Takata-Airbags Honda ruft mehr als 1,4 Millionen Autos zurück

Kein Ende in Sicht: Erneut hat ein japanischer Autohersteller wegen mangelhafter Takata-Airbags zwei Modelle in die Werkstätten geschickt.

Takata-Werk in Michigan, USA: Erneute Rückrufaktion
DPA

Takata-Werk in Michigan, USA: Erneute Rückrufaktion


Die Takata-Krise geht weiter: Honda ruft in den USA erneut 1,39 Millionen Fahrzeuge wegen Airbag-Problemen zurück. Betroffen seien die Modelle Accord und Civic, deren Beifahrerairbags möglicherweise defekt seien, teilte der drittgrößte japanische Autohersteller mit. Die Fahrzeuge seien bereits zuvor wegen der Luftkissen für den Fahrer in die Werkstätten beordert worden.

Honda ist mit am stärksten vom Skandal um defekte Airbags des Zulieferers Takata betroffen. Das Problem kann dazu führen, dass die Luftkissen, die eigentlich für mehr Sicherheit im Fahrzeug sorgen sollen, unkontrolliert explodieren und dabei Metallteile herumschleudern. Weltweit werden insgesamt mindestens sechs Todesfälle und 105 Verletzte mit den defekten Airbags in Verbindung gebracht. In den USA hat Takata - auf Drängen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA - deswegen den Rekord-Rückruf von insgesamt rund 34 Millionen Autos veranlasst.

Branchenweit betrifft der Defekt mehr als 53 Millionen Fahrzeuge. Erst kürzlich hatte Mazda erneut 1,66 Millionen Autos mit Takata-Airbags in die Werkstätten beordert. Es handle sich um Fahrzeuge aus den Jahren 2003 bis 2008

Bereits vor zwei Jahren wurden die ersten Modelle in den Werkstätten auf Mängel untersucht; betroffen sind Fahrzeuge von zahlreichen Herstellern, darunter vor allem der japanische Hersteller Honda. Aber auch Fiat, Chrysler, General Motors, Ford, Mitsubishi, Nissan, Subaru und Toyota mussten Autos in die Werkstätten rufen. Von den deutschen Herstellern ist bislang nur BMW betroffen. Fahrzeughalter in Deutschland werden vom Kraftfahrtbundesamt angeschrieben.

joe/Reuters

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