VW-Studie Taigun: Mini-SUV aus Wolfsburg

Aus São Paulo berichtet Tom Grünweg

VW-Studie Taigun: Knirps mit Hamsterbacken
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Volkswagen

VW braucht oft etwas länger, um auf einen Trend zu reagieren. Aktuelles Beispiel sind die Mini-SUV. Während andere Hersteller schon länger Geländewagen im Kleinformat bieten, blieb Wolfsburg ein solches Modell schuldig. Das könnte sich nun ändern: VW hat die Studie Taigun enthüllt.

Nissan Juke, Ford Eco-Sport, Skoda Yeti, Mini Countryman, Opel Mokka - kleine Geländewagen sind groß im Kommen. Nun hat auch VW diesen Trend erkannt und reagiert mit einem ganz ähnlichen Fahrzeugmodell. Auf der gegenwärtig stattfindenden Automesse im brasilianischen São Paulo enthüllten die Niedersachsen einen Schrumpf-SUV namens Taigun. Das Auto mit den auffälligen ausgestellten Radkästen, die Geländegängigkeit signalisieren sollen, ist allerdings noch eine Studie. Dass aus dem Showcar ein Serienmodell wird, erscheint jedoch nahezu zwangsläufig. Denn kleine SUV-Modelle gelten weltweit als Typen, die sich immer besser verkaufen lassen.

Wie der Kleinwagen Up gehört auch die Studie Taigun zur sogenannten New Small Family von VW, basiert also auf der gleichen Technik und bietet ebenso lediglich vier Sitzplätze. Das Design wiederum ist völlig eigenständig und orientiert sich eher an den größeren VW-SUV Tiguan und Touareg. Allerdings ist der Taigun deutlich kürzer. Die Platzverhältnisse im Innenraum sollen laut VW dennoch ordentlich sein, der Radstand misst 2,47 Meter (VW Tiguan: 2,76 Meter), der Kofferraum fasst 280 Liter. Außerdem kann die Rücksitzlehne umgeklappt werden, so dass das Stauvolumen auf 980 Liter steigt. Die Heckklappe ist übrigens horizontal zweigeteilt.

Unter der Haube des etwas klobig gestylten Autos, dessen vorherrschendes Designelement das Rechteck ist, sitzt ein weiterentwickelter Dreizylindermotor aus dem Up. Die Ein-Liter-Maschine mit Turbolader entwickelt eine Leistung von 110 PS und ein maximales Drehmoment von 175 Nm. Bei der knapp 1000 Kilogramm schweren SUV-Studie soll das für ein Spitzentempo von 186 km/h reichen. Als Durchschnittsverbrauch für den Taigun nennt VW einen Wert von 4,7 Liter je 100 Kilometer.

Allradantrieb ist für den Taigun nicht vorgesehen

Optisch macht der Taigun auf Naturbursche. Die Bodenfreiheit ist erhöht, es gibt einen Unterfahrschutz an Front und Heck und eine schwarze Plastikbeplankung ringsum. Aber für einen waschechten Geländewagen fehlt ein wichtiges Merkmal: der Allradantrieb. Der Kleine tut also nur so, als sei er ein Offroader. Das ist jedoch nicht weiter schlimm - denn im Autoalltag werden Mini-SUV dieser Art so gut wie nie abseits einer befestigten Straße bewegt.

Offiziell ist der Taigun nur ein Designmodell. Aber VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg macht keinen Hehl daraus, dass die Marke noch mindestens zwei neue SUV-Modelle braucht: eines oberhalb des Tiguan, etwa auf Basis des amerikanischen Passat-Modells - und eines darunter. "Und wir wären gut beraten, diese Zulassungen nicht der Konkurrenz zu überlassen", sagt Hackenberg.

Das hat bei VW allerdings Tradition. Zum Beispiel beim Touareg: Das große SUV-Modell erschien 2002 und damit fünf Jahre nach der Mercedes M-Klasse. Und der Tiguan kam 2007 auf den Markt, vier Jahre nach dem ähnlich konzipierten BMW X3.

