Autobahn-Maut: Ministerium prüft 100-Euro-Vignette

Autobahn 2 nördlich von Hannover: Pläne für Maut-Vignette Zur Großansicht
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Autobahn 2 nördlich von Hannover: Pläne für Maut-Vignette

100 Euro für ein Jahr auf deutschen Autobahnen: Laut einem Zeitungsbericht prüft das Verkehrsministerium eine Maut-Vignette für ausländische und heimische Pkw-Fahrer. Besitzer schadstoffarmer Fahrzeuge sollen einen Rabatt bekommen.

Hamburg - Eine Straßenabgabe nach österreichischem Vorbild: Das Bundesverkehrsministerium prüft offenbar die Einführung einer Maut-Vignette. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, müssten nach diesem Gebührenmodell sowohl deutsche als auch ausländische Autofahrer eine Vignette erwerben, die für ein ganzes Jahr 100 Euro kosten dürfte. Für einige Tage oder Wochen würde die Autobahngebühr entsprechend geringer ausfallen.

Der Zeitung zufolge sollen deutsche Autofahrer die Kosten der Vignette gegen die Kfz-Steuer verrechnen dürfen. Nach den Plänen des Verkehrsministeriums sollen Fahrer schadstoffarmer Wagen, deren Steuer unter 100 Euro liegt, einen Öko-Rabatt erhalten.

"Es gibt zurzeit mehrere Planungen zur Maut - mögliche Öko-Rabatte gehören auch dazu, wir prüfen das gerade", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums dem Blatt. Wichtig sei, dass in Deutschland zugelassene Pkw nicht zusätzlich belastet werden.

Mehrere EU-Mitgliedstaaten, darunter Italien, Frankreich und Ungarn, erheben für die Benutzung von Autobahnen und Schnellstraßen Gebühren. Die österreichische Regelung, die nun offenbar dem deutschen Verkehrsministerium als Beispiel dient, besteht aus einer Vignetten-Pflicht. Ein zehn Tage gültiges Ticket kostet 8,30 Euro, für zwei Monate werden 24,20 Euro fällig, für ein Jahr 80,60 Euro. Die Vignetten werden an Tankstellen verkauft oder können bestellt werden.

