Studie zur Verkehrssicherheit Autofahren ist 55-mal tödlicher als Zugfahren

Die Eisenbahn-Lobby hat in einer Studie die Opferstatistiken von Zug- und Pkw-Unfällen verglichen. Die Ergebnisse sprechen für die Schiene: Wem sein Leben lieb ist, fährt Bahn statt Auto.

Autounfall in NRW: "Der europaweite Straßenverkehr löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus"
dapd

Autounfall in NRW: "Der europaweite Straßenverkehr löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus"


Berlin - Der Vergleich ist drastisch: "Der europaweite Straßenverkehr löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus", sagt Horst Metzler, Geschäftsführer des Auto-Club Verkehr (ACV). Allein in Deutschland gab es im vergangenen Jahr mehr als 4000 Verkehrstote. Wie schützt man sich am besten vor dieser Bedrohung? Wenn es nach dem Bündnis Allianz pro Schiene geht, indem man umsteigt - vom Auto in den Zug.

Die Lobby-Vereinigung der Eisenbahn, der unter anderem auch der ACV angehört, hat in Berlin eine Studie vorgestellt, die dieses Argument untermauern soll. Demnach ist das Todesrisiko im Auto 55-mal größer als in der Bahn. Die Allianz pro Schiene beruft sich dabei auf Unfallstatistiken der Jahre 2004 bis 2011. Das Verletzungsrisiko ist laut Studie bei Pkw-Insassen sogar 105-mal höher als bei Zugreisenden. Für die Statistik wurden die Zahlen der Opfer und Verletzten bezogen auf die Menge der zurückgelegten Kilometer ausgewertet.

Europaweit starben demnach mehr als vier Autoinsassen pro einer Milliarde zurückgelegter Kilometer pro Person ("Personenkilometer"). In Deutschland waren es knapp 2,8 Tote auf die gleiche Distanz. Demgegenüber standen europaweit weniger als 0,2 getötete Bahnreisende auf eine Milliarde Kilometer, in Deutschland liegt der Wert bei 0,05.

Das Bündnis Allianz pro Schiene wird von der Bahnbranche finanziert und vereinigt Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Automobilclubs und Gewerkschaften.

cst/AFP/dapd



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üffel 11.12.2012
1. optional
Es sterben also 4 Personen pro einer Milliarde Kilometer PRO PERSON? Wie kann können denn pro Person 4 Personen sterben? Hat darüber schon mal jemand nachgedacht? Es sollte doch eher eine Sterbenswahrscheinlichkeit pro Person und zurückgelegter Strecke angegeben werden.
EchoRomeo 11.12.2012
2. Übrigens ist das Sterberisiko von Flugreisen
pro Million Kilometer noch weit geringer, das von "Gehen" aber höher als bei Auto.
criticalsitizen 11.12.2012
3. Interessant, 4 Tote pr Milliarde Personen-Kilometer in ganz Europa, 2,8 davon in DE??
Das bestätuigt, dass Deutsche eine besondere Gefahr im Straßenvekehr darstellen und das statistisch belegt, nicht nur gefühlt, wie z.B. Sonntag morgen um 2 Uhr (es schneite heftig und es bestand noch kein Winterdienst) im Schneegestöber. Dort konnte ein Deutscher so "gut" mit seinem Auto fahren (ein bayerisches Modell) , dass er mit ca. 200 km/h bei Sichtweite von ca, 80 m durch den Schnee die A7 entlangschlitterte.
flo4win 11.12.2012
4. optional
@üffel ich geh mal davon aus, dass damit gemeint ist das eine Fahrt von 100 Kilometern in einem Auto in dem zwei Personen sitzen als 200 Kilometer gewertet wird. nur 55 mal größer, zählen bei der Statistik auch Leute die sich vor einen Zug werfen, ansonsten hätte ich gedacht das die Gefahr für Autofahrer deutlich höher ist (bzw für Zugfahrer geringer)
romanfi 11.12.2012
5. Mathematik
(4/10^9)/1 = 4/10^9 Da Personen rein mathematisch oder physikalisch keine EInheit haben (in Rechnungen steht da eben Stck.) kannst du beliebig oft durch eine Persion teilen, da aendert sich an der Formel erst mal gar nichts. Die Originalaussage ist eben 4 Tote pro x Personenkilometer, und Persionenkilometer oder Kilometer sind dasselbe. Das waren eben BWLer die das gerechnet haben und keine Physiker. ;)
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