Tweet von Elon Musk Tesla verschiebt Präsentation von Elektro-Lkw

Tesla-Chef Elon Musk kündigte vor Langem den Bau eines Elektro-Lkw an - jetzt hat er die Vorstellung des Trucks kurzfristig verschoben. Daimler feierte dagegen die Markteinführung eines Stromlasters.

Elon Musk
AP

Elon Musk


Elon Musk schürte am Donnerstag die Erwartungen an den ersten Truck von Tesla - und musste die Fans seiner Marke gleichzeitig vertrösten. Ein "Biest" sei der Elektro-Sattelschlepper, "unwirklich". Aber statt wie geplant schon im September werde die Präsentation auf den 26. Oktober verschoben.

Musk hatte im Juli 2016 bei der Vorlage eines "Masterplans" erklärt, ein "Tesla Semi" - vom Englischen "semi truck" für "Sattelzug" - würde mehr Sicherheit bei geringeren Transportkosten bieten. Zudem kündigte er damals auch einen Bus für den öffentlichen Nahverkehr an. Bislang setzt Tesla auf die Sportlimousine Model S und das größere Model X. Vor kurzem startete außerdem die Produktion des Kompaktautos Model 3, das die defizitäre Marke in die Gewinnzone fahren soll. Zudem will Musk nach früheren Angaben in eineinhalb bis zwei Jahren einen Pick-up präsentieren.

Zumindest was den Elektro-Laster angeht, ist der deutsche Hersteller Daimler schon weiter als Tesla: Die Tochter Daimler Trucks feierte in New York jetzt die Markteinführung des vollelektrischen Leicht-Lkw Fuso Ecanter. Das Logistikunternehmen UPS erhielt den Lkw als erster Kunde.

Fuso Ecanter
Daimler AG

Fuso Ecanter

Der Fuso Ecanter ist laut Daimler der weltweit erste vollelektrische Leicht-Lkw aus Serienproduktion. Noch in diesem Jahr werde er an Kunden in den USA, Japan und Europa ausgeliefert. Die Daimler-Tochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation werde in den nächsten Jahren 500 dieser Lkw ausliefern; ab 2019 sei die Großserienproduktion geplant.

Der Fuso Ecanter hat je nach Aufbau und Einsatzart eine Reichweite von rund hundert Kilometern und eine Nutzlast von bis zu dreieinhalb Tonnen, wie Daimler weiter mitteilte. Fuso habe 2010 einen ersten Prototypen des elektrischen Canter präsentiert, das Vorserienfahrzeug für Testzwecke wird seit 2014 produziert. Erprobt wurde es in Deutschland und Portugal. Gefertigt wird der Fuso Ecanter für den europäischen und den US-Markt im portugiesischen Tramagal.

Tesla dagegen beginnt erst mit den Tests des E-Lkw: Sie sollen ebenfalls am 26. Oktober beginnen, wie Firmenchef Musk mitteilte. Einzelheiten zu dem Sattelschlepper veröffentlichte Tesla zunächst nicht.

Pionier für Elektrolaster in Deutschland ist die Deutsche Post: Deren sogenannter Street Scooter ist schon seit längerem auf den Straßen unterwegs. Zuvor hatte sich das Unternehmen vergebens bemüht, mit traditionellen Autokonzernen gemeinsam einen Elektrotransporter für den Einsatz in Innenstädten zu entwickeln und daraufhin das Gefährt in Eigenregie entwickelt.

