VW New Beetle: Geliftet für eine Auto-Love-Story

Der VW Käfer lebt. Zwar heißt er inzwischen New Beetle, hat den Motor vorn und die Antriebsachse dazu, doch die Grundform ist geblieben. Damit der kugelige Ansatz weiter frisch bleibt, haben die Wolfsburger die Konturen des Autos gestrafft. Prompt bekam es eine Rolle in Hollywood.

Ein "nicht zu üppiges Lifting" und "einen diskreten Feinschliff" nennt VW die Maßnahmen, durch die der New Beetle attraktiv bleiben soll. Neu geformt wurden die Kotflügel und die Stoßfänger, die jetzt ovaleren Klarglas-Scheinwerfer, schmaleren vorderen Blinker und auffälliger gestalteten Rückleuchten. Außerdem wurden die VW-Logos an Front und Heck modernisiert. Im Zusammenspiel mit neuen Lackfarbe und neuen Rädern im Format 16 oder 17 Zoll entsteht so der Eindruck eines rundum frischen Autos - selbstverständlich in der vertrauten Grundform des seligen VW Käfers.

New Beetle Cabrio: Die offene Version ist weitaus populärer als das Standard-Modell

New Beetle Cabrio: Die offene Version ist weitaus populärer als das Standard-Modell

Die Neuerungen betreffen natürlich auch das New Beetle Cabrio. Die offene Version hat aus dem mühsamen Versuch, mit dem New Beetle ein Kultmobil zu schaffen, zumindest den Verkaufserfolg des Modells in Deutschland deutlich verbessert. Im vergangenen Jahr wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 4405 New Beetle in Deutschland neu zugelassen, und dazu 9507 New Beetle Cabriolets. Der offene Wagen hat sich also zu einem Glücksfall für die Wolfsburger entwickelt - der nun noch etwas mehr Glanz bekommt. Denn im Innenraum gibt es ein paar neue Zierteile aus Chrom, neue Stoffe für die Sitzbezüge und ein paar Extras, die das Autofahrerleben bequemer (Beispiel Garagentoröffner) und den Wagen selbst teuerer machen.

Angeboten wird der New Beetle in fünf Motorisierungen, die vom Einstiegsaggregat, einem 1,4-Liter-Benziner mit 75 PS (55 kW) bis zum 1,8-Liter-Turbomotor mit 150 PS (110 kW) reicht. Der 1,9-Liter-TDI-Motor erhielt übrigens eine Leistungssteigerung auf nun 105 PS (77 kW). Das billigste Modell kostet nach wie vor 16.050 Euro, das günstigste Cabrio wird ab 20.320 Euro verkauft.

New Beetle: Ende August krabbelt er auf die Straße

New Beetle: Ende August krabbelt er auf die Straße

Die ersten Exemplare des gelifteten New Beetle werden Ende August ausgeliefert. Bereits am 4. August startet in Deutschland der Film "Herbie fully loaded - Ein toller Käfer startet durch", eine Kino-Auto-Komödie mit dem amerikanischen Teenie-Star Lindsay Lohan, die in der Hauptrolle die Rennfahrerin Maggie Peyton mimt. Die Story ist bestechend einfach: Herbie, dem legendäre VW Käfer mit der Startnummer 53, droht das Ende in der Schrottpresse. Doch das Auto und seine Besitzerin wehren sich erfolgreich, denn ihr Traum ist die Teilnahme an einem NASCAR-Rennen. Damit ein Bogen in die Jetztzeit geschlagen wird und für VW ein Werbeeffekt entsteht, verliebt sich der alte Käfer auf halber Strecke in einen New Beetle in der Farbe Sonnenblumen-Gelb.

Um für Film und Fahrzeug zu trommeln, rufen Disney und Volkswagen bereits am 30. Juli auf der Straße des 17. Juni in Berlin zur größten Herbie-Parade der Welt auf. Teilnehmen dürfen Käfer- und New-Beetle-Fahrer, ein Antrag ins Guinness-Buch der Rekorde wird angestrebt, doch dazu müssten sich mehr 3000 Autos versammeln. So viele VW-Modelle trafen sich vor zehn Jahren in Brasilien zu einer Parade, und diese Zahl gilt es zu übertreffen. Im Anschluss an den Rekordversuch werden alle "Herbie-Besitzer" zur Deutschlandpremiere des Films sowie zu einem Showprogramm in die Berliner Waldbühne eingeladen.

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