Rückruf wegen Pedal-Problemen VW-Konzern beordert 800.000 SUVs in die Werkstätten 

Wegen eines möglicherweise defekten Sicherungsrings an der Pedalerie ruft Volkswagen weltweit SUVs vom Typ Touareg zurück, Porsche tut das Gleiche beim Cayenne. Auch in Deutschland sind rund 90.000 Kunden betroffen.

VW Touareg, Baujahr 2014
Volkswagen

VW Touareg, Baujahr 2014


Es läuft nicht gut für Volkswagen zurzeit: Neben dem Dieselgate, wo der Rückruf des Passats in Deutschland sich weiter verzögert und in den USA weiteres Ungemach droht, plagen auch ganz normale Rückrufe den Hersteller aus Wolfsburg. Erst am Mittwoch musste der Konzern 177.000 VW Passats wegen Problemen an der Zentralelektrik in die Werkstatt rufen. Nun ereilte den Konzern ein noch größeres Fiasko: 800.000 Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Porsche müssen überarbeitet werden.

Betroffen seien Fahrzeuge vom Typ VW Touareg und Porsche Cayenne aus den Jahren 2011 bis 2016, teilten die beiden Autohersteller am Donnerstag mit. Grund sei ein "möglicherweise gelöster Sicherungsring" an der Pedalerie, dessen Montage in der Werkstatt nun kontrolliert werden solle. In Deutschland müssen 58.000 Touaregs und 30.000 Cayennes überarbeitet werden.

Das Problem sei bei "internen Untersuchungen" erkannt worden und in der laufenden Produktion bereits abgestellt worden, erklärten Volkswagen und Porsche. Die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge werden demnach direkt vom Hersteller kontaktiert. Der Werkstattbesuch sei kostenlos und solle weniger als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen.

mhe/dpa

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insgesamt 36 Beiträge
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xibo 24.03.2016
1. Und morgen kommt der Weihnachtsmann..
Ja, ja- ganz plötzlich müssen zig Fahrzeuge in die Werkstätten. Ich würde ja zu gerne mal Mäuschen spielen, und schauen, ob in den Werkstätten tatsächlich Mängel beseitigt werden oder ob die Motorsteuerung bzw. deren Software ein Update aufgespielt bekommt. Würde mich auch nicht wundern, wenn die Lobby hier mit dem Kraftfahrtbundesamt einen Deal geschlossen hat, so dass nachgebessert werden kann bzw. muss, bevor (gegenüber der Öffentlichkeit) die Bombe platzt und noch viel schlechtere Abgaswerte als bisher schon eingestanden werden müssen. Wenn ich daran denke, wie aalglatt hier das öffentliche Interesse dem Interesse eines Industriezweigs geopfert wird, könnte ich kotzen. Auch darüber, dass umweltverpestende & unökonomische Karren vor dem Hintergrund der steuerlichen Absetzbarkeit für ein bestimmtes Klientel immer noch subventioniert werden. Für uns alle ist es an der Zeit einzusehen, dass es kein "weiter wie bisher" geben kann und darf. Auch für die Konzerne wird es nur durch nachhaltiges Handeln eine Zukunft geben.
derschnaufer 24.03.2016
2.
Immerhin den Mitarbeitern aber noch ne fette Boni bezahlt.
manjo13 24.03.2016
3. Kundendaten aktualisieren...
ist das Zauberwort! Es geht bei allen Herstellern nur um Kundendaten.
karolus123 24.03.2016
4. Gleich da behalten...
Am besten VW und Porsche behalten die Dinger gleich da und bauen sie zu vernünftigen Autos um ;-). Sowas unnötiges wie diese Pseudo-Gelendewagen für reiche Schnösel und deren Gattinen sollte eigentlich gar nicht erst gebaut werden.
mijobi 24.03.2016
5. Schutzbehauptung?
Womöglich wird dann gleich die Motorsteuerung-Software "erneuert"?
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