gam/dpa

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1.
wqa 03.11.2013
Zitat von sysop100 Euro für ein Jahr auf deutschen Autobahnen: Laut einem Zeitungsbericht prüft das Verkehrsministerium eine Maut-Vignette für ausländische und heimische Pkw-Fahrer. Besitzer schadstoffarmer Fahrzeuge sollen einen Rabatt bekommen.
Und, wenn man die Autobahn nicht benutzen will. Bekommt man dann eine Gutschrift? Wenn nicht wäre es doch Zwang.
2. Warum das österreichische Vignettensystem für Deutschland nichts taugt
Flari 03.11.2013
Zitat von sysop100 Euro für ein Jahr auf deutschen Autobahnen: Laut einem Zeitungsbericht prüft das Verkehrsministerium eine Maut-Vignette für ausländische und heimische Pkw-Fahrer. Besitzer schadstoffarmer Fahrzeuge sollen einen Rabatt bekommen. Verkehrsministerium prüft 100-Euro-Autobahn-Vignette - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/verkehrsministerium-prueft-100-euro-autobahn-vignette-a-931481.html)
Im Norden von Österreich mit seinen gerade mal 8,5mio Einwohnern leben über 120 mio Europäer, von denen ein bestimmter Prozentsatz mal nach Östereich reinfahren oder es Richtung Italien queren will. Im Süden sind es immerhin noch 70 mio, für die das gleiche gilt. Viele Deutsche und Italiener in Grenznähe fahren nur wegen den billigen Spritpreisen nach AT rein, ggf. aber ohne Autobahn. Der typische Österreichurlauber fährt in der Regel hin und zurück keine 300km auf östereichischen Autobahnen und muss dafür innerhalb 10 Tagen mindestens 8,50€ zahlen. Bleibt er 14 Tage, sind es schon 17,-€. Quert er Österreich Deutschland Italien auf der typischen Strecke Kufstein/Brenner, legt er hin und zurück 215km in AT zurück und zahlt dafür mit PKW mit Sondermaut minimal 25,50€, bei Rückfahrt nach mehr als 10 Tagen sind es schon 34,-€. Andere Strecken können noch erheblich teurer sein. Fahrzeuge ab 3,5t zahlen für eine Querung hin und zurück mindestens 84.50€, der km kostet für den 3,5-"Tonner" mehr, als bei uns der 12-Tonner. Zzgl. Sondermaut für die Tunnel.. Im Schnitt wird Österreich schon im PKW-Verkehr auf bedeutend höhere km-Mauterträge kommen als Frankreich, Italien, Spanien etc., wo man von ca. 5 - 8ct/km *auf den Mautpflichtigen Strecken* ausgehen kann. Eine Nord-Süd-Querung Deutschlands hat schon rund 1000km, Ost-West 600 - 700km. Was sollte also bei uns eine 10-Tagesvignette kosten? Nur 5ct x 800 wären schon 40,-€. Da müsste die Jahresvignette gerechteweise auch das 10-fache kosten, analog zu AT, also bei uns 400,-€, die für zwei Monate 120,-€! In AT zahlen WoMO und Kleinlaster ab 3,5t ab 18ct/km bis 23ct/km je nach Schadstoffklasse zzgl. Sondermaut... 18 x 800 wären 144,-€, 23 x 800 sind 184,-€. Also bei uns dann 1.440,-€ bis 1.840,-€ für die Jahresplakette? Da würde sich der Vignettenverkauf lohnen. Deswegen machen das viele Länder so mit der Gebührenhöhe. Gleichzeitig würden bei uns allerdings alle Nebenstrecken hoffnungslos verstopft werden. Also müssten die auch mautpflichtig gemacht werden.. Bei einer PKW-Maut um die 100,-€/a mit gleichzeitiger Kompensation für deutsche Fahrer/Halter, und jetzt noch Nachlässen für schadstoffarmen PKW, wie es einige Finanzakrobaten andenken, würde garantiert nur ein Minus in der Staatskasse entstehen, wie es auch der ADAC vorgerechnet hat.
3. Und am Ende...
spon-facebook-10000052892 03.11.2013
...gibt's weder Rabatt noch die Verrechenbarkeit mit der KFZ - Steuer und wir sind wieder die Idioten!
4. Danke !
docker 03.11.2013
Zitat von sysop100 Euro für ein Jahr auf deutschen Autobahnen: Laut einem Zeitungsbericht prüft das Verkehrsministerium eine Maut-Vignette für ausländische und heimische Pkw-Fahrer. Besitzer schadstoffarmer Fahrzeuge sollen einen Rabatt bekommen. Verkehrsministerium prüft 100-Euro-Autobahn-Vignette - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/verkehrsministerium-prueft-100-euro-autobahn-vignette-a-931481.html)
Danke an alle Wähler dieser unsäglichen Koalition ! Jetzt seit ihr in die Melkanlage gelaufen. Jeder mit etwas Hirngrütze hat das kommen sehen. Aber Gemach : Das ist nur der Anfang. Na dann kratzt euch mal am leeren Schädel.
5. Vignette von der Steuer absetzen und an Ausländer verkaufen
mxmx 03.11.2013
Benötigt man die Vignette nicht, so kann man sie trotzdem kaufen, von der Steuer absetzen und danach bei EBay verkaufen und so die KFZ-Steuerlast senken. Sobald sich das rumspricht, gehen die Mehreinnahmen durch Ausländer auf Null zurück, während die Verwaltungskosten bleiben. Bei einem Anteil von ca. 5% ausländischer Fahrzeuge, kann es keine Maut-Lösung geben, die Mehreinnahmen bringt aber gleichzeitig die deutschen Steuerzahler verschont. Alleine die Verwaltungskosten fressen die Einnahmen von ausländischen Autofahrern komplett auf.
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