Umherfliegende Metallteile Volkswagen untersucht Zwischenfall mit Airbag

Ein möglicher Defekt beschäftigt in den USA die Verkehrsaufsicht und den Hersteller VW: Beim Auslösen eines Airbags in einem Tiguan sind Metallteile durch das Auto geschleudert worden. Das Zubehör stammte von Takata.

Schriftzug des Airbag-Herstellers Takata: "Bislang ist nur der eine Fall bekannt"
AFP

Schriftzug des Airbag-Herstellers Takata: "Bislang ist nur der eine Fall bekannt"


Der Autokonzern Volkswagen ist bislang von Problemen mit Takata-Airbags verschont geblieben - jetzt untersuchen aber auch die Wolfsburger einen Zwischenfall mit Zubehör des japanischen Herstellers. In den USA habe bei einem Tiguan ein Seitenairbag ausgelöst und dabei seien Metallteile durch das Fahrzeug geschleudert worden, sagte ein VW-Sprecher am Dienstag auf Anfrage.

Es sei niemand verletzt worden. Der Hersteller untersuche derzeit gemeinsam mit der US-Verkehrsaufsicht, ob das Problem auch in anderen Autos auftreten könne. "Bislang ist nur der eine Fall bekannt", sagte der Sprecher.

Volkswagen hatte zuletzt immer wieder betont, nicht von möglichen Fehlfunktionen bei Takata-Airbags betroffen zu sein. "Mit Frontairbags haben wir keine Probleme", bekräftigte der Sprecher.

Zahlreiche andere Autohersteller hatten überwiegend in den USA Millionen Fahrzeuge zurückrufen müssen, weil Airbags unvermittelt auslösen können. Dabei kann es zu einer gefährlichen Explosion kommen, bei der Teile der Metallverkleidung durch den Innenraum des Autos geschleudert werden. Bei solchen Zwischenfällen waren bereits Menschen gestorben oder verletzt worden.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Textes hieß es, der möglicherweise defekte Airbag sei in einem VW Passat verbaut gewesen. Es handelt sich jedoch um einen VW Tiguan. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

cst/dpa

insgesamt 14 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Spontium 18.08.2015
1. Keine Probleme mit Frontairbags?
Und warum wurde VW von der US-Verkehrsaufsicht gerade GEZWUNGEN, 420.000 Fahrzeuge wegen einer fehlerhaften Verkabelung des Frontairbags zurückzurufen? http://www.leftlanenews.com/vw-recalls-420k-vehicles-to-fix-airbag-wiring-89379.html
wakaba 18.08.2015
2.
Zitat von SpontiumUnd warum wurde VW von der US-Verkehrsaufsicht gerade GEZWUNGEN, 420.000 Fahrzeuge wegen einer fehlerhaften Verkabelung des Frontairbags zurückzurufen? http://www.leftlanenews.com/vw-recalls-420k-vehicles-to-fix-airbag-wiring-89379.html
Weil der Spiegel zum Propaganda- und Desinformationskomplex der deutschen Wirtschaftspolitik gehört? Warum werden die Millionen VAG in D nicht zurückgerufen?
chico 76 18.08.2015
3. Was soll das?
Takata? Der Autohersteller haftet für die Qualität seiner Unterlieferanten.
frankfranic 18.08.2015
4. Übertriebene Qualität
Mich würde es wundern, wenn VW von den Airbagproblemen nicht betroffen wäre. Gelängte/gerissene Steuerketten oder erhöhter Ölverbrauch aufgrund zu großer Toleranzen bei den Kolbenringen/Kolben erwecken den Eindruck, dass VW seine Lieferanten eher mäßig bezahlt. Warum sollte es bei Takata anders sein?
ralphofffm1 18.08.2015
5.
Ja, hätte die deutsche Automobilindustrie mal verhindert das die Petri AG in Aschaffenburg an TAKATA geht, dann wären die Zahl der Rückrufe nicht ganz so gross. Man hätte zwei Hersteller gehabt von denen man Teile beziehen kann.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.