Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Tolle Studien: Blühende Auto-Phantasien aus Japan

Die Autos japanischer Hersteller wirken oft austauschbar und optisch wenig inspiriert. Die Studien japanischer Hersteller hingegen sind fast immer die echten Knalleffekte der großen Automessen. SPIEGEL ONLINE zeigt die tollsten Resultate dieser blühenden Auto-Phantasie.

Die zehn tollsten Studien aus Japan: Kreativität auf Rädern Fotos

Das Gros der japanischen Autos, so jedenfalls hat es den Anschein, zeichnet sich vor allem durch Pragmatismus aus. Grundsolide, bisweilen auch hervorragende Technik in eher nüchterner Verpackung, das ist - von wenigen Ausnahmen wie einigen Supersportwagen (Nissan GT-R) oder Roadstern (Mazda MX-5) abgesehen - das Grundprinzip japanischen Autobaus. "Es existiert bei uns keine hundertjährige Tradition im Autobau, also suchen wir unsere Formen auch nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft", sagte Wahei Hirai, ehemals Chefdesigner des Toyota-Konzerns, zum stetigen Lamento europäischer Motorjournalisten über das optischen Einerlei vieler japanischer Serienwagen. Gerne fügte Hirai dann auch noch den Hinweis an, dass er verantwortlich sei für weltweit mehr als hundert Karosserieformen von Konzernprodukten. "Wie soll bei dieser Masse an Autos jedes einzelne Modell eine stilistische Ikone sein können?"

Das gerade die japanischen Autodesigner überaus kreativ, witzig und sehr mutig sein können, beweisen sie jedoch seit Jahrzehnten praktisch bei jeder großen Automesse. Dann nämlich ist Showtime, und das bedeutet, dass Konzeptautos enthüllt werden, die all jenes Ausstrahlen, was den Serienmodellen oft fehlt: Kühnheit, Rasanz, Aufregung.

Leider verschwinden die tollen Studien gleich nach dem Messeauftritt in irgendwelchen Magazinen und werden meist nie wieder gesehen. Das ist schade, denn oft wirken gerade Studien aus den sechziger oder siebziger Jahren heute wieder überraschend modern und visionär; und überhaupt sind viele der Konzeptautos wenn schon nicht ästhetischer Genuss, dann zumindest erstaunliche Pkw-Ideen.

