11. Dezember 2012, 12:40 Uhr

Studie zur Verkehrssicherheit

Autofahren ist 55-mal tödlicher als Zugfahren

Die Eisenbahn-Lobby hat in einer Studie die Opferstatistiken von Zug- und Pkw-Unfällen verglichen. Die Ergebnisse sprechen für die Schiene: Wem sein Leben lieb ist, fährt Bahn statt Auto.

Berlin - Der Vergleich ist drastisch: "Der europaweite Straßenverkehr löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus", sagt Horst Metzler, Geschäftsführer des Auto-Club Verkehr (ACV). Allein in Deutschland gab es im vergangenen Jahr mehr als 4000 Verkehrstote. Wie schützt man sich am besten vor dieser Bedrohung? Wenn es nach dem Bündnis Allianz pro Schiene geht, indem man umsteigt - vom Auto in den Zug.

Die Lobby-Vereinigung der Eisenbahn, der unter anderem auch der ACV angehört, hat in Berlin eine Studie vorgestellt, die dieses Argument untermauern soll. Demnach ist das Todesrisiko im Auto 55-mal größer als in der Bahn. Die Allianz pro Schiene beruft sich dabei auf Unfallstatistiken der Jahre 2004 bis 2011. Das Verletzungsrisiko ist laut Studie bei Pkw-Insassen sogar 105-mal höher als bei Zugreisenden. Für die Statistik wurden die Zahlen der Opfer und Verletzten bezogen auf die Menge der zurückgelegten Kilometer ausgewertet.

Europaweit starben demnach mehr als vier Autoinsassen pro einer Milliarde zurückgelegter Kilometer pro Person ("Personenkilometer"). In Deutschland waren es knapp 2,8 Tote auf die gleiche Distanz. Demgegenüber standen europaweit weniger als 0,2 getötete Bahnreisende auf eine Milliarde Kilometer, in Deutschland liegt der Wert bei 0,05.

Das Bündnis Allianz pro Schiene wird von der Bahnbranche finanziert und vereinigt Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Automobilclubs und Gewerkschaften.

cst/AFP/dapd


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