Brennstoffzellenauto Toyota ruft sämtliche Mirai-Modelle zurück

Weil beim Toyota Mirai das Antriebssystem ausfallen kann, muss der japanische Hersteller alle bisher verkauften Exemplare des Wasserstoffwagens zurückrufen. Die Zahl ist allerdings sehr überschaubar.

Toyota Mirai
Toyota

Toyota Mirai


Ein Softwarefehler könne bei dem Brennstoffzellenauto dazu führen, dass sich das Antriebssystem plötzlich ausschaltet, teilte Toyota am Mittwoch mit. Betroffen sind demnach alle Fahrzeuge die zwischen November 2014 und Dezember 2016 vom Band liefen.

Das klingt zunächst dramatisch - doch es handelt sich dabei lediglich um rund 2800 Autos.

Der Mirai (deutsch: Zukunft) ist das erste serienmäßig produzierte Brennstoffzellenauto von Toyota. Neben dem zweitgrößten Hersteller der Welt bietet nur der japanische Konkurrent Honda ebenfalls ein Auto mit Wasserstoffantrieb an, den FX Clarity. Der deutsche Hersteller Mercedes hat angekündigt, auf der diesjährigen IAA in Frankfurt sein erstes Brennstoffzellenfahrzeug zu präsentieren. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt mit Nissan und Ford.

Wenig Tankstellen, extrem hoher Preis

In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser, wobei Elektrizität erzeugt wird. Übrig bleibt als Abgas nur Wasserdampf. Die Autos tanken Wasserstoff - entsprechende Tankstellen gibt es aber bislang nur selten.

Dies gilt als eine zentrale Hürde für die massenhafte Verbreitung der Brennstoffzellentechnologie. Der Mirai ist außerdem nicht gerade billig: Toyota verlangt dafür rund 80.000 Euro oder eine Leasingrate von mehr als 1200 Euro.

cst/afp



insgesamt 36 Beiträge
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Flari 15.02.2017
1. Eines der klimafeindlichsten Autos überhaupt...
Eines der klimafeindlichsten Autos überhaupt... (https://m.heise.de/tr/artikel/Meinung-Eines-der-klimafeindlichsten-Autos-ueberhaupt-2250667.html?from-classic=1) meinte Mitte 2014 zumindest ein Heise-Kommentar. Auch wenn manche Dinge daraus etwas überholt und übertrieben sind, so verbrennt man mit dem Wasserstoffauto in jeden Fall jede Menge "Kohle". Bisher können alle Wasserstoffprojekte ausschliesslich durch massivste staatliche Subventionen existieren, selbst die H2-Tankstellen werden i.d.R. direkt nach Auslauf der Förderung wieder abgebaut.
stupp 15.02.2017
2. Hyundai
"Neben dem zweitgrößten Hersteller der Welt bietet nur der japanische Konkurrent Honda ebenfalls ein Auto mit Wasserstoffantrieb an, " Schlecht recherchiert. Der Hyundai ix35 Fuel Cell hat ebenfalls eine Brennstoffzelle. Ändert aber nichts daran, dass das Brennstoffzellenauto kaum Vorteile bietet.
robinlott 15.02.2017
3. @ Flari:
Sie zitieren eine Meinung, nicht mehr. Viele Techniken waren zunächst gar nicht günstig und haben sich dann doch sehr positiv entwickelt. Geben Sie der Sache doch erstmal eine Chance, bevor Sie gleich dagegen sind. Jedenfalls ist es den wenigen Firmen, die sich vorwagen, hoch anzurechnen, dass sie die Entwicklung überhaupt voranbringen. Denn so wie bisher geht es auf keinen Fall langfristig weiter.
burlei 15.02.2017
4. Ist sich der SPIEGEL da sicher?
"Neben dem zweitgrößten Hersteller der Welt bietet nur der japanische Konkurrent Honda ebenfalls ein Auto mit Wasserstoffantrieb an, den FX Clarity." Soweit ich weiß, bietet auch der koreanische Hersteller Hyundai ein Brennstoffzellen-Fahrzeug an, den ix35 Fuel Cell. Siehe auch http://www.hyundai.de/Modelle/Alle-Modelle/ix35-FCEV.html Aber dass dieser Wagen hier vergessen wurde, ist verständlich. Schließlich laufen diese Fahrzeuge schon seit 2014 vornehmlich in den skandinavischen Ländern. Solange wir hier in Deutschland weiter sündhaft teure und völlig überzüchtete Protzvehikel (sogenannte "Premium-Fahrzeuge") los werden, brauchen wir uns um alternative Antriebe keine Sorgen machen.
ardbeg17 15.02.2017
5.
wie jetzt? Ein Toyota? Ein Ausfall??? Kenn nur eine Falschmeldung sein.
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