Plan des Verkehrsministeriums Falschparken wird doppelt so teuer

Das Verkehrsministerium will Falschparkern tiefer ins Portemonnaie greifen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen sich die Verwarnungsgelder künftig verdoppeln. Derzeit sei mancherorts das Falschparken billiger als die Parkgebühr.

Parkplatz im Schnee (in Torfhaus, Niedersachsen): Knöllchen manchmal billiger als Gebühr
DPA

Parkplatz im Schnee (in Torfhaus, Niedersachsen): Knöllchen manchmal billiger als Gebühr


Berlin - Autofahrer sollen für Falschparken künftig bis zu doppelt so viel bezahlen wie bisher. Eine neue Verordnung des Bundesverkehrsministeriums sehe für das Überziehen der Höchstparkdauer um bis zu 30 Minuten künftig ein Verwarnungsgeld von zehn statt fünf Euro vor, schreibt die "Saarbrücker Zeitung". Jede weitere Überschreitung werde ebenfalls um fünf Euro teurer: Bis zu einer Stunde seien dann 15 Euro fällig, bis zu zwei Stunden 20 Euro, bis zu drei Stunden 25. Wer noch länger überziehe, müsse 30 Euro zahlen.

Zur Begründung heißt es, das Verwarnungsgeld stehe oft in keinem Verhältnis mehr zur Parkgebühr. Deshalb verzichteten einige Autofahrer bewusst auf das Zahlen der Parkgebühr und nähmen das geringere Verwarnungsgeld in Kauf nehmen. Außerdem seien die Strafen für Parkzeit-Vergehen seit 1990 nicht mehr angepasst worden, obwohl sich das für die Betroffenen verfügbare Einkommen um etwa 59 Prozent erhöht habe.

ler/dpa

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fatherted98 17.12.2012
1. Wer noch...
...zum shoppen in die Innenstadt fährt ist doch selbst Schuld. Die Einkaufszentren auf dem flachen Land bieten kostenfreie Parkplätze und fast die gleiche Auswahl...vielleicht bis auf die 1 Euro Läden...wie die Innenstädte. Also...einfach die Innenstädte mit den überteuerten Parkhäusern boykottieren...und gut ist....wenn die Stadtväter dann wieder über leere verödete Innenstädte jammern könnte bei der Abzocke ja mal ein Umdenken einsetzen...mit dem ÖPNV zum Shopping ist jedenfalls keine Alternative...schon allein das Tütentragen wird dann zum Weihnachtsfrust.
sunny12 17.12.2012
2. 59 Prozent mehr Gehalt
Seit 1990 aber 100 Prozent mehr Parkgebühr. Ist wie überall... Wobei 100 Prozent noch wenig ist, wenn man bedenkt wie teuer Zigaretten, Benzin, Autos usw. 1990 waren und heute sind...
bowt 17.12.2012
3.
Zitat von sysopDPADas Verkehrsministerium will Falschparkern tiefer ins Portemonnaie greifen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen sich die Bußgelder künftig verdoppeln. Derzeit sei mancherorts das Falschparken billiger als die Parkgebühr. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/strassenverkehr-falschparken-wird-doppelt-so-teuer-a-873268.html
Das ist ja jetzt auch tooootaaaal wichtig. Wir werden es hinnehmen wie so manches was der Staat uns zumutet.
berlin1977 17.12.2012
4. Gebühren zu niedrig!
Eine Erhöhung des Bußgeldes wegen Falschparken ist längst überfällig. Es wird aber nicht reichen. Eine prozentuale Strafe, abhängig vom Einkommen mit einer Mindestbezahlung und noch dichteren Kontrollen sind wesentlich effizienter!
Geographus 17.12.2012
5. ...
Ob man es nun gut findet oder nicht, nachvollziehen kann ich es, denn ich kenne viele die es genau so machen. Zudem wird man ja nicht jedes Mal erwischt und kassiert ein Knöllchen, was es um so attraktiver macht. Was ich mir noch wünschen würde ist, dass das Parken auf Rettungswegen und dergleichen erheblich teuer wird, denn sowas sehe ich noch entschieden zu oft und es ist in meinen Augen ein ganz anderes Kaliber wenn man auf einem Parkplatz illegal parkt oder ob man durch sein unrechtmäßiges Verhalten potentiell Menschenleben gefährdet.
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