Klage gegen Autohersteller Tödliche Startautomatik

In den USA müssen sich zehn Autokonzerne vor Gericht verantworten, darunter BMW, Mercedes und VW. Sie sollen die Gefahr des automatischen Startsystems für Motoren verschwiegen haben. Es gab mindestens 13 Todesfälle.

Qualmender Auspuff: 13 Todesfälle durch eine Kohlenmonoxidvergiftung
DPA

Qualmender Auspuff: 13 Todesfälle durch eine Kohlenmonoxidvergiftung


Viele moderne Fahrzeuge lassen sich per Knopfdruck starten und ausschalten - ohne dass der Schlüssel in die Zündung gesteckt werden muss. In den USA werfen Kunden nun zehn Autobauern vor, mögliche Gefahren dieses Systems verschwiegen zu haben: nämlich dass der Motor weiterläuft, obwohl man sich samt Schlüssel von dem Fahrzeug entfernt. Im diesem Zusammenhang sind mindestens 13 Todesfälle durch eine Kohlenmonoxidvergiftung bekannt.

Die Klage wurde am Mittwoch in einem Bundesgericht in Los Angeles eingereicht. Zu den betroffenen Autobauern zählen BMW, Volkswagen und Bentley, Mercedes Benz, Fiat Chrysler, Ford, General Motors, Honda, Hyundai und Kia, Nissan sowie Toyota. Die Autobauer wollten sich dazu nicht äußern.

Abgase in der Garage

Die Kläger streben Entschädigung und eine Verfügung an. Diese soll die Hersteller dazu zwingen, eine Vorrichtung einzubauen, die die Fahrzeuge nach einer bestimmten Zeit automatisch ausschaltet, wenn der Fahrer den Pkw verlässt.

Zu den Todesfällen kam es unter anderem, als die Motoren der Autos zum Beispiel in Garagen unbeabsichtigt weiterliefen, obwohl die Halter die Schlüssel entfernt hatten.

cst/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 225 Beiträge
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Cotti 26.08.2015
1.
Die sollen einfach wieder dafür sorgen, dass man einen Schlüssel/Scheckkarte/USB-Stick... stecken und abziehen muss, um den Wagen zu starten und auszuschalten.
ambulans 26.08.2015
2. frage:
wie kann eigentlich jemand zu schaden kommen (durch kohlen-monoxid-vergiftung!), wenn zwar "vielleicht" der motor seines autos weiterläuft, er aber (indiz: schlüssel abgezogen, also wohl weiter in sein haus/seine wohnung gegangen) sich daher nicht mehr "in der nähe seines autos" befindet? ist das etwa ein neuer fall von "passiv"-inhalieren??
pommbaer84 26.08.2015
3. Amerikaner...
Ich weiß wohl warum dort auf Waschmaschinen Verbote stehen, man könne seine Kinder nicht darin waschen.
funatiker 26.08.2015
4. seltsam
das sowas immer nur in den Staaten passiert. in allen anderen Ländern weiss man wohl, dass wenn der Motor brummt, er auch noch an ist
mistarich 26.08.2015
5. Jetzt mal ehrlich,
Was sind das für Verkehrsteilnehmer, die nicht merken, dass der Motor noch läuft? So entnehme ich es dem Artikel.
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