Stiftung Warentest E-Bikes geht schnell der Saft aus

Wer mit einem Elektrofahrrad Vollgas fährt, der sollte lieber keine allzu langen Touren planen: Experten der Stiftung Warentest haben sogenannte Pedelecs geprüft, nach 20 bis 50 Kilometern ist der Akku in der Regel leer.

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Berlin - Tritt der Radler kräftig mit in die Pedale, reicht der Strom immerhin für 40 bis 100 Kilometer. Das berichtet die Stiftung Warentest nach einer Praxiserprobung von sieben Pedelecs. Der Elektromotor unterstützt bei diesen Rädern den Fahrer beim Treten.

Ob die geringe Reichweite für das Gros der Nutzer wirklich ein ernsthaftes Problem ist, darf allerdings bezweifelt werden. Strom für 20 Kilometer dürfte schließlich für die meisten Fahrten zur Arbeit oder dem Supermarkt ausreichen.

Ein größeres Problem dürfte das hohe Gewicht der meisten Pedelecs sein - je nach Modell beträgt es zwischen 24 und 30 Kilogramm. Wer das E-Bike täglich in den Keller hieven muss oder häufig ohne Motorunterstützung fahren will, benötigt dafür deutlich mehr Muskelkraft als bei einem konventionellen Rad.

Positiv fiel den Testern hingegen auf, dass sich bei fast allen Rädern der Akku sehr einfach ein- und ausbauen lässt, um ihn zum Laden zum Beispiel in die Wohnung mitzunehmen. Gute Pedelecs gibt es den Angaben zufolge ab 2000 Euro, alle zwei bis vier Jahre ist ein Ersatzakku für 500 bis 680 Euro fällig.

hil/dpa



insgesamt 68 Beiträge
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rkinfo 24.06.2010
1. Ersatzakku ...
Zitat von sysopWer mit einem Elektrofahrrad Vollgas fährt, der sollte lieber keine allzu langen Touren planen: Experten der Stiftung Warentest haben so genannte Pedelecs geprüft, nach 20 bis 50 Kilometern ist der Akku in der Regel leer. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,702643,00.html
" ... alle zwei bis vier Jahre ist ein Ersatzakku für 500 bis 680 Euro fällig." Und das bei vielleicht 1/2 kWh ... ein E-Auto ist Faktor 30-100 höher bei der kWh anzusetzen.
SBasker 24.06.2010
2. Alternative Pedelec
Zitat von sysopWer mit einem Elektrofahrrad Vollgas fährt, der sollte lieber keine allzu langen Touren planen: Experten der Stiftung Warentest haben so genannte Pedelecs geprüft, nach 20 bis 50 Kilometern ist der Akku in der Regel leer. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,702643,00.html
Bei Pedelecs wird der Elektromotor nur zugeschaltet, wenn der Fahrer auch in die Pedale tritt. So unterstützt das Delite hybrid 500 HS bis 45 km/h. Seine technischen Details wie Bremsenergierückgewinnung, Luftfederung und LED-Lichttechnik kannte man bisher nur aus der automobilen Oberklasse. (Delite hybrid 500 HS - einziges 500 Watt-Pedelec am Markt (http://www.plantor.de/2009/delite-hybrid-500-hs-einziges-500-watt-pedelec-am-markt/))
frank_lloyd_right 24.06.2010
3. Echt jetzt ?
Die Dinger sind ohnehin paradox, Radfahrer leben etwas gefährlich, aber gesünder - weil sie in die Pedale treten. Aber ein Fahrrad ist ein Leichtgewicht, im prinzipiellen Gegensatz zur klassischen Batterie: Klar, daß die Dinger geradezu unterdimensioniert sein *müssen* - three cheers for Stiftung Warentest ! Ich schreibe übrigens heute so viel, weil die gerade meinen Zahnriemen wechseln und ich auf meinen EdelDiesel warte. Ich sollte viel mehr Fahrrad fahren... ohne Batterie.
Susiisttot 24.06.2010
4. Ernsthaft
Was soll dieser ganze E-Hype im Moment? Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass insbesondere die Politiker sich in die erste Reihe stellen, die auch längerer Laufzeiten der AKWs befürworten. Was ist bitte ökologisch sinnvoll an diesen E-Dingern, seien es nun Fahrräder, Motorräder oder gar Autos wenn der Strom direkt aus dem AKW kommt. Von den Ressourcen die zur Herstellungn der Akkus verbraten werden, wollen wir mal gar nicht reden. Und was ist mit dem Restmüll? Nicht alles was auf den ersten Blick grün erscheint, ist es dann auch.
robiflyer 24.06.2010
5. Akku leer
Was da verbaut wird ist zB sowas http://shop.buschflieger.de/shop/product_info.php/info/p1927_A123-LiFePo4-2300-3-3V-mit-Loetfahne.html bei 36 V und rund 9Ah also 40(!) stück. Solche Zellen sind ab 200 Zyklen mitnichten mehr so gut also vielleicht 2/3 Kapazität und vorallem Spannungslage D.h. bestenfalls 30V wenn überhaupt ... hinzu kommt, daß solche Zellen verdriften , dazu benötigt man also einen 40fach Balancerlader -- und sowas wird wohl kaum mitverkauft werden sondern eher ein Simpellader, der wie ein Bleiakkulader agiert ,also auf die Zellenbefindlichkeiten keine Rücksicht nimmt.... Solche Dinge müßten mal "getestet" werden und nicht nur ein zwei Proberitts .... Im Großeinkauf dürfte so ne Zelle bei 3 Euro liegen , ergo sidn diese PedelecAkkus völlig überteuert
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