Fahrzeugbrände Tesla rüstet Model S mit zusätzlichem Schutz aus

Im vergangenen Jahr fingen im Abstand von wenigen Tagen drei E-Mobile von Tesla Feuer. Der US-Hersteller bestritt Konstruktionsfehler. Jetzt reagiert er trotzdem: In das Model S wird ein zusätzlicher Schutz eingebaut. Von einem Rückruf kann laut Tesla-Chef Elon Musk nicht die Rede sein.

Tesla Model S: Dreifacher Schutz im Unterboden
Tesla Motors

Tesla Model S: Dreifacher Schutz im Unterboden


Detroit - Im vergangen Oktober geriet der erfolgsverwöhnte Elektroautobauer Tesla plötzlich in die Schlagzeilen: Drei Limousinen des Typ Model S waren binnen kurzer Zeit nach Unfällen in Brand geraten. Obwohl die Brände nicht auf Konstruktionsfehler zurückzuführen waren und niemand bei den Crashs schwer verletzt wurde, litt das Image des Unternehmens - und damit auch der Börsenkurs. Tesla-Chef Elon Musk beharrte auf der Sicherheit seiner Produkte und schloss einen Rückruf "definitiv" aus.

Jetzt folgte trotzdem eine Reaktion auf die Brände: Ab sofort wird das Model S mit zusätzlichen Schutzvorkehrungen ausgestattet. Besitzer von älteren Modellen können ihre Autos kostenlos nachrüsten lassen. Das gab Musk am Freitag in einem Blogeintrag bekannt.

Er wolle seine Kunden vollständig beruhigen, schrieb Musk in seinem Blog - und wies darauf hin, dass es sich bei der Aktion nicht um einen Rückruf handle. Kurz darauf gab die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bekannt, die Untersuchungen gegen Tesla im Zusammenhang mit den Fahrzeugbränden eingestellt zu haben.

Dreifacher Schutz aus Aluminium und Titan

Bei der zusätzlichen Sicherheitsvorkehrung handelt es sich laut Musk um eine dreifache Verstärkung des Fahrzeugunterbodens. Zwei Aluminiumteile und eine Titanplatte sollen die Batterie vor Schäden schützen. Bei den Bränden im vergangenen Jahr waren die Fahrzeuge zuvor mit Metallteilen kollidiert, die durch die massive Schutzabdeckung des Fahrzeugs in die Batterien eindrangen. Solche Gefahren sollen durch die nun getroffenen Maßnahmen ausgeschlossen werden, sagte Musk.

Der Tesla-Gründer pochte in der Debatte, die die brennenden Model S auslösten, auf den angeblich hohen Sicherheitsstandard seiner Autos: "Es gibt keinen Zweifel, dass es sicherer ist, ein Fahrzeug mit einer Batterie zu betreiben, als mit einem konventionellen Benzinmotor."

In einem SPIEGEL-Artikel wurde jedoch darauf hingewiesen, dass Tesla im Vergleich zu den meisten anderen Herstellern eine Batteriekathode aus einem Nickel-Cobalt-Aluminium-Mix (NCA) verwendet. Diese erlaubt zwar eine hohe Energiedichte, reagiert laut Experten aber auch sehr empfindlich auf Beschädigungen oder Materialfehler.

Laut Musk sinkt die Reichweite des Model S durch die zusätzlichen Bauteile um "0,1 Prozent", beim Handling und den Fahreigenschaften gebe es keinen Unterschied.

cst/AP

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insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
ambulans 28.03.2014
1. tesla
ist nichts anderes als ein maßlos überschätzter hype für anleger, die nicht wissen, wohin mit ihrem geld. wer kauft denn schon einen - zugegebenermaßen schnell fahrenden - "elektrischen stuhl" (auf vier rädern) zu diesem sechsstelligen preis?
vipix 28.03.2014
2. nur mal so
Zitat von ambulansist nichts anderes als ein maßlos überschätzter hype für anleger, die nicht wissen, wohin mit ihrem geld. wer kauft denn schon einen - zugegebenermaßen schnell fahrenden - "elektrischen stuhl" (auf vier rädern) zu diesem sechsstelligen preis?
das ist das einzige E-Auto der Oberklasse mit einer guten Reichweite. In Europa wird sowas niemand bauen denn das wuerde die konventionelle Oberklasse kanibalisieren. Man koente dann all Mitglieder der Regierung zwingen, wer taeglich weniger als 250 km faehrt damit zu fahern um zu zeigen, es geht
hansglück 28.03.2014
3.
Zitat von ambulansist nichts anderes als ein maßlos überschätzter hype für anleger, die nicht wissen, wohin mit ihrem geld. wer kauft denn schon einen - zugegebenermaßen schnell fahrenden - "elektrischen stuhl" (auf vier rädern) zu diesem sechsstelligen preis?
ach eigentlich niemand, gerade mal 25.000 Menschen in knapp über einem Jahr. Nicht der Rede Wert, fahren Sie weiterhin Ihren alten Benziner.
Duron 28.03.2014
4. Konsequent von Musk
Zitat von ambulansist nichts anderes als ein maßlos überschätzter hype für anleger, die nicht wissen, wohin mit ihrem geld. wer kauft denn schon einen - zugegebenermaßen schnell fahrenden - "elektrischen stuhl" (auf vier rädern) zu diesem sechsstelligen preis?
Der Wagen hat bislang gute 30.000 Käufer gefunden und die Produktionskapazitäten reichen derzeit noch nicht aus um die Nachfrage zeitnah zu decken. Und schnell ist relativ denn bei max. 210 ist Schluß. Das ist also weder ein Auto für "Heizer" noch für Spinner sondern vielmehr das erste wirklich alltagstaugliche E-Mobil der gehobenen Klasse. Und Interessenten für Autos dieser Größenordnung finden sich weltweit millionenfach, gerade deutsche Automobilhersteller setzen von dieser Klasse im Ausland richtig gut ab. Aber diese richtungsweisende Technologie haben sie absichtlich links liegen gelassen und bringen nur spärlich imho erbärmliche Klein- oder Kleinstwagen (ebenfalls für verhältnismäßig richtig viel Schotter!) auf den Markt. Reine PR-Gags!
astadt 28.03.2014
5. 0,1%
Wenn die Bauteile 0,1% der Reichweite "schlucken" muessen die Teile recht massiv sein und das bisherige Sicherheitsproblem auch!
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