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Tödliches Scooter-Unglück: Segway-Chef stürzt Klippe hinab

Erst 2009 kaufte Jimi Heselden die Stehroller-Firma Segway, nun wurde ihm der Scooter zum Verhängnis: Bei einer sonntäglichen Ausfahrt mit dem Elektrogefährt verlor der britische Millionär die Kontrolle über sein Fahrzeug - und stürzte eine Klippe hinab.

Segway-Roller: Aufrecht durch die Stadt Fotos
DPA

London - Der 2001 in den USA erfundene Segway gilt als Mobilitätsikone - seit Dezember 2009 gehörte die Firma dem englischen Millionär Jimi Heselden. Der Unternehmer, den die "Sunday Times" in ihrer Reichsten-Liste als einen der 400 wohlhabendsten Briten führt, war nach Polizeiangaben am Sonntag unweit seines Hauses in Nordengland mit einem Segway-Scooter unterwegs, als sich das Unglück ereignete.

Laut einem Bericht des "Guardian" testete der Unternehmer einen geländegängigen Prototypen des Rollers. Vermutlich sei Heselden mit seinem Segway eine zehn Meter hohe Klippe hinabgestürzt und in den darunter liegenden Fluss Wharfe gefallen, hieß es. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus. Ein Sprecher von Heseldens Firma Hesco Bastion bestätigte gegenüber der BBC den Tod ihres Gründers und sprach von einem "tragischen Unfall".

Heselden war vor dem Kauf von Segway Inc. mit einer anderen Idee reich geworden: Der ehemalige Bergarbeiter, der mit 15 Jahren die Schule verließ, ließ sich in den Neunzigern einen "mobilen Sandsack" patentieren. Dabei handelt es sich um eine schnell zu errichtende Befestigungsanlage, wie sie vom Militär etwa im Irak und in Afghanistan, aber auch bei Hochwasser-Katastrophen eingesetzt wird.

Erst in der vergangenen Woche hatte Heselden zehn Millionen Pfund (11,7 Millionen Euro) für wohltätige Zwecke gestiftet und weitere Millionenspenden in Aussicht gestellt.

Die Erfindung des eigenartigen Hightech-Scooters vor neun Jahren sollte den Straßenverkehr revolutionieren: Der Fahrer bewegt das zweirädrige Gefährt in stehender Position; lehnt er sich leicht nach vorne, beschleunigt es bis zu einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Der Segway gilt als sicher und einfach zu bedienen, der wirtschaftliche Erfolg blieb jedoch bescheiden.

hil/AP/AFP

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