zuletzt im bundesweiten Durchschnitt 1,667 Euro und damit 4,7 Cent mehr als vor einer Woche. Zum Rekordpreis vom 18. April mit 1,674 Euro fehlt damit weniger als ein Cent. Auch Diesel verteuerte sich deutlich.

Um gar nicht erst in eine unangenehme Situation zu kommen, sollten überflüssige Fahrten vermieden werden. Untenstehende Tabellen zeigen, auf welchen Strecken es besonders eng werden könnte.

Stauprognose
Auf diesen Strecken müssen Sie mit Behinderungen rechnen.
Autobahn Strecke
A1 Puttgarden - Lübeck - Bremen - Dortmund - Köln
A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
A 2 Berlin - Hannover - Dortmund - Oberhausen
A 3 Nürnberg - Würzburg - Frankfurt - Köln - Oberhausen
A 4 Chemnitz - Erfurt - Kirchheimer Dreieck
A 5 Basel - Karlsruhe - Frankfurt - Kassel
A 7 Flensburg - Hamburg
A 7 Füssen/Reutte - Würzburg - Kassel - Hannover - Hamburg
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 München - Nürnberg - Berlin
A 10 Berliner Ring
A 19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock
A 24 Berliner Ring - Dreieck Wittstock/Dosse
A 45 Aschaffenburg - Gießen - Dortmund
A 61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
A 93 Kufstein - Inntaldreieck
A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München
Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
Quelle: ADAC
Spitzenzeiten
Die meisten und längsten Staus erwartet der ADAC am Freitagnachmittag rund um die Ballungszentren, in den Vormittags- und Nachmittagsstunden des Samstags sowie Sonntags auf den Fernreisestrecken.
Strecken mit Baustellen
Autobahn Strecke
A 1 Köln - Dortmund und Osnabrück - Bremen - Hamburg - Lübeck
A 2 Dortmund - Hannover
A 3 Passau - Nürnberg
A 4 Heerlen/Aachen - Köln und Erfurt - Chemnitz - Dresden
A 5 Basel - Karlsruhe - Heidelberg - Darmstadt
A 7 Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg - Kassel - Hannover - Hamburg
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 München - Nürnberg - Halle/Leipzig
A10 /A 11 im Bereich Dreieck Schwanebeck
A 13 Schönefelder Kreuz - Dresden
A 14 Leipzig - Nossen
A 45 Hagen - Gießen
A 61 Ludwigshafen - Koblenz und Hockenheim - Speyer
A 93 Rosenheim - Kiefersfelden
Quelle: ADAC

rom/dapd

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Fehler?
wondering 17.08.2012
Also laut mir vorliegenden Informationen enden dieses Wochenende ausschließlich die Ferien in NRW - in Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen enden die Ferien erst Ende August...
2. Überflüssig
pussinboots 17.08.2012
Zitat von sysopUm gar nicht erst in eine unangenehme Situation zu kommen, sollten überflüssige Fahrten vermieden werden.
Man sollte eigentlich alles vermeiden, was überflüssig ist. Tolle Erkenntnis. Danke.
3. Stau (Archivbild): Nichts geht mehr auf einer Autobahn in Neubrandenburg
alter-sachse 17.08.2012
Auf einer Autobahn in Neubrandenburg ging noch nie etwas. Neubrandenburg ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die einzige Autobahn in der näheren Umgebung ist die A 20 und die ist so frequentiert, dass selbst eine Vollsperrung nicht mal in den Verkehrsnachrichten auftauchen würde.
4. Im Lande Neubrandenburg
grizzly787 17.08.2012
Zitat von alter-sachseAuf einer Autobahn in Neubrandenburg ging noch nie etwas. Neubrandenburg ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die einzige Autobahn in der näheren Umgebung ist die A 20 und die ist so frequentiert, dass selbst eine Vollsperrung nicht mal in den Verkehrsnachrichten auftauchen würde.
Na Sie nun erst! Woher soll man denn in Hamburg wissen, dass Neubrandenburg kein Bundesland ist? Oder gar, dass Neubrandenburg nicht mal in Brandenburg liegt, wenn man es denn als Stadt erkannt hätte? Obwohl es einen so schön passenden Namen trägt. Tssst...
5. Tja, wers braucht...
bluebill 17.08.2012
Mich würde nichts und niemand dazu bringen, am Wochenende vor Ferienende in meiner Freizeit weite Strecken mit dem Auto zu fahren. Da ist der ganze Erholungseffekt eines Urlaubs doch wieder dahin. Aber es herrscht ein geheimnisvoller Kollektivzwang: in den Ferien wird weggefahren, koste es was es wolle, und sei es noch so strapaziös. Man nimmt Bedingungen in Kauf, für die man am Arbeitsplatz den Chef verklagen würde. Nur um ein paar Wochen woanders zu sein.
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Körpertemperatur
Was ist normal?
Der Körper hält seine Kerntemperatur in engen Grenzen zwischen 36,0 Grad Celsius und 37,5 Grad Celsius. Darüber sprechen Mediziner bis 38,0 Grad von erhöhter Temperatur. Alles über 38,0 Grad gilt als Fieber. Oberhalb von 40 Grad droht der Tod. Unterhalb von 33 Grad ist der Körper unterkühlt.
Regulation
Gesteuert wird die Körpertemperatur vom Hypothalamus im Gehirn. Diese Region steuert neben der Temperatur zum Beispiel auch den Blutdruck und den Schlaf. Die Kerntemperatur ändert sich je nach Tageszeit, Schlaf und Wachheit und bei Frauen im Rhythmus des Menstruationszyklus. Wärme produziert der Körper, indem er Energie verbrennt, zum Beispiel in der Muskulatur. Droht er auszukühlen, kann der Körper durch eine verminderte Durchblutung der Haut den Wärmeverlust bremsen.

Überschüssige Wärme gibt der Körper auf verschiedenen Wegen ab. Mittels Konvektion verliert der Körper Wärme an die ihn umströmende Luft. Der Körper strahlt Wärme nach außen ab (Radiation) und verliert schließlich Wärme durch die Verdunstung (Evaporation) von Wasser auf der Haut. Diese letzte Methode ist die effektivste: das Schwitzen. Mehr als zwei Liter Schweiß kann der menschliche Körper stündlich produzieren. Das birgt allerdings auch die Gefahr des Austrocknens und eines unausgeglichenen Elektrolythaushaltes, denn der Schweiß enthält neben Wasser große Mengen an Natrium und Kalium.
Fieber
Mit Fieber reagiert der Körper auf Infektionen oder Entzündungen. Dazu wird im Hypothalamus im Gehirn der Sollwert für die Körperkerntemperatur verstellt. Fieber ist also etwas anderes, als eine Überhitzung des Körpers. Während der überhitzte Körper versucht, die steigende Temperatur zu senken, ist die erhöhte Kerntemperatur beim Fieber gewollt.

Wie genau die Körperkerntemperatur verstellt wird, ist nicht vollständig bekannt. Im Hypothalamus sitzen Nervenzellen, die teilweise auf Wärme beziehungsweise Kälte reagieren. Bei Infektionen und Entzündungen werden im Körper Stoffe freigesetzt, sogenannte Pyrogene, die auf diese Nervenzellen wirken. Spritzt man gesunden Versuchspersonen diese Pyrogene, steigt ihre Körpertemperatur, bis sie Fieber haben. Normalerweise steigt die Temperatur nicht höher an als etwa 41 Grad. Wie der Körper das Fieber bremst, ist weitgehend unklar.
Hitzschlag und Sonnenstich
Beim Sonnenstich wird das Gehirn von der Hitze geschädigt. Die Überhitzung des Kopfes reizt die Hirnhäute, schlimmstenfalls schwillt das Gehirn an. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen, wobei der restliche Körper nicht überhitzt. Gefährdet sind vor allem Kleinkinder und Menschen mit Glatze.

Heizt sich dagegen der gesamte Körper auf, kommt es schlimmstenfalls zum Hitzschlag, bei dem letztendlich auch das Gehirn anschwillt. Vorstufen sind der hitzebedingte Kreislaufzusammenbruch und der durch die Hitze ausgelöste Krampfanfall.


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