Nachfolger von Jeremy Clarkson "Top-Gear"-Moderator Chris Evans gibt auf

Die BBC-Autosendung "Top Gear" braucht schon wieder einen neuen Moderator. Seit Jeremy Clarkson weg ist, bleiben die Zuschauer weg - Nachfolger Chris Evans wirft hin.

Matt LeBlanc und Chris Evans
AP

Matt LeBlanc und Chris Evans


Gerade mal eine Staffel hielt er es aus: Der neue Moderator der britischen Autosendung "Top Gear" hört angesichts schwacher Einschaltquoten schon wieder auf. Chris Evans, der dem geschassten Kultmoderator Jeremy Clarkson gefolgt war, erklärte auf Twitter: "Ich habe mein Bestes gegeben, aber manchmal reicht das nicht."

Evans hatte die international erfolgreiche BBC-Produktion im vergangenen Jahr übernommen, nachdem der 56-jährige Clarkson rausgeflogen war. Der für seine spitze Zunge bekannte Fernsehstar hatte einen Produzenten beleidigt. Seine Co-Moderatoren James May und Richard Hammond gingen daraufhin auch, die drei machen jetzt eine eigene Autoshow für Amazon.

An der Seite des 50-jährigen Evans moderieren unter anderem "Friends"-Star Matt LeBlanc und die deutsche Rennfahrerin Sabine Schmitz. Das Team soll vorerst weitermachen. "Ich denke, zurückzutreten ist das Beste, was ich jetzt tun kann, um der Sache zu helfen", schrieb Evans in einer Stellungnahme.

"Top Gear" läuft im deutschsprachigen Bezahlfernsehen bei Motorvision TV auf Sky sowie im Free-TV bei DMAX und RTL Nitro, wo demnächst die Erstausstrahlungen im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sind. Es ist einer der international erfolgreichsten Kassenschlager der BBC. Britische Fans waren nach dem Rauswurf Clarksons aber so erzürnt, dass Scotland Yard wegen einer Morddrohung gegen BBC-Generaldirektor Tony Hall ermittelte.

Chris Evans
REUTERS

Chris Evans

apr/dpa



insgesamt 35 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
_zensiert_ 04.07.2016
1.
Da wird auch ein neuer Moderator nicht viel helfen, es wurde einfach viel zu viel am Konzept geändert (reasonably priced car usw.) ohne neu Ideen zu haben, die wirklich Zuschauer anlocken könnten. TG ist tot.
korkdude 04.07.2016
2. Der war auch nicht gut
Die Folgen mit Chris Evans waren schwerst zu ertragen. Ständig kreischte und schrie er herum, vollkommen überdreht. Als Kind hätte ich ihm Ritalin verabreicht... Matt LeBlanc war OK und wurde von den Produzenten mehr und mehr in Szene gesetzt. Wer hervorragend war, waren die Moderatoren von ExtraGear, einem Web-Spin Off; zwischen Rory Reid und Chris Harris war die Chemie hervorragend. Fast schon besser als bei CH&M, wo die Witze irgendwann abgedroschen und vorhersehbar waren. Das sind autobesessene Komiker, sprich das was TG braucht. TG mit denen zwei plus MLB und Sabine könnte gut gehen, weil die Skripts per se immer noch gut waren
kenpegg 04.07.2016
3. Endlich mal wichtiges aus UK zu berichten
Diese Dinge sind wichtiger wie Brexit, Boris und Farage. Aber wenn schon dann bitte genau berichten Jeremy Clarkson hat seinen Produzenten nicht beleidigt sondern jeweils auf die Schnauze gehauen.
egoneiermann 04.07.2016
4.
Zitat von korkdudeDie Folgen mit Chris Evans waren schwerst zu ertragen. Ständig kreischte und schrie er herum, vollkommen überdreht. Als Kind hätte ich ihm Ritalin verabreicht... Matt LeBlanc war OK und wurde von den Produzenten mehr und mehr in Szene gesetzt. Wer hervorragend war, waren die Moderatoren von ExtraGear, einem Web-Spin Off; zwischen Rory Reid und Chris Harris war die Chemie hervorragend. Fast schon besser als bei CH&M, wo die Witze irgendwann abgedroschen und vorhersehbar waren. Das sind autobesessene Komiker, sprich das was TG braucht. TG mit denen zwei plus MLB und Sabine könnte gut gehen, weil die Skripts per se immer noch gut waren
In den englischen Zeitungen wird das ähnlich gesehen, der Co-Moderator war der eigenliche Star und das Team ohne Evans duchaus ausbaufähig. Die Quoten gingen übrigens zum Ende der Staffel etwas noch oben, also durchaus Anzeichen, dass die BBC die Sendung nicht sterben lässt. Was wohl nicht so gut ankam, dass man versucht hat, sich auf das Clarkson Niveau zu begeben und dumme politische Sprüche zu machen. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum Autofans Boris Johnson - so wie Clarkson - gut finden müssen.
maintmoe 04.07.2016
5. Mr. Clarkson bitte!
Wenn die BBC mit TopGear jemals wieder Geld machen will und zwar viel Geld, dann würde ich als BBC versuchen sämtliche Streitigkeiten mit Mr. Clarkson auszuräumen und vollkommen neu durchzustarten, dann gibt's kein Halten mehr!! Das geht danach durch die Decke!!!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.