Volvo C30 Er ist schon fast fertig

Volvo greift in der Kompaktklasse an. In Detroit zeigen die Schweden das Konzeptauto C30, das sich bis zur Markteinführung gegen Ende des Jahres nur noch marginal verändern wird. Der zweitürige Sportkombi bringt neue Ideen in den Club von VW Golf & Co.


"Wir wissen, dass sich viele jüngere, beruflich erfolgreiche Leute von unserer Marke angesprochen fühlen, aber in der aktuellen Palette kein Modell finden. An diese Zielgruppe richtet sich die Designstudie C30." Volvo-Vorstandschef Fredrik Arp folgt damit den Beispielen von Herstellern wie BMW oder Mercedes, die inzwischen auch in den kleineren Fahrzeugklassen mit eigenen Automodellen präsent sind. Für die skandinavische Ford-Tochter wird ab Herbst diesen Jahres - nach der Weltpremiere des Serienmodells beim Autosalon in Paris - der Volvo C30 diesen Part übernehmen.

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Volvo C30: "Schneewittchensarg" reloaded

Nun aber steht erst einmal die Motor Show in Detroit an, und dort zeigen die Schweden die "Designstudie C30". Das zweifarbig lackierte Ausstellungsstück mit mächtigen 19-Zoll-Rädern, üppigen Stoßfängern und einem Fünfzylinder-Turbomotor mit 260 PS unter der Haube macht zwar auf Kraftbolzen, doch unter der rasanten Schminke steckt schon das Serienauto, das gegen Ende dieses Jahres auf die Straßen rollen wird.

Volvo-Chefdesigner Steve Mattin und seinen Mitarbeitern ist es gelungen, bei diesem Auto aktuelle Merkmale der Marke - etwa die auffällig ausgestellten Schultern oder die markant-klobige Frontpartie - mit Interpretationen aus der Historie zu verschmelzen. Ganz deutlich wird das am Heck, wo der kundige Betrachter sofort an den hinreißenden "Schneewittchensarg" erinnern wird, den Volvo P 1800 ES nämlich, von dem zwischen 1971 und 1973 kaum 800 Exemplare gebaut wurden. Auch das neue Modell hat eine gläserne Heckklappe, über die ein Gepäckabteil erreicht wird, das sich durch Umklappen der beiden Einzelsitze im Fond vergrößern lässt.

Im Innenraum variiert Volvo das aus der Mittelklasse-Baureihe (S40, V50) bekannte Thema der "fließenden" Mittelkonsole, die wie ein schmaler Wasserfall vom Armaturenbrett fällt, und auf der alle Bedienelemente für Musik- und Klimaanlage, Navigation und Telefon versammelt sind. Dieses Design wird sich bis zur Serienvariante wohl gar nicht mehr verändern, und das ist auch gut so, denn damit hebt sich Volvo von allen Konkurrenten ab. Das ist wichtig, denn die Schweden planen selbstbewusst mit ihrem neuen Einstiegsmodell. Volvo-Chef Arp: "Der C30 spielt eine wichtige Rolle in unserem Vorhaben, den Fahrzeugabsatz auf 600.000 Einheiten pro Jahr zu steigern."



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