jüp

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Mazda RX87
jdmcarguy 16.11.2010
Der Mazda in der Galerie ist leider nicht der angekuendigte RX 87, sondern in der Tat die Limousine (1500er). Der RX 87 ist u.a. hier (http://www.flickr.com/photos/20666809@N02/2381035552/#/photos/20666809@N02/2381035552/lightbox/) zu sehen. Das Foto zeigt den Prototypen RX 87 (design Giorgetto Guigaro für Bertone). Der Prototyp unterscheidet sich vom finalen Modell R130 Luce durch die fehlenden Badges, die Dreiecksfenster auf den Türen, den über die Scheinwerfer reichenden Grill, die Nabenkappen, die vollverchromten Spiegel und die Bodenfreiheit. Das Serienmodell hiess R130 Luce rotary Coupe. Es gab nur 967 Fahrzeuge.
2. Von dieser Kooperation ...
own_brain_user 16.11.2010
---Zitat von Bildunterschrift Nr. 8--- Toyota EX-7, 1972: Ein Flügeltürer, dessen Portale nach hinten öffnen und dazu im Heck ein 5-Liter-V8-Motor mit rund 800 PS. Es war die Zeit der Donnerkeile, der Flachmänner, der rasenden Flundern - der Mercedes C111 oder der Ferrari Modulo etwa *gehörten auch in die Karosserie*. Und Toyota zeigte eben, dass man diese Formensprache auch beherrscht. ---Zitatende--- ... hatte man noch nicht gehoert. Dass Toyota schon 1972 Daimler-Benz und Ferrari majorisierte und mittels einer Plattform deren Typenreihen im Rennsegment vorgab ... Die Geschichte der Globalisierung muss also neu geschrieben werden.
3. Guten Morgen deutsche Autoindustrie!
capitain_future 16.11.2010
Zitat von sysopDie Autos japanischer Hersteller wirken oft austauschbar und optisch wenig inspiriert. Die Studien japanischer Hersteller hingegen sind fast immer die echten Knalleffekte der großen Automessen. SPIEGEL ONLINE zeigt die tollsten Resultate dieser blühenden Auto-Phantasie. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,729180,00.html
Es ist schön zusehen das in Japan die Autoindustrie sich Ideen für die Zukunft macht,dagegen in Dunkel Deutschland wird eine Sprit Schluckspecht Generation nach der nächsten für Reiche der Mittel und Oberschicht produziert! Wo sind da die echten Volks-Wagen ? Mit der 1500 Euro Autoführerschein "Gebühr" fängt dass abkassieren an: In unseren Land ist Autofahren bzw. Mobilität nur noch etwas für Reiche geworden,die sich teuere Service Werkstätten,5 bis 10 Liter Sprit auf 100km,und die überzogenen KFZ und Versicherungen leisten können. Echt Energiespar Auto Modelle,also unterhalb 4 Liter,sind hier wie ein Oase in der Wüste. Aber vielleicht wird mal die EU Roller Industrie diesen ÖKÖ Markt erschließen? Und 98% recyclbare und servicefreundlich Fahrzeuge zum spitzen Preis anbieten !
4. ...
Flans 17.11.2010
Die Begeisterung, die der Autor des Artikels für Studien japanischer Autohersteller entwickelt, irritiert insofern, als insbesondere die beispielhaft angeführten Modelle aus der Vergangenheit meist recht eindeutig von europäischen und zuweilen auch amerikanischen Vorbildern inspiriert waren und mehr Interpretation und Variation eines so vorgegebenen Themas darstellten, als ein gänzlich neues zu kreieren - womöglich mit Ausnahme der Kleinstwagenstudien. Damit soll nicht bestritten werden, dass zuweilen interessante und ansehnliche Studien auf diese Weise der Öffentlichkeit zugänglich wurden. Der 1971 präsentierte Nissan 216X beispielsweise.... http://www.conceptnissan.com/1970/1971_216x.jpg ...weist eindeutige Bezüge zum nur ein Jahr zuvor als Serienmodell eingeführten Citroën SM auf.... http://farm5.static.flickr.com/4021/4530949110_e18e59c24c_o.jpg ...ohne bei der Frontgestaltung... http://www.conceptnissan.com/1970/1971_216x-01.jpg ...so vermessen zu sein, die von Robert Opron gewählte Vollverglasung zu plagiieren... http://custom.netcarshow.com/6a4a1cbb.jpg Wer sich für weitere japanische "Zukunftsautos aus der Vergangenheit" interessiert, findet hier einige Abbildungen: http://artsyspot.com/the-history-of-japanese-concept-cars/
5. Was für ein Quatsch
MDen 18.11.2010
Was für ein Blödsinn, die Kreativität von Autoherstellern an Handnie in Serie gegangenen Studien dokumentieren zu wollen! Ich bin mir absolut sicher, dass man bei Studien dieser Art überall fündig wird, weil sie nie auch nur den Hauch von Alltagstauglichkeit beweisen mussten. Ansonsten ist für das langweilige Autodesign doch in erster Linie der Kunde verantwortlich. Es ist doch kein Zufall, dass die Hersteller mit den höchsten Verkaufszahlen das nichtsagendste Design aufweisen. Denn die Masse der Käufer will möglichst unauffällige Autos. Aufregend wird es doch nur bei Nischenprodukten, Kleinserien und kleinen Automarken. Dass die Japaner auch ganz anders können, kann man bspw. bei Daihatsu am Copen und am Trevis erkennen, oder am Nissan Cube, um nur mal schnell ein paar Beispiele zu nennen. Aber das sind eben keine Volumenhersteller bzw. -modelle.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Aktuelles zu