Defekte Takata-Airbags Toyota weitet Rückruf aus

Ein weiterer Millionenrückruf im Zusammenhang mit Takata: Auch Toyota lässt erneut Wagen wegen gefährlicher Airbags in den Werkstätten überprüfen.

Toyota in den USA: Erneut werden Autos wegen Takata-Airbags zurückgerufen
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Toyota in den USA: Erneut werden Autos wegen Takata-Airbags zurückgerufen


Erst Honda, nun Toyota: Der weltgrößte Autobauer ruft in den USA weitere etwa 1,37 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Auch hier geht es um möglicherweise mangelhafte Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Damit steige die Zahl der deshalb zurückgerufenen Wagen von Toyota und Lexus in den Vereinigten Staaten auf ungefähr 2,92 Millionen, so Toyota. Waren bislang bei den betroffenen Fahrzeugen nur die Fahrerairbags im Fokus, will Toyota jetzt auch die Airbags auf der Beifahrerseite austauschen - genau wie es Honda kürzlich mitgeteilt hatte. Damit kommen die beiden Autobauer einer Forderung der US-Verkehrsaufsicht NHTSA nach.

Die Airbags des japanischen Zulieferers sind ein Dauerproblem der Autobranche: Die Luftkissen, die eigentlich für mehr Sicherheit im Fahrzeug sorgen sollen, können unkontrolliert explodieren und dabei Metallteile herumschleudern. Weltweit werden insgesamt mindestens sechs Todesfälle und 105 Verletzte mit den defekten Airbags in Verbindung gebracht.

In den USA hat Takata - auf Drängen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA - deswegen einen Rekord-Rückruf von insgesamt rund 34 Millionen Autos veranlasst. Branchenweit betrifft der Defekt mehr als 53 Millionen Fahrzeuge.

Bereits vor zwei Jahren wurden die ersten Modelle in den Werkstätten auf Mängel untersucht; betroffen sind Fahrzeuge von zahlreichen Herstellern, darunter vor allem der japanische Hersteller Honda. Aber auch Fiat, Chrysler, General Motors, Ford, Mitsubishi, Nissan, Subaru und Toyota mussten Autos in die Werkstätten rufen. Von den deutschen Herstellern ist bislang nur BMW betroffen. Fahrzeughalter in Deutschland werden vom Kraftfahrtbundesamt angeschrieben.

joe/dpa

insgesamt 6 Beiträge
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frenchdiabolo 17.06.2015
1. Gleichteile
Segen und Fluch zugleich. Toll war der Einkaufspreis wegen der hohen Order - Fluch, da die Dinger in extrem viele Karren eingebaut wurden. Ein halbwegs gescheiter Aktionär streut sein Risiko auch. Managementfehler.
hoschi_01 17.06.2015
2. deutsche Hersteller
"...Von den deutschen Herstellern ist bislang nur BMW betroffen..." Sollte es nicht eher heißen "von den deutschen Herstellern konnte sich bislang nur BMW zu einem Rückruf durchringen"? Takata-Airbags mit den betroffenen Gas-Generatoren wurden seinerzeit wohl nicht nur bei BMW verbaut. Möglicherweise wurde bei dem anderen OEM das Risiko niedriger eingeschätzt, weil man nicht so viele Autos in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit verkauft hat...
frenchdiabolo 17.06.2015
3. Deutsch
Was ist denn bei den betroffenen BMW deutsch? Die meisten betroffenen Autos dürften in den USA produziert worden sein. Also sind es Amis. Bei Opel und Ford tut man ja auch so, als seien es deutsche Hersteller, nur weil hier ein paar Werke stehen. Die Konzerne sitzen aber in den USA. Eine Linie bitte!
gersco 18.06.2015
4. @ frenchdiabolo # 3. Falsch! Die meisten betroffenen...
...Autos sind nicht in den USA produziert worden, da es sich in der Mehrheit um BMW 3er der E46 Baureihe und einige 5er der E39 Baureihe handelt. Als Drittes sind noch ein paar wenige X5 der E53 Baureihe betroffen, die und nur die sind in South Carolina produziert worden. Die ersten beiden Baureihen sind sowieso keine Amis wie Sie das ausdrücken, lediglich die X5 und selbst die gelten trotz des Produktionsstandortes nicht als solche. Das gleiche gilt auch für Ford und Opel, Ford USA und General Motors als Konzernmütter sind Amerikaner, Ford Deutschland oder Opel Deutschland sind in den Ländern registrierte eigene Produktionsstandorte. Das geht dann weiter mit Vauxhall GB oder Ford GB etc. Rolls-Royce ist ja auch keine deutsche Marke, nur weil BMW die Mutter ist.
go-west 19.06.2015
5. Verdienen
die eigentlich noch Geld??
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