Nach tödlichem Unfall in Florida Ermittlungen gegen Tesla eingestellt

Für Autobauer Tesla war es ein tragischer Rückschlag: Im Mai 2016 verursachte ein Pkw des Konzerns mit automatischem Fahrassistenten einen tödlichen Unfall. Doch ein Rückruf bleibt dem Unternehmen erspart.

Durch Unfall zerstörter Tesla S
DPA

Durch Unfall zerstörter Tesla S


Die US-Verkehrsaufsicht hat ihre Untersuchung eines tödlichen Unfalls mit einem Tesla-Fahrzeug eingestellt, bei dem der "Autopilot" genannte Fahrassistent aktiviert war.

Es seien keine Hinweise auf sicherheitsrelevante Defekte gefunden worden, sodass weitere Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht nötig seien, sagte ein Sprecher der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) bei einer Telefonkonferenz. Bei Teslas Fahrassistenz-Software handele es sich um ein Programm, das die volle Aufmerksamkeit des Fahrers erfordere. Damit bleibt dem Unternehmen ein befürchteter Rückruf erspart.

Der Unfall, bei dem im Mai 2016 in Florida ein Tesla-Fahrer bei der Kollision mit einem Laster ums Leben gekommen war, hatte eine Diskussion um die Sicherheit autonomer Fahrprogramme ausgelöst. Tesla war unter anderem vom Kraftfahrtbundesamt für die Bezeichnung "Autopilot" kritisiert worden, die Kunden ein falsches Gefühl der Sicherheit geben könnte.

Die US-Verkehrsbehörde übernahm nun jedoch die Argumentation des Unternehmens, wonach es Aufgabe des Fahrers ist, sich jederzeit an alle Instruktionen und Anleitungen des Herstellers zu halten.

Die NHTSA analysierte außerdem die Unfallrate von Tesla-Autos mit und ohne Lenkautomatik. Die Daten ergaben laut einem Bericht der Behörde, dass die Unfallrate der betroffenen Fahrzeuge "um fast 40 Prozent" gefallen sei, nachdem die Lenkautomatik installiert worden sei.

aev/dpa



insgesamt 59 Beiträge
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teekay1 20.01.2017
1. 40% weniger Airbag-Auslösungen bei Fahrzeugen mit Autopilot
Dass die Behörde im selben Bericht schrieb, dass bei Tesla Fahrzeugen mit Autopilot 40% weniger Airbagauslösungen stattfänden als bei Tesla Fahrzeugen ohne Autopilot, das ist euch nicht einmal einen winzigen Hinweis wert? Offensichtlich ist das System ganz gut, das passt wohl nicht in die Spiegel-Agenda.
hru 20.01.2017
2. Es ist nicht die Technik von Tesla...
... die einen Rückruf verdient sondern das Marketing. Die deutschen Hersteller haben ähnliche Funktionen, nennen sie aber anders und erzeugen damit weniger das Bedürfnis, dass "coole" Auto auszunutzen.
dbeck90 20.01.2017
3. Gut so
Wer sein Leben in die Hand einer Maschine legen will (nicht muss), der hat ebendieses selbst verspielt wenn die Maschine Fehler baut. Die Meisten kaufen ja keinen Tesla weil sie zu faul sind Auto zu fahren, sondern wegen dem Fahrkomfort und der Umweltfreundlichkeit (Ein E-Kraftwerk gekoppelt an E-Motor ist immernoch sparsamer als ein Ottomotor mit seinen 30% Wirkungsgrad)
-dye- 20.01.2017
4. Volle Zustimmung!
Zitat von teekay1Dass die Behörde im selben Bericht schrieb, dass bei Tesla Fahrzeugen mit Autopilot 40% weniger Airbagauslösungen stattfänden als bei Tesla Fahrzeugen ohne Autopilot, das ist euch nicht einmal einen winzigen Hinweis wert? Offensichtlich ist das System ganz gut, das passt wohl nicht in die Spiegel-Agenda.
Wieso wurde das Verschwiegen?
Olaf 20.01.2017
5.
Zitat von dbeck90Wer sein Leben in die Hand einer Maschine legen will (nicht muss), der hat ebendieses selbst verspielt wenn die Maschine Fehler baut. Die Meisten kaufen ja keinen Tesla weil sie zu faul sind Auto zu fahren, sondern wegen dem Fahrkomfort und der Umweltfreundlichkeit (Ein E-Kraftwerk gekoppelt an E-Motor ist immernoch sparsamer als ein Ottomotor mit seinen 30% Wirkungsgrad)
Es ist relativ schwer heutzutage zu reisen, ohne sein Leben in Hand einer Maschine zu legen.
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