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Unbekannte überkleben Verkehrsschild: Falscher Fuffziger

Polizist Lutz Regensburg mit gefälschtem Schild: "Das hatten wir noch nie" Zur Großansicht
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Polizist Lutz Regensburg mit gefälschtem Schild: "Das hatten wir noch nie"

Verkehrsschild-Fälscher haben in Weimar mehrere Autofahrer in eine Radarfalle gelockt. Mit Pappe und Folie machten sie aus einem Tempo-30-Schild "Tempo 50". Die Geblitzten werden jetzt rehabilitiert - aber den Tätern droht eine saftige Strafe.

Hamburg/Weimar - Gestohlene Verkehrsschilder, abgesägte Starenkästen - alles schon mal dagewesen. "Aber das", sagt der Polizeisprecher von Weimar, Lutz Regensburg, "das hatten wir noch nie". In der Nacht zum Dienstag haben Unbekannte ein Tempo-30-Schild auf der Bundesstraße 85 nahe Weimar überklebt. Ein bisschen Pappe, ein bisschen Folie, und schon galt statt Tempo 30 an der Baustelle vermeintlich Tempo 50.

Was wie ein Lausbubenstreich klingt, hört sich nach den Buchstaben des Gesetzes deutlich härter an: "Das ist ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr", sagt der Polizeisprecher. Bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe drohen den Tätern. Ob es sich dabei um nur einen Schuldigen oder mehrere Täter handelt, steht noch nicht fest. Fakt ist: Mehrere Autofahrer gingen den Verkehrsschild-Fälschern in die Falle.

Eine fest installierte städtische Radaranlage blitzte die ahnungslosen Verkehrssünder. Zwei Fahrer trauten dem Blitz-Vorfall jedoch nicht und drehten um. Kurz vor halb fünf Uhr frühmorgens entdeckten sie den Schildbürgerstreich und informierten sofort die Polizei. Diese stellt in ihrem Bericht fest, dass das Schild täuschend echt gewirkt habe. Deshalb zeigen sich die Beamten auch gnädig: Die Stadt wird die Autofahrer, die bis zur Entdeckung der Fälschung geblitzt wurden, nicht zur Kasse bitten.

mhu/dpa

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