Deutlicher Rückgang: Zahl der Verkehrstoten im September gesunken

Am Einsatzort: Ein Polizist sichert eine Unfallstelle in Straubing, Niederbayern Zur Großansicht
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Am Einsatzort: Ein Polizist sichert eine Unfallstelle in Straubing, Niederbayern

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im September deutlich zurückgegangen. 330 Menschen kamen in dem Monat in diesem Jahr im Straßenverkehr ums Leben, das seien deutlich weniger als im Vorjahresmonat. Zuletzt zeigte die Statistik steigende Tendenz.

Nachdem zuletzt die Zahl der Verkehrstoten gestiegen ist, können die Statistiker eine Trendwende vermelden. Im September sind im Vergleich zum Vorjahresmonat 16 Prozent weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Zugleich sei damit der niedrigste Wert in einem September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1953 erreicht worden.

Damit setze sich der Trend des Jahres 2012 fort, hieß es weiter. Bereits in den ersten drei Quartalen dieses Jahres war die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent gesunken. Insgesamt verloren den Angaben zufolge 2762 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr.

2011 war die Zahl der Verkehrstoten zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder gestiegen. In dem Jahr starben 4009 Menschen bei Verkehrsunfällen.

Die Zahl der Verletzten nahm im September dieses Jahres gegenüber dem Vorjahresmonat ab. Sie sank um 5,6 Prozent auf etwa 36.400. Insgesamt registrierten die Statistiker in dem Monat gegenüber dem Vorjahreszeitraum 4,1 Prozent weniger Unfälle. Knapp 196.000 Unfälle wurden deutschlandweit im September 2012 von der Polizei aufgenommen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der Unfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf rund 1,7 Millionen.

rom/dapd

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Das ist gut - und war zu erwarten
philipp234 20.11.2012
2010 war ein statistischer Ausreiser nach unten, daher war 2011 auch keine Trendwende bei den Verkehrstoten. Der Trend geht weiter nach unten, und das ist erfreulich. Die höheren jährlichen Fahrleistungen auf unseren Straßen werden durch sicherere Autos mehr als ausgeglichen.
2. ...
neuroheaven 20.11.2012
knapp 4 tausend tote ist lächerlich wenig. durch krankenhauskeime sterben jährlich 30.000 tote! wie soll man auch unfälle bauen, wenn man eigentlich nur noch im stau steht oder mit maximal 120 über die autobahn schleicht.
3. Ja, so ein Mist...
svenkoch 20.11.2012
nur 4.000 Verkehrstote, da muss man doch was machen können. Einfach schneller fahren dürfen und dritte oder vierte Fahrspuren bauen, damit man nicht mehr ereignislos im Stat steht. 30.000 Tote durch Krankenhauskeime? Ah, als Referenz ziehen wir uns lieber die 110.000 Tote durch Tabak heran, dagegen sind die 4.000 doch Peanuts. Verglichen allerdings mit den weltweit 837 Toten (Jahr 2010) im Flugverkehr oder den durch Züge in Deutschland ...hmmm, ah, wir wollen das Auta ja nicht verteufeln. Ist schon super, das Auto...
4. Nur zur Info:
c54 20.11.2012
In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten wir über 16.000 Verkehrstote allein in der damaligen Bundesrepublik. Und damals gab es so gut wie keine Motorradler, die einen großen Teil der heutigen Verkehrstoten ausmachen. Also ein gewaltiger Fortschritt. Der wäre allerdings noch größer, wenn die ganzen Nebentätigkeiten beim Autofahren, wie Telefonieren, am Navi rumspielen etc. kompromisslos zum Stillstand des Autos führen würden....
5. und was ist Ihr Vorschlag?
andy69 20.11.2012
Zitat von svenkochnur 4.000 Verkehrstote, da muss man doch was machen können. Einfach schneller fahren dürfen und dritte oder vierte Fahrspuren bauen, damit man nicht mehr ereignislos im Stat steht. 30.000 Tote durch Krankenhauskeime? Ah, als Referenz ziehen wir uns lieber die 110.000 Tote durch Tabak heran, dagegen sind die 4.000 doch Peanuts. Verglichen allerdings mit den weltweit 837 Toten (Jahr 2010) im Flugverkehr oder den durch Züge in Deutschland ...hmmm, ah, wir wollen das Auta ja nicht verteufeln. Ist schon super, das Auto...
Autofahren ganz verbieten? Tempolimit flächendeckend von 40km/h? Das Leben war schon immer lebensgefährlich - und Reisen sowieso. Fliegen ist sicherer, aber schlechter für die Umwelt. Was bleibt? Das Auto ist vielleicht nicht "super", aber schlicht notwendig. Wer sich gegen alle Gefahren des Lebens schützen will, muss zuhause bleiben. Und ein Rückgang der Verkehrstoten um 85% in den letzten 40 Jahren trotz gestiegenem Verkehrs ist zumindest ein Trend in die richtige Richtung - auf Null werden wir bei den Verkehrstoten nie kommen. Genausowenig wie bei allen anderen menschlichen Aktivitäten (Sport, Freizeit, Haushalt, Heimwerken, Gartenarbeit, Beruf oder sogar Sex).
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