Umstrittener "Top Gear"-Moderator Clarkson-Fans fahren mit Panzer vor

Nächste Woche will die BBC verkünden, ob sie Jeremy Clarkson endgültig feuert. Seine Fans rollten mit einer Petition beim Sender vor. Der "Top Gear"-Moderator selbst beschimpfte seinen Noch-Arbeitgeber öffentlich.

DPA/ Empics

Sein Rausschmiss bei der BBC gilt längst als beschlossene Sache - deshalb hatte Jeremy Clarkson auch nicht mehr viel zu verlieren, als er sich diese Woche auf einer Benefizgala über seine Noch-Arbeitgeber äußerte.

Wie gewohnt wählte der "Top Gear"-Moderator deutliche Worte - und bezeichnete die BBC-Verantwortlichen als "fucking bastards". Er machte seine Ansage per Mikrofon. Auf einer Bühne. Vor Publikum. Und er wurde dabei gefilmt.

Offiziell will die BBC erst nächste Woche bekannt geben, wie sie mit Clarkson weiter verfährt. Dann soll die Untersuchung seiner angeblichen Handgreiflichkeit abgeschlossen sein: Ein Produzent der Autoshow "Top Gear" sagt, er sei von dem 54-Jährigen geschlagen worden. Die Vorwürfe wurden erstmals Mitte März publik, die BBC hatte daraufhin die Ausstrahlung der drei letzten Folgen der aktuellen "Top Gear"-Staffel abgesagt.

Auf der Benefiz-Gala in London versteigerte Clarkson einen Beifahrerplatz: Der Meistbietende darf dabei sein, wenn der Moderator seine, wie er sagte, "letzte Runde" auf der "Top Gear"-Teststrecke dreht. "Ich werde dabei wohl eine Träne verdrücken", sagte Clarkson - und hielt sich nicht lange mit weiteren Sentimentalitäten auf: "Top Gear" sei eine großartige Sendung gewesen, aber die BBC-Bosse hätten alles versaut - "they fucked it up."

Viele Fans haben offenbar die gleiche Ansicht wie Clarkson: Eine Million Unterstützer hat nämlich mittlerweile die Online-Petition "BBC: Bring Back Clarkson" gefunden. Schon bevor die Millionenmarke geknackt war, überbrachte einer der Initiatoren die Petition der BBC. Dazu fuhr er in einem Panzer bei der Sendeanstalt vor.

Den Beifahrerplatz neben sich wurde Clarkson auf der Benefiz-Gala übrigens los: Sein Angebot kam für 100.000 Pfund unter den Hammer.

cst



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insgesamt 52 Beiträge
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Seite 1
Bueckstueck 21.03.2015
1. Bbc
Wenn die BBC ihn wirklich feuert, dann dauert es nicht lange bis alle drei mit dem gleichen Format unter gleichem oder ähnlichem Namen auf einem anderen Sender auftauchen - die lecken sich alle 11 Finger nach dieser Popularität.
JuergenM 21.03.2015
2. Beifahrerlatz
Ein herrlicher Tippfehler ......... oder vielleicht doch nicht?
akmsu74 21.03.2015
3.
Na ja, der "Panzer" ist eine Abbot, ein motorisiertes Artillerie-Geschütz - aber das müssen pazifistische Journalisten nicht wissen. Wichtiger wäre da schon, dass Clarkson sicher keinen "Beifahrerlatz", sondern einen "BeifahrerPlatz" verlost hat - Rechtschreibung sollte schon eher zum journalistischen Handwerkszeug zählen. Aber viel wichtiger ist der Inhalt - ja, die BBC-Producer "fucked it up", haben es versemmelt! Und auch wenn Clarkson eine Diva ist, wie es seit Montgomery nur noch wenige (männliche) gegeben hat - vor der Kamera war der Typ ein Goldesel. Wer ihn allerdings wörtlich und dann auch noch ernst nimmt ... der hätte wahrscheinlich auch Nina Hagen ernst genommen, wenn die ein offizielles Statement der Bundesrepublik zur Außen- und Wirtschaftspolitik abgegeben hätte. (Womit NICHTS über Frau Hagens Qualitäten als MenschIn und KünstlerIn gesagt sein soll!!!) Angesichts der hirnlosen Reaktion der BBC wird der "Produzent" die Klatsche wohl verdient haben...
silenced 21.03.2015
4.
"Top Gear" ohne Clarkson ist wie "Schlag den Raab" ohne Stefan Raab. BBC at it's best: killing profits!
noalk 21.03.2015
5. Lustig!
"Auf der Benefiz-Gala in London versteigerte Clarkson einen Beifahrerlatz ..." Was ist denn ein Beifahrerlatz? Oder fehlt da ein p?
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