Allerdings hat VW mit dem verzögerten Markteintritt auch durchaus gute Erfahrungen gemacht. Der Tiguan etwa ist heute mit weitem Abstand der meistverkaufte SUV in Deutschland. Ob auch der etwa einen halben Meter kürzere Taigun gebaut wird, sei jedoch noch nicht endgültig entschieden, räumt Vorstandsmitglied Hackenberg ein. Sollte es tatsächlich grünes Licht für eine Serienfertigung geben, werde es noch mindestens zwei Jahre dauern, bis dieser SUV auf die Straßen kommt.

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insgesamt 82 Beiträge
ctwalt 22.10.2012
mehr fällt mir dazu nicht ein! Höchstens noch, daß süß nun wirklich das letzte Kriterium ist, um ein Auto zu kaufen.
mehr fällt mir dazu nicht ein! Höchstens noch, daß süß nun wirklich das letzte Kriterium ist, um ein Auto zu kaufen.
der Cross-Fox für VW auf dem Markt, warum mab den nicht in Europa verkauft, ist mir ein Rätsel. VW Crossfox - Kleines Volks-SUV für Brasilien - autobild.de (http://www.autobild.de/artikel/vw-crossfox-47655.html)
Zitat von sysopVW braucht oft etwas länger, um auf einen Trend zu reagieren. Aktuelles Beispiel sind die Mini-SUV. Während andere Hersteller schon länger Geländewagen im Kleinformat bieten, blieb Wolfsburg ein solches Modell schuldig. Das könnte sich nun ändern: VW hat die Studie Taigun enthüllt. VW stellt auf der Messe in São Paulo die Mini-SUV-Studie Taigun vor - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/vw-stellt-auf-der-messe-in-sao-paulo-die-mini-suv-studie-taigun-vor-a-862622.html)
der Cross-Fox für VW auf dem Markt, warum mab den nicht in Europa verkauft, ist mir ein Rätsel. VW Crossfox - Kleines Volks-SUV für Brasilien - autobild.de (http://www.autobild.de/artikel/vw-crossfox-47655.html)
Allezy 22.10.2012
kann man aus keinem dieser Autos vernuenftig nach hinten schauen- derSchiessschartenEvoque ist hier das Extrem. Nur im Yeti kann man die Sitze ganz ausbauen und somit auch mal Sperriges oder Sportliches wie z.B. 2 empfindliche [...]
kann man aus keinem dieser Autos vernuenftig nach hinten schauen- derSchiessschartenEvoque ist hier das Extrem. Nur im Yeti kann man die Sitze ganz ausbauen und somit auch mal Sperriges oder Sportliches wie z.B. 2 empfindliche Carbon Fahrraeder ohne Hinterradausbau nebst Gepaeck innen transportieren. In den Klassen drueber geht das nur beim Disco4. Bis auf diese beiden sind die SUV's jeglicher Groesse an meinem Bedarf vorbei gezeichnet, mal schaun ob mich VW hier noch erhoert, dann waer ich dabei.
_derhenne 22.10.2012
Ungefähr so süß wie ein Renault Clio (RS). Das ist in der Tat kein Kaufargument. Aber heute ist eh fast jedes Auto "süß", sofern es neben einem anständigen Auto aus den 70ern/80ern/90ern steht.
Zitat von ctwaltmehr fällt mir dazu nicht ein! Höchstens noch, daß süß nun wirklich das letzte Kriterium ist, um ein Auto zu kaufen.
Ungefähr so süß wie ein Renault Clio (RS). Das ist in der Tat kein Kaufargument. Aber heute ist eh fast jedes Auto "süß", sofern es neben einem anständigen Auto aus den 70ern/80ern/90ern steht.
ist so logisch wie ein Einhorn ohne Horn. Bei der mittlerweile fast osteuropäisch anmutenden Qualität den die Straßenmeistereien offerieren ist der Allradantrieb wohl so ziemlich das sinnvollste was ein Geländewagen bieten kann... [...]
ist so logisch wie ein Einhorn ohne Horn. Bei der mittlerweile fast osteuropäisch anmutenden Qualität den die Straßenmeistereien offerieren ist der Allradantrieb wohl so ziemlich das sinnvollste was ein Geländewagen bieten kann... Aber von allen Fahrzeugkonzepten das schlechteste zu kombinieren und es dann als großen Wurf zu vermarkten hat bei VW ja Tradition...
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  • Montag, 22.10.2012 – 15:16 Uhr
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