Umfrage: Autos der Zukunft sollen sicher sein
Wodurch soll sich ein Auto in 25 Jahren auszeichnen? Die Antwort ist eindeutig. In einer Umfrage sagten 90 Prozent der Teilnehmer, der Wagen der Zukunft solle vor allem sicher sein.
München - Autos sollen in Zukunft vor allem eines sein: möglichst sicher. Das wünschen sich laut einer GfK-Umfrage in sieben europäischen Ländern mehr als neun von zehn Befragten (93 Prozent) für den Wagen, den sie in 25 Jahren fahren. Die größte Hoffnung ruht dabei auf Assistenzsystemen, die Unfälle automatisch verhindern sollen. Außerdem erhoffen sich viele (89 Prozent), günstig mobil sein zu können. Als Statussymbol hat das Automobil offenbar keine große Zukunft: Nur rund ein Drittel (35 Prozent) legt Wert auf die Selbstdarstellung über das Auto.
Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) halten einen Autopiloten grundsätzlich für eine gute Sache. Allerdings wollen 40 Prozent der Befürworter die Wahl haben, das Steuer auch selbst in die Hand nehmen zu können. Das Design von Zukunftsautos in 25 Jahren sollte von kühlen Formen und klaren Linien geprägt sein, wünschen sich 63 Prozent der Autofahrer in Europa. Im Auftrag des Internetportals Autoscout24 wurden 8844 Personen befragt.
Allerdings könnte zu viel Technik im Auto den Fahrer überfordern. Der Automobilclub Europa (ACE) warnt vor zu großer Ablenkung in aktuellen Fahrzeugmodellen. Die zunehmende Verwendung von Multimediageräten und deren Nutzung am Steuer könnten laut ACE eine der Ursachen für die immer noch hohe Zahl von Verkehrsunfällen sein.
"Hier liegt ein bedeutendes Aufgabenfeld für qualifizierte Unfallforschung. So sollte beispielsweise zügig geklärt werden, wie groß der Anteil der durch Ablenkung verursachten Verkehrsunfälle tatsächlich ist und ob sich daraus ein besonderer Regelungsbedarf ergibt", regt Matthias Knobloch, Leiter der Verkehrspolitik des ACE an. Nach seiner Meinung darf sich die Unfallforschung nicht auf Mutmaßungen stützen.
In einem Test hat der ACE herausgefunden, dass Eingaben in Navigationssysteme per Sprachsteuerung und Zielspeicher unbedenklich sind. Die Hersteller der Geräte werden aufgefordert, selbst Lösungen voranzutreiben, die für eine höhere Verkehrssicherheit sorgen.
rom/dpa
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