TÜV-Untersuchung: Verkehrsminister Ramsauer lehnt jährliche Prüfung ab

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dapd

Untersuchung: Ein TÜV-Mitarbeiter prüft den Unterboden eines Autos

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer lehnt eine jährliche TÜV-Untersuchung für alte Autos ab. Hintergrund: Die EU hatte gefordert, alte Autos zum jährlichen TÜV anrollen zu lassen. Stattdessen sollte nach Ansicht des Politikers die deutsche Prüfpraxis Vorbild sein.

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lehnt eine Verkürzung der Intervalle für die Hauptuntersuchung bei älteren Autos auf ein Jahr ab. Er halte davon gar nichts, sagte Ramsauer in der Dienstagsausgabe der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In Deutschland gebe es bei Untersuchungen durch TÜV oder andere Organisationen hohe Standards.

"Unsere Prüfpraxis ist seit langem bewährt und kann anderen EU-Ländern hilfreiche Orientierung sein." Überlegungen in der EU- Kommission für jährliche Prüfungen statt des in Deutschland üblichen Zwei-Jahres-Takts bedeuteten für viele Fahrer nur mehr Bürokratie und höhere Kosten.

Medien wie die "Financial Times Deutschland" hatten am Wochenende über einen vertraulichen Entwurf aus dem Haus von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas berichtet, Fahrzeuge ab dem siebten Jahr oder ab einem bestimmten Kilometerstand jährlich zum TÜV zu schicken. In Deutschland ist die Untersuchung erstmals drei Jahre nach der Erstzulassung vorgeschrieben, danach alle zwei Jahre.

Auch der Autofahrerclub ADAC lehnt kürzere Prüfintervalle ab. Dies hätte keinen größeren Nutzen für die Verkehrssicherheit. Eine jährliche Kontrolle beträfe mehr als die Hälfte der 43 Millionen Pkw in Deutschland. Bei Prüfgebühren von im Schnitt etwa 60 Euro ergäben sich Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro pro Jahr.

rom/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Wäre nur sinnvoll...
sappelkopp 19.06.2012
Zitat von sysopdapdBundesverkehrsminister Peter Ramsauer lehnt eine jährliche TÜV-Untersuchung für alte Autos ab. Hintergrund: Die EU hatte gefordert, alte Autos zum jährlichen TÜV anrollen zu lassen. Stattdessen sollte nach Ansicht des Politikers die deutsche Prüfpraxis Vorbild sein. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,839109,00.html
...wenn sich dadurch die Unfallzahlen signifikant verringern lassen würden. Dies scheint nicht der Fall, dann brauchen wir es nicht. Füllt nur die Taschen der Prüforganisationen.
2. hehe....
jb3005 19.06.2012
dann wären ja Rumänien und Bulgarien quasi Autofrei!
3. Jaja, blabla
Stelzi 19.06.2012
Und der völlig unnötige Abgastest für Autos jünger als 5 Jahre, soll auch weiterhin die Kassen der Werkstätten fürs nichts tun füllen, nichts wahr, Herr Ramsauer! Damit währe diese Lobby dann auch schon bedient und zufrieden.
4. das kommt drauf an…
Wile_E_Coyote 19.06.2012
…die lösungen des Herrn Ramsauer sind ja eher grenzwertig (wechselkennzeichen!). das einzig gute an dem vorschlag der EU ist die TÜV prüfung teilweise von der fahrleistung abhängig zu machen. aber warum dann nicht gleich richtig? beispiel dazu: mein alltagsauto macht ca. 60tsd km/jahr beruflich, der war also nach ca 180tsd km das erste mal beim TÜV. mein hobbyfahrzeug ist ein angehender klassiker und wird im jahr knapp 5tsd km bewegt, öfter zum Tüv als zur inspektion im fachbetrieb ist ja etwas sinnfrei.
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