Hamburg - Der "Consumer Report", das US-Analog zur Stiftung Warentest, befragt jedes Jahr Kunden zur Zuverlässigkeit ihrer Fahrzeuge. Auf den vorderen Plätzen finden sich diesmal vor allem asiatische Autobauer. Nur ein Deutscher kann mit ihnen mithalten: Auf Platz eins liegt Toyotas Lifestyle-Marke Scion. Es folgen Porsche (zwei) und Hondas Premiummarke Acura (drei).
Für die großen deutschen Hersteller ist das Ergebnis jedoch eine bittere Schlappe. VW liegt auf Platz 16 und bekommt vom "Consumer Report" für den neuen Golf zumindest eine sehr gute Bewertung. Die Konzerntochter Audi hingegen rangiert auf Platz 26 - nur kurz vor der wegen seiner zweifelhaften Verarbeitung berüchtigten US-Marke Chrysler. "Drei Viertel aller Audi-Modelle lagen unter dem Durchschnitt", tadeln die Verbraucherforscher.
Mercedes (Platz 22) biete in drei Pkw-Segmenten das unzuverlässigste Modell an. Das neue E-Klasse-Coupe nannten die US-Verbraucherschützer "eine Enttäuschung". BMW folgt auf Platz 23. Die Münchner machten in den USA zuletzt durch zwei große Rückrufe von sich reden. Fünf von elf Modellen hätten unter dem Durchschnitt gelegen.
"Es ist schon merkwürdig, dass alle drei Premiummarken so schlecht abschneiden", sagte ein BMW-Sprecher der "Financial Times Deutschland". Audi verwies darauf, dass sich die Umfrage vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit bezöge. Mercedes zweifelte aber grundsätzlich die Methodik der Umfrage an. "In allen anderen Studien liegen wir bei der Qualität unter den ersten zehn", sagte eine Sprecherin der "FTD".
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