"Consumer Reports" US-Magazin empfiehlt Teslas Model 3 nun doch zum Kauf 

Wegen erheblicher Mängel hatte "Consumer Reports" vom Kauf von Teslas Hoffnungsträger Model 3 abgeraten. Erst schmollte der Autobauer, dann wurde nachgebessert - schließlich änderte das Magazin seine Meinung.

Tesla Model 3s
AP

Tesla Model 3s


Gute Nachrichten für Tesla: Das einflussreiche US-Verbrauchermagazin "Consumer Reports" empfiehlt das neue Model 3 nun doch zum Kauf. Ein Software-Update habe dafür gesorgt, dass der Bremsweg deutlich verkürzt wurde, deshalb sei die Bewertung verändert worden, teilten die Tester mit.

Vor rund einer Woche erst hatte das Magazin verkündet, wegen zu schwacher Bremsleistung und anderen Mängeln keine Kaufempfehlung für Teslas Hoffnungsträger abgeben zu können. Tesla hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen und den Bremsweg eigenen Tests zufolge als kürzer beschrieben.

Trotz der Zurückweisung besserte Tesla an den Schwachstellen offenbar nach. Zumindest begründet "Consumer Reports" die Revidierung der Entscheidung mit Ausbesserungen von Teslas Seite. Tesla-Chef Elon Musk bedankte sich bei Twitter für das "kritische Feedback" und versprach weitere Verbesserungen - als hätte es den Widerstand gegen die erste Einschätzung des Magazins nicht gegeben.

An der Börse kam die Empfehlung des Magazins gut an - Teslas Aktien legten spürbar zu und notierten zuletzt mit 2,5 Prozent im Plus. Das Model 3 ist das erste günstigere Auto von Tesla, mit dem der kalifornische E-Autopionier von der Luxusnische in den Massenmarkt kommen will. Der Anlauf der Serienfertigung verlief bislang aber holprig, Tesla liegt weit hinter den ursprünglichen Zielen zurück.

ans/dpa



insgesamt 71 Beiträge
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dreg2 31.05.2018
1. software updates helfen immer
wahrscheinlich gibt es für den Fahrkomfort und das Rollgeräusch nächste Woche dann auch ein SW update
tomdabassman 31.05.2018
2. Das Bremssystem an E-Autos
unterscheidet sich prinzipiell von dem eines Verbrenners. Zuerst greift, vor Allem bei alltagstypischen, schwächeren Bremsungen das rekuperative System, indem der Antrieb die Batterien rückwärts wieder auflädt. Da dessen Wirkung begrenzt ist, wird erst bei höheren Anforderungen die klassische Scheibenbremse hydraulisch zugeschaltet. Die Software war da wohl zu sehr auf den Rückgewinnungseffekt programmiert. Die Verbesserung per Remote-Update ist also durchaus möglich und glaubhaft.
nici_d 31.05.2018
3. Per Softwareupdate bessere Bremsen
Per Softwareupdate gibt es bessere Bremsen, kürzlich hatte Tesla per Softwareupdate den vor dem Hurrican fliehenden Teslafahrern mehr Batteriekapazität gestellt, gibt's dann auch bald Winterreifen per Softwareupdate? Unliebsamen und unbequemen Menschen kann es dann aber auch umgekehrt gehen: schlechte Bremsen, Selbstmordautopilot, geringe Geschwindigkeit ... und mit der richtigen Rolle im Berechtigungsmanagement können diese Spuren auch gleich beseitigt werden. Keine Lust auf solche Autos.
hegri 31.05.2018
4. Ganz hervorragend
Und wie lang ist der Bremsweg denn nun? Dass allein mit einem Softwareupdate alles erledigt sein soll mag man kaum glauben. Das hätte Tesla doch schon früher haben können. Die Bremswege aktueller Fahrzeuge sind ja bekannt und daran hätte Tesla sich orientieren können.
RalfHenrichs 31.05.2018
5. Wie lange ist der Bremsweg denn nun?
Zuerst hieß es der Bremsweg sei 46 Meter lang. Wenn der Bremsweg jetzt z.B. auf 40 Meter reduziert worden ist, wäre das ja immer noch schlecht und nicht empfehlenswert, obwohl dies ja eine deutliche Verbesserung wäre. Daher wäre es schon interessant zu wissen, wie lang der Bremsweg jetzt sein soll.
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