Totalschaden BMW-Fahrer tun es am häufigsten

Sag mir deine Automarke, und ich sag dir, wie oft du Sex hast. Den Party-Smalltalk wird die Umfrage der neuen Zeitschrift "Men's Car" bereichern, die dieser drängenden Männerfrage nachging und erstaunliche Zusammenhänge aufdeckte.

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Porsche-911-Fahrer: Tote Hose oder ehrliche Haut?

Porsche-911-Fahrer: Tote Hose oder ehrliche Haut?

Hamburg - Autos, Frauen und Sex scheinen auf magische Weise zusammenzugehören. Ihren Einstand auf dem traditionell männlich geprägtem Autozeitschriftenmarkt feiert die neue "Men's Car", herausgegeben von Motor-Presse Stuttgart, dann auch mit einer Umfrage unter 2253 Autofahrer und Autofahrerinnen zwischen 20 und 50 Jahren. Danach haben BMW-Fahrer öfter Sex als Fahrer aller anderen Automarken. Die hochmotorisierten Eigner sind 2,2-mal pro Woche im Bett aktiv - so jedenfalls äußerten sie sich wohl gegenüber den Fragern.

An zweiter Stelle der Statistik landen die Lenker von Audis und der BMW-Tochter Mini mit 2,1-mal pro Woche. Viel ruhiger lassen es dagegen die Fahrer von koreanischen Autos angehen: Sie kommen auf 1,5-mal Liebesleben in der Woche und stehen an vorletzter Stelle, auch Opel-Fahrer sind eher genügsamer - oder sind sie nur ehrlicher?

Sex-Häufigkeit
nach Automarken

Marke Männer Frauen
BMW 2,2 1,9
Mini 2,1 1,8
Audi 2,1 2,0
Smart 2,0 1,7
Italiener 2,0 2,0
Franzosen 1,9 2,1
VW 1,9 1,8
Japaner 1,8 1,9
Ford 1,7 1,8
Mercedes 1,6 1,4
Schweden 1,6 1,8
Opel 1,5 1,5
Koreaner 1,5 1,7
Porsche 1,4 1,2

Quelle: "Men's Car"

Die Überraschung setzten die Redakteure der zunächst nur einmal erscheinenden "Männerautos" an den Schluss: Porschefahrer haben nur 1,4-mal Sex. Zum einen könnte es ja daran liegen, dass Porschefahrer eher ältere Herren sind, die ihr wildes Sexleben hinter sich haben. Zum anderen gestaltet sich so eine Porsche-Fahrer-Kabine auch etwas beengter und damit hinderlicher als ein BMW gemeinhin. Vielleicht haben die gesetzteren Herren es aber auch nicht so nötig, so hohe Angaben wie die BMW-Fahrer zu machen, was vielleicht auch auf schwäbisch-gemütlichere Mercedes-Besitzer und auf die praktisch-nüchternen Fahrer schwedischer Autos zutreffen könnte.

Bei den Frauen sieht das Bild anders aus: Hier sind bei den sexuell aktiven Frauen weniger potente Motoren gefragt. Die Fahrerinnen französischer und italienischer Autos führen die Liste mit 2,1-mal Sex pro Woche an, diesen Wert erreichen auch Audi-Fahrerinnen. BMW steht in der Liste der sexaktiven Frauen erst an Nummer vier mit 1,9 mal pro Woche. Am Ende der Liste stehen Mercedes (1,4) und - wieder Porsche (1,2).

Offen bleibt die Frage nach der Henne und dem Ei, die wohl auch die Werbeindustrie elektrisieren wird: Beeinflusst die Marke das Sexverhalten oder kaufen sexuell aktivere Menschen andere Autos als genügsamere - eine Frage für eine potenzielle nächste Ausgabe der "Männerautos"?



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