Autobahnen Nachtarbeit auf Straßenbaustellen könnte Staus drastisch reduzieren 

Sommerzeit ist Ferienzeit und die Nation der Autofahrer ächzt im Stau. Dabei ließen sich das Chaos auf vielen Autobahnen zumindest teilweise lindern - durch andere Arbeitszeiten auf den Baustellen.

Stau an einer Baustelle auf der A40 (Archiv)
DPA

Stau an einer Baustelle auf der A40 (Archiv)


Einige der Verkehrsprobleme wegen der insgesamt 586 Sommerbaustellen auf deutschen Autobahnen ließen sich offenbar durch andere Arbeitszeiten verringern. Nur auf 40 von ihnen wurde auch in den Nachtstunden gearbeitet, ergab eine Anfrage der Grünen beim Verkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU).

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Nächtliche Bauarbeiten minderten die Bauzeit nach Forschungen der Bundesanstalt für Straßen wesen um durchschnittlich immerhin ein Drittel, räumte das Ministerium ein. Allerdings stünden Nachteinsätzen vielerorts Arbeitsschutz, Lärmschutz und bautechnische Gründe im Wege, zu dem bedeute eine "ausreichende Beleuchtung" auch größeren Aufwand - also höhere Kosten.

Für die Grünenvorsitzende Annalena Baerbock geht diese Rechnung nicht auf: "Die Bau stellen sorgen für Riesenärger für Urlauber und verursachen einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden für Spediteure und Zulieferer." Dort, wo das rechtlich möglich sei, müsse die Bundesregierung "die Arbeiten während der Nacht vorantreiben" und generell mehr Verkehr auf die Schiene verlagern: Das sei umweltfreundlicher und führe zu weniger Reparaturbedarf auf den Straßen.

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