Volkswagen Neuer Golf soll schon 2008 kommen

Der aktuelle Golf V kam am 17. Oktober 2003 auf den Markt. Bei einem normalen Modellzyklus stünde nach vier Jahren ein Facelift und nach spätestens acht Jahren ein komplett neues Auto an. Doch die nächste Golf-Generation könnte bereits 2008 antreten - und sportlicher werden.


Nach wie vor ist der VW Golf der mit Abstand beliebteste und meistverkaufte Kompaktwagen in Deutschland, doch so richtig glücklich werden die Wolfsburger mit ihrem Bestseller nicht. Das liegt nicht an den Zahlen, sondern eher an hausgemachten Fehlern. Denn wie man hört, ist die Produktion derart aufwendig und kostenintensiv, dass mit dem Auto kaum Geld verdient werden kann. Nun plant VW offenbar, die Notbremse zu ziehen und bereits 2008 einen komplett neuen Golf - es wäre die sechste Generation der Baureihe - auf die Räder zu stellen. Dies berichtete heute die "Bild"-Zeitung.

Neue Scheinwerfer, ein größerer, verchromter Kühlergrill und eine insgesamt schlankere, sporlichere Form sollen dem künftigen Golf einen frischen Auftritt bescheren. Doch wichtiger als solche Designkosmetik ist das technische Innenleben, das die Wolfsburger offenbar gründlich entrümpfeln wollen. So soll die Motorenvielfalt zurückgefahren werden. Die bisherigen Einstiegsmaschinen mit 75 und 102 PS werden laut dem Bericht gestrichen, die Leistungspalette soll künftig bei 120 PS beginnen; ein 1,4-Liter-Turbo-Benzinmotor ist für diese Position zuständig.

Außerdem soll im Innenraum eine sorgfältigere Materialwahl für mehr Eleganz als bislang sorgen. Den großen Schritt bei der Verarbeitung des Golf vollzog VW mit dem Modellwechsel vom Golf III zum Golf IV. Das derzeit aktuelle Fahrzeug ist zwar ebenfalls ordentlich verarbeitet, lässt aber Finesse und ein paar pfiffige Details vermissen. Zudem soll, so heißt es in dem "Bild"-Bericht, in Zukunft eine Klimaanlage zur Serienausstattung gehören.

Aufgrund der gehobenen Ausstattung und der stärkeren Motoren wird das künftige, neue Golf-Modell in seiner billigsten Variante mutmaßlich deutlich mehr als 17.000 Euro kosten. Das ist erheblich mehr als der bisherige Grundpreis von 16.160 Euro.

In Wolfsburg war die Reaktion auf diese vagen Vorhersagen restriktiv: "VW kommentiert solche Spekulationen grundsätzlich nicht." Zumal bei Volkswagen demnächst ein Personalwechsel an der Spitze anstehen könnte. Es gibt Gerüchte in der Branche, wonach VW-Markenchef Wolfgang Bernhard nach der Detroit Motorshow - also noch im Januar - diesen Posten verlassen wird. Angeblich kursiert bei VW ein interner Brief des Managements, um diesen Abgang zu verhindern.

jüp



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