cst/dpa/Reuters

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Bueckstueck 14.09.2017
1. Kleinlaster /= Sattelschlepper
Das was Daimler hat ist ja nicht das was Tesla vorstellen will. Wird aber auf jeden Fall schwierig den Spagat aus ausreichend Nutzlast und Reichweite zu vollbringen, gerade in den USA wo Sattelschlepper doch etwas weiter fahren sollen. Sicher, Platz für Akkus ist ausreichend da, aber das reduziert dann wieder die Nutzlast. Bin gespannt wann bei solchen Nutzfahrzeugen der Groschen für die Brennstoffzelle fällt.
ans-peter-paul 14.09.2017
2.
Zitat von BueckstueckDas was Daimler hat ist ja nicht das was Tesla vorstellen will. Wird aber auf jeden Fall schwierig den Spagat aus ausreichend Nutzlast und Reichweite zu vollbringen, gerade in den USA wo Sattelschlepper doch etwas weiter fahren sollen. Sicher, Platz für Akkus ist ausreichend da, aber das reduziert dann wieder die Nutzlast. Bin gespannt wann bei solchen Nutzfahrzeugen der Groschen für die Brennstoffzelle fällt.
Was Daimler da macht ist etwas real anzubieten, was Tesla da macht ist was Tesla immer macht..... Labern und nicht liefern können. Musk sollte sich in Behandlung begeben, diese Wahrnehmungsstörungen sind schon erschreckend. Und btw, dass erste offiziell auf US Straßen zugelassene autonom fahrende Auto stammt von Daimler. Ist auch gut so, die Tesla Freaks fahren halt lieber unter LKW mit ihren überteuerten "I-Phones mit Rädern" ;) Die Wasserstoffzelle wird NIE in PKW/LKW zum Einsatz kommen, es hört sich toll an für Leute die als Hauptfächer Tanzen und Klatschen in der Schule hatten, für Menschen mit techn./physikalischer Ausbildung ist dies hingegen klar.
mkalus 14.09.2017
3.
Zitat von ans-peter-paulWas Daimler da macht ist etwas real anzubieten, was Tesla da macht ist was Tesla immer macht..... Labern und nicht liefern können. Musk sollte sich in Behandlung begeben, diese Wahrnehmungsstörungen sind schon erschreckend. Und btw, dass erste offiziell auf US Straßen zugelassene autonom fahrende Auto stammt von Daimler. Ist auch gut so, die Tesla Freaks fahren halt lieber unter LKW mit ihren überteuerten "I-Phones mit Rädern" ;) Die Wasserstoffzelle wird NIE in PKW/LKW zum Einsatz kommen, es hört sich toll an für Leute die als Hauptfächer Tanzen und Klatschen in der Schule hatten, für Menschen mit techn./physikalischer Ausbildung ist dies hingegen klar.
PKW vermutlich nicht, beim LKW koennte ich das aber durchaus sehen, ebenso bei Bussen denn die können in einem Depot betankt werden. Bzgl. Musk und Tesla: Er ist ein Träumer, und ich glaube kaum das er am Ende mit Tesla wirklich gewinn machen wird. Entweder gehen die am Ende pleite oder werden aufgekauft. Aber trotz allem, Musk hat zumindest den Autobauern und Politikern in den Hintern getreten und das angeschoben, das ist schon gut.
Sixpack, Joe 14.09.2017
4. Haben Sie ein Problem mit Tesla?
Zitat von ans-peter-paulWas Daimler da macht ist etwas real anzubieten, was Tesla da macht ist was Tesla immer macht..... Labern und nicht liefern können. Musk sollte sich in Behandlung begeben, diese Wahrnehmungsstörungen sind schon erschreckend. Und btw, dass erste offiziell auf US Straßen zugelassene autonom fahrende Auto stammt von Daimler. Ist auch gut so, die Tesla Freaks fahren halt lieber unter LKW mit ihren überteuerten "I-Phones mit Rädern" ;) Die Wasserstoffzelle wird NIE in PKW/LKW zum Einsatz kommen, es hört sich toll an für Leute die als Hauptfächer Tanzen und Klatschen in der Schule hatten, für Menschen mit techn./physikalischer Ausbildung ist dies hingegen klar.
In der Zwischenzeit fahren über 250.000 Teslas auf der Straße. Das sind 250.000 Deutsche Dreckschleuder weniger auf der Straße! Großteile der Raketen von Tesla (SpaceX) sind wiederverwertbar und landen sogar auf schwimmenden Plattformen mitten im Ozean. Tesla Batteriespeicher werden jetzt weltweit verkauft, seine Dachziegel sind gerade auf dem Markt. Ende Oktober wird der erste LKW vorgestellt (ein Sattelschlepper). Finanzierung hin und her, der Herr Musk hat mehr getan in den letzten 10 Jahren als die gesamte deutsche Autovorstände würde ich mal sagen. (und parkt sein Geld nicht nutzlos wie Frau BMW!)
Ballonkopf 14.09.2017
5.
Class 7 Truck "Cummins Aeos" mag für den Einen oder Anderen eine google Suche wert sein
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