Unfallrisiko für Kinder: Große Gefahr in kleiner Stadt

Kinder im Straßenverkehr: Zwei Erstklässler auf dem Weg zur Schule Zur Großansicht
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Kinder im Straßenverkehr: Zwei Erstklässler auf dem Weg zur Schule

Kinder und die Blechkolonnen in Großstädten: Für viele Eltern ist diese Kombination furchteinflößend. Dabei hat der Autoclub VCD in einer Untersuchung festgestellt, dass der Straßenverkehr für Kinder in Städten nicht gefährlicher ist als in kleinen Orten.

Berlin - Großstädte wie Berlin sind für Kinder und Jugendliche in puncto Verkehrssicherheit nicht gefährlicher als kleinere Städte. Das ist das Ergebnis eines großen Städtechecks, den der Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Donnerstag in Berlin vorstellte. "Eher das Gegenteil ist der Fall. Jugendliche sind in Städten mit mehr als 800.000 Einwohnern sogar sicherer unterwegs. Das liegt zum Beispiel daran, dass sie das eigene Moped stehenlassen und stattdessen auf den öffentlichen Verkehr umsteigen", sagte VCD-Verkehrssicherheitsexpertin Anja Hänel.

In der Studie wurden 76 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern auf ihre Verkehrssicherheit für den Nachwuchs hin untersucht - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Die Hälfte der Orte konnte zwischen 2007 und 2011 die Zahl der verunglückten Kinder überdurchschnittlich senken, bei den Jugendlichen gelang das sogar in 43 Städten. In anderen Städten stiegen die Zahlen jedoch. Der Durchschnitt lag bei 3,2 Verunglückten je 1000 Kindern - die Werte der einzelnen Städte rangierten zwischen 2,2 bis 5,2.

Zwei positive Beispiele sind Köln und Hamm, wo der Anteil der verunglückten Kinder überdurchschnittlich deutlich sank. Dies führen die Autoren der Studie auf verschiedene Maßnahmen zurück - vom realitätsnahen Aufklärungskursen mit ungeschönten Unfallbildern für Jugendliche bis zum Radführerschein von der Kita bis zur mittleren Reife.

Im roten Bereich liegt Fürth, wo die Zahl der verunglückten Jugendlichen zwischen 2007 und 2011 um 17,5 Prozent auf 7,4 pro 1000 stieg. Ein Plus an verunglückten Kindern muss auch Hamburg verzeichnen, wobei der Nachwuchs in der Hansestadt generell recht sicher unterwegs sei.

Lasst die Kinder laufen

"Statt die Kinder aus Angst vor Unfällen mit dem Auto zu fahren, macht es Sinn, sich für mehr Verkehrssicherheit in der Kommune zu engagieren", betonte Anja Hänel. Immer mehr Kinder seien es gar nicht mehr gewohnt, Wege in der Stadt alleine zurückzulegen. "1970 gingen noch 91 Prozent der Erstklässler alleine zu Schule, 2000 waren es nur noch 17 Prozent. Selbst 17-Jährige legen noch fast ein Viertel ihrer Wege in Begleitung der Eltern zurück", kritisierte Hänel.

Dabei unterscheiden sich Jungen und Mädchen in ihrem Verkehrsverhalten, stellte der VCD fest. "Während die Jungen verunglücken, weil sie zu risikoreich oder zu schnell fahren, kommt es bei Mädchen vermehrt zu Unfällen, weil sie aus Unsicherheit auf dem Bürgersteig radeln und dann unbedacht auf die Straße auffahren", erläuterte Hänel.

2011 sind die Zahlen verunglückter Kinder und Jugendlicher bundesweit nach jahrzehntelangem Rückgang erstmals wieder gestiegen.

rom/dpa

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insgesamt 35 Beiträge
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1. logisch
hansmaus 14.06.2012
Logisch gehen heute so gut wie keine Kinder mehr selbst zum Kindergarten, wir wurden ja auch wie die letzten Assis angeschaut als wir unsere Tochter allein zum Kindergarten laufen ließen "denken sie doch einmal an das Kind" kein Witz :D "Bei den ganzen Verbrechen heut zu tage" "das mit den Kinderschändern wird ja immer schlimmer" usw. Die Tatsache das es früher (damit meine ich schon immer) Kranke Hirne auf der Welt waren wird mal ausgeblendet und die Kleinen Prinzen und Prinzessinen werden überal hin gefahren....ätzend.
2. Der Artikel ist völlig veraltet
cor 14.06.2012
Das moderne Kind bewegt sich doch heutzutage gar nicht auf der Strasse, sondern wird mit dem 2-Tonnen-Grossstadtpanzer von A nach B gebracht und dort auch wieder abgeholt. Der Artikel ist also völlig veraltet.
3.
return33 14.06.2012
Zitat von hansmaus"Bei den ganzen Verbrechen heut zu tage" "das mit den Kinderschändern wird ja immer schlimmer" usw.
Antwort: "Darum läuft die Kleine ja auch zum Kindergarten und wird nicht von nem netten Verwandten hingebracht!" Die Mär vom Kinderschänder als "fremder Dritter" stirbt nicht aus, obwohl jeder weiss, dass 90% der Täter (und nebenbei auch Täterinnen) aus der Familie kommen ;) Ansonsten schätze ich mich als Kind der frühen 80er glücklich, dass ich noch alleine zur Schule laufen (musste) und sogar schon im zarten Alter von 10 (5. Klasse) alleine mit dem Zug zur Schule kommen (musste).
4. vermeidbarer Mode-Schwachsinn
biberguitar 14.06.2012
Viele schwere Verletzungen bei Kindern und Fußgängern überhaupt könnten sicherlich durch ein generelles Verbot dieser schwachsinnigen Rammschutzbügel-Cowcatcher erreicht werden. Ich sehne mich fast schon nach der Zeit zurück als es chick war, sein Auto tieferzulegen und nen Spoiler anzuschrauben. Heute im Zeitalter von SUV-Freizeitpanzern ist es Mode diese Dinger ranzuschrauben, selbst an Vans und Kleinbusse; sieht halt cool aus. Ich weiß nicht wie ich reagieren würde wenn mein Kind nur wegen eines solchen Schwachsinns schwer verletzt würde, obwohl die eigentliche Knautschzone eine Verletzung verhindert hätte.
5.
Spammer 14.06.2012
Zitat von sysopKinder und die Blechkolonnen in Großstädten: für viele Eltern ist diese Kombination furchteinflößend. Dabei hat der Autoclub VCD hat in einer Untersuchung festgestellt, dass der Straßenverkehr für Kinder in Städten nicht gefährlicher ist als in kleinen Orten.
Der VCD ist kein Autoclub.
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