Moderne Dieselmotoren: Ramsauer will Lkw-Maut kürzen

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Lkw auf einer Mautbrücke: "Eine Entscheidung im Sinne des Gewerbes"

Eine Flotte mit geringem Schadstoffausstoß könnte sich künftig für Transportunternehmen rechnen. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" stellt Verkehrsminister Ramsauer günstigere Maut-Tarife für Lkw mit fortschrittlichen Motoren in Aussicht. Damit geht er auf Forderungen der Branche ein.

Düsseldorf - Pünktlich zur Nutzfahrzeugmesse IAA, die vom 20. bis 27. September in Hannover stattfindet, macht Peter Ramsauer Zugeständnisse bei der Lkw-Maut. Der Bundesverkehrsminister will Lastwagen, deren Dieselmotoren die neue Abgasnorm Euro 6 erfüllen, bei der Straßengebühr begünstigen. "Details kann ich noch nicht nennen, aber es wird eine Entscheidung im Sinne des Gewerbes sein", sagte er dem "Handelsblatt". Auf der IAA in Hannover wolle er "hierzu klare Worte finden".

Die Branche hatte vom Minister eine eigene Mautklasse für Euro-6-Lastwagen gefordert, die vier Cent pro Kilometer günstiger als die nächsthöhere Gebührenklasse ist. Der Rabatt solle 2016 wieder auf zwei Cent reduziert werden. Die Hersteller hätten Milliarden in die Entwicklung der neuen Motoren investiert, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann dem "Handelsblatt". Nun warteten die Spediteure auf "Rahmenbedingungen zur Anschaffung dieser Laster".

Die Abgasnorm Euro 6 wird ab 2014 Pflicht für neu zugelassene Lkw. Gegenüber der Euro-5-Norm soll der Ausstoß von Stickoxiden um bis zu 80 Prozent zurückgehen, bei Rußpartikeln um zwei Drittel.

cst/dpa/dapd

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1.
markster 17.09.2012
Wenn ich das richtig verstehe, müssen zumindest neue LKWs am 2016 ohnehin die strengere Norm einhalten? Ramsauer will also die Spediteure dafür belohnen, sich an bestehende Gesetze zu halten. Sehr sinnvoll.
2. Umverteilung?
Finnländer 17.09.2012
Die bessere Alternative wäre doch die Maut für ältere Lkw allmählich zu erhöhen, und die Maut für Lkw, welche den jeweils neuesten Abgasverordnungen entsprechen, auf dem bisherigen Niveau zu lassen. Bei Pkw läufts doch (mehr oder weniger) genauso. Herr Ramsauer hätte dann auch keinerlei Sorgen mit einer wie auch immer gearteten Gegenfinanzierung. Oder plant der Herr Minister schon die Einnahmen einer eventuell schon beschlossenen Pkw-Maut gegenzurechnen, also die Wirtschaft wie so häufig auf Kosten der Bürger zu entlasten?
3. Mehr Geld
atipic 17.09.2012
Wie ist es mit den 7 Milliarden Strafe die Toll Collect zu zahlen hat? Seit Jahren wird verhandelt, obwohl die Vertragslage klar ist, und niemand darf was erfahren, was läuft. Staatsgeheimnis? Bekommt Toll Collect von Ramsauer auch ein Bonbon? Dann müssen halt die privaten PKW-Halter Maut zahlen, um das Loch zu stopfen, und noch mehr Geld für den Straßenbau aufbringen.
4. Herr Ramsauer,
herr_kowalski 17.09.2012
Zitat von sysopEine Flotte mit geringem Schadstoffausstoß könnte sich künftig für Transportunternehmen rechnen. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" stellt Verkehrsminister Ramsauer günstigere Maut-Tarife für Lkw mit fortschrittlichen Motoren in Aussicht. Damit geht er auf Forderungen der Branche ein. Verkehrsminister Ramsauer kündigt Maut-Entlastung für Lkw an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,856174,00.html)
leider scheint Ihre Leistung umgekehrt proportional zu Ihrem Geltungsbedürfnis zu sein. Schönen Tag noch.
5. Ein Geschenk an die Lobbyisten
sailor60 17.09.2012
denn in etwas mehr als einem Jahr müssen alle neuen LKW die Euro 6 Norm einhalten - kein Grund noch irgendwie zu handeln. - oh mein Gott Ramsauer - OK, Gott sollte ich eigentlich aussen vor lassen
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...ist der Markenname einer wässrigen Harnstofflösung (32,5 Prozent Harnstoff), die zur Abgasreinigung von Dieselmotoren genutzt wird. Dabei wird die Harnstofflösung in den Abgasstrom eingespritzt, wo zunächst Ammoniak entsteht. In einem ebenfalls zum System gehörenden SRC-Katalysator (SRC = selective catalytic reduction) werden dann die Stickoxide in den Abgasen in einer chemischen Reaktion in Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt. Der Adblue-Tank im Mercedes GLK fasst 27 Liter, der Verbrauch der Harnstofflösung beträgt weniger als ein Liter pro 1000 Kilometer. Aufgefüllt wird der Tank, ohne dass sich der Fahrzeughalter speziell darum kümmern muss, beim alle 25.000 Kilometer (oder einmal pro Jahr) stattfindenden Service in der Werkstatt.

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