Abgasskandal Bundesamt zwingt VW zum Rückruf von 2,4 Millionen Autos

Im Skandal um manipulierte Diesel-Abgaswerte zwingt das Kraftfahrt-Bundesamt Volkswagen jetzt zu einem Rückruf von 2,4 Millionen Fahrzeugen. Eine vom Konzern vorgeschlagene freiwillige Lösung lehnt die Zulassungsbehörde ab.

Für den Transport verpackte VW Golf: Frist gesetzt
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Für den Transport verpackte VW Golf: Frist gesetzt


Die Diesel-Fahrzeuge von VW mit der manipulierten Software müssen auf jeden Fall in die Werkstätten. "Wir ordnen den Rückruf an", sagte ein Sprecher des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag. Eine von Volkswagen vorgeschlagene freiwillige Reparatur reiche der Behörde nicht. Außerdem soll der Wolfsburger Autokonzern Fristen für eine Lösung der Probleme beim 1,6-Liter-Diesel-Motor vorlegen.

Details zum Rückruf wurden vorerst nicht genannt. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will sich am Donnerstagvormittag dazu äußern. Dann soll auch geklärt werden, wie jetzt die Zahl von 2,4 Millionen Autos zustande kam. Bislang war stets von 2,8 Millionen betroffenen VW-Fahrzeugen die Rede. Ein VW-Sprecher sagte unterdessen, man habe noch keinen Bescheid vom KBA erhalten.

VW hatte dem KBA am 7. Oktober einen Plan vorgelegt, wie der Konzern die Nachbesserung der betroffenen Dieselautos gewährleisten wolle. Details dazu wurden vage gehalten - unter anderem hieß es, dass eine technische Lösung für die Modelle mit 1,6-Liter-Motoren nicht vor September 2016 zu erwarten sei. Die langen Wartezeiten für die Umrüstung dieses Aggregats ergeben sich demnach aus der Motorentechnik: Während bei den 2,0-Liter-Aggregaten laut Angaben von VW lediglich die Software neu programmiert werden müsse und die Nachbesserungen ab Januar starten könnten, seien beim 1,6-Liter-Motor weitere technische Eingriffe nötig.

Der neue VW-Chef Matthias Müller hatte in einem Interview davon gesprochen, dass einige Fahrzeuge neue Injektoren und Katalysatoren benötigen könnten. Zu den betroffenen 1,2-Liter-Modellen waren aus dem Plan weder ein Lösungsansatz noch eine Frist bekannt geworden.

Volkswagen hatte zugegeben, in den USA Diesel-Emissionswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Weltweit sind bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit diesem Computerprogramm unterwegs. Ob und wie weit es auch in anderen Ländern unerlaubt eingreift, wird noch untersucht.

cst/dpa/Reuters

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insgesamt 51 Beiträge
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Pipopax 15.10.2015
1. Bau
Eine "freiwillige" Reparatur wollten die machen?! Das ist doch einfach nur noch unglaublich! Die Gesetze mit Füssen treten, dann ein cooles "Sorry, war ein Versehen!" und anschliessend Strafe und Schadensbehebung freiwillig und nach eigenem Ermessen selber bestimmen?! Wer ist den VW?! Gesetzgeber + Richter in Personalunion?! Alleine für diese Selbstüberschätzung gehören die in den Bau.
vulkaneifler 15.10.2015
2. Wie geht das denn
VW hat jetzt auf einmal eine Lösung für den 2 Liter Motor einfach nur was ändern in der Steuerung, warum ist das denn nicht schon vorher getan worden, wen es denn doch so einfach und schnell geht. Ein Schelm wer der böses denkt oder wird schon wieder beschissen.
miho42 15.10.2015
3. Frage an VW
War es das nun wirklich wert? Abgesehen vom immensen Imageschaden. Würde mich echt mal interessieren. Schönen Tag noch!
huettenfreak 15.10.2015
4. Muss
Jetzt ist die Nachrüstung also ein MUSS. Also mehr Verbrauch bei weniger Leistung. Mein herzliches Beileid, weil vorher verkaufen hilft nun auch nicht mehr.
Reiner_Habitus 15.10.2015
5.
Zitat von PipopaxEine "freiwillige" Reparatur wollten die machen?! Das ist doch einfach nur noch unglaublich! Die Gesetze mit Füssen treten, dann ein cooles "Sorry, war ein Versehen!" und anschliessend Strafe und Schadensbehebung freiwillig und nach eigenem Ermessen selber bestimmen?! Wer ist den VW?! Gesetzgeber + Richter in Personalunion?! Alleine für diese Selbstüberschätzung gehören die in den Bau.
vor allem hätten die Haltet die Karre erstmal freiwillig vorbeibringen müssen. Wer bei Trost hätte es getan, angesichts der Tatsache, dass man hinterher weniger Leistung und höheren Verbrauch hat. Deswegen ist die Anordnung richtig....
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