Streifenwagen Durstiger als die Polizei erlaubt

Kriminell hohe Spritrechnung: Der baden-württembergische Innenminister befürchtet, dass ihn der Benzinverbrauch seiner Polizeifahrzeuge teuer zu stehen kommt. Die Ordnungshüter sollen deshalb vermehrt per Pedes auf Streife gehen.


Stuttgart - "Wir beobachten die Entwicklung mit Sorge", sagt Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) mit Blick auf den stark gestiegenen Benzinpreis. Er sagte der "Schwäbischen Zeitung", allein in diesem Jahr würden bei der Benzinrechnung für gut 5000 Fahrzeuge und 85 Millionen gefahrene Kilometer Mehrkosten von fast zwei Millionen Euro erwartet.

Polizist neben neuen BMW-Streifenwagen (in Thüringen): Lieber mal zu Fuß gehen
AP

Polizist neben neuen BMW-Streifenwagen (in Thüringen): Lieber mal zu Fuß gehen

Um Kosten zu sparen, schickt das Ministerium Polizeibeamte nun auf Spritsparkurse. Zudem gehen sie dem Blatt zufolge vermehrt zu Fuß auf Streife und steigen teilweise aufs Fahrrad um.

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Teure Mobilität: Entwicklung der Spritpreise seit 1970
Die Gewerkschaft der Polizei (GPD) fürchte, dass wegen der hohen Spritkosten wichtige Investitionen aufgeschoben würden und forderte das Land auf, mehr Geld bereitzustellen.

"Es kann nicht sein, dass die Regierung allerlei Projekte anstößt, und die Polizei nicht mehr auf Streife fahren kann", sagte GPD-Landesvorsitzender Josef Schneider.

